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Rallye Dakar 2010: In den Dünen zu Hause

Würde man im Biwak der Rallye Dakar ein Umfrage starten, welche Eigenschaft am ehesten auf den Katarer Nasser Al Attiyah zutrifft, würden die Antworten lauten: verrückt und sauschnell.

Von Stefanie Szlapka

Allerdings gilt Nasser Al Attiyah auch als ein Pilot, der gerne über das Limit hinausgeht und deswegen oft seine Rallye mit einem Crash frühzeitig beendet.

Das soll sich dieses Jahr ändern. Al Attiyha ist neu im Team von Volkswagen Motorsport und geht zusammen mit dem Berliner Co-Piloten Timo Gottschalk das Unternehmen Dakar-Sieg an. Dafür hat sich der Katarer fest vorgenommen, nicht mehr nur Vollgas zu geben, sondern überlegter zu handeln. Bisher ist ihm das auch gut gelungen. Er liegt in der Gesamtwertung auf dem zweiten Rang hinter seinem Teamkollegen Carlos Sainz.

Begegnet man ihm in Fahrerlager ist er immer für eine Unterhaltung zu haben und scheint jeden Blödsinn mitzumachen. Doch kaum sitzt er im Auto wandelt er sich: Er redet kaum ein Wort und ist hochkonzentriert. Ein Verhalten, dass sich durch seine zweite Leidenschaft erklären lässt: dem Skeet- oder Tontaubenschießen. Ein Sport, in dem es auf hohe Konzentration und Ruhe ankommt.

Auch hier macht Al Attiyah keine halben Sachen: bereits vier Mal nahm er an den Olympischen Spielen teil – sein größter Erfolg war der vierte Rang in Athen 2004. Dabei hatte er erst 1995, also ein Jahr vor seinen ersten Olympischen Spielen mit dem Skeetschießen begonnen. Nun sind in seinem Regal noch zwei Plätze frei: für die Pokale für den Sieg bei den Olympischen Spielen und der Rallye Dakar.

Neben der hohen Konzentrationsfähigkeit, macht ihm auch in den Dünen keiner etwas vor. Schließlich wuchs der Katarer in der Wüste auf und war schon früh im Auto seines Vaters auf Sand unterwegs. Auch die Hitze ist für ihn deswegen kein Problem. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten trinkt er während den Etappen keinen einzigen Schluck.

Die sechste Etappe von Antogafasta nach Iquique hielt ganz am Schluss ein besonderes Erlebnis parat. Für die Teilnehmer ging es auf den letzten Kilometern buchstäblich bergab. Die Einfahrt ins Ziel erfolgte über eine mehrere hundert Meter hohe Düne. Für den einen eine Mutprobe, für Al Attiyah ein großer Spaß, wie er stern.de verrät:

"Diese Düne herunter zu fahren ist schon etwas angsteinflößend, aber ich bin es zum Glück gewohnt. Von der Spitze bis zum Ziel am Fuß der Dünen waren es etwa drei Kilometer und wir haben dabei eine Geschwindigkeit von etwa 180 km/h erreicht. In dieser Situation ist es kaum möglich zu bremsen. Durch das hohe Gewicht des Wagens, wenn es bergabgeht und den weichen Sand, fühlt man die Bremsen nicht richtig. Man kommt eher ins Rutschen. Aber das war kein Problem für mich, ich hatte meinen Spaß.

Wenn man so eine hohe Düne herunterfährt, muss man mit dem Gas sehr vorsichtig sein. Besonders in diesem Fall, da das Terrain sehr uneben war und hatte viele kleine Erhebungen. Dadurch kann es schnell zu einem Unfall bzw. Überschlag kommen.

Aber diese Dünenabfahrt war eine schön Entschädigung für den Beginn der Prüfung. Wir hatten uns leider auf der Suche nach einem Wegpunkt verfahren und einige Minuten verloren. Trotzdem bin ich für den Rest der Etappe kein Risiko eingegangen, da ich keinen Unfall riskieren wollte. Das heißt aber nicht, dass ich schon aufgegeben habe. In den nächsten Tagen folgen noch weitere schwere Etappen, auf denen ich alles versuche, die Führung zu erobern."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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