HOME

Rallye Dakar: Volkswagenpilot Sainz baut Führung aus

In seinem VW Touareg hat der Spanier Carlos Sainz seine Führung in der Gesamtwertung der Rallye Dakar verteidigt. Nach der dritten Etappe von Puerto Madryn bis Jacobacci hat der Volkswagenpilot nun einen Vorsprung von fast vier Minuten vor seinen Verfolgern.

Der Spanier Carlos Sainz hat am dritten Tag der ersten Dakar in Südamerika seinen Anspruch auf den ersten Volkswagen-Sieg beim Marathon-Klassiker bekräftigt. Der 46 Jahre alte Madrilene baute auf der mit 551 km längsten Prüfungen 2009 seine Spitzenposition aus. Sein neuer Verfolger ist mit einem Rückstand von 3:40 Minuten Nasser Al-Attiyah (Katar), der sich mit seinem zweiten Tagessieg im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams von Platz vier verbesserte. Al-Attiyah, der mit seinem Auftaktsieg am Samstag als erster Araber bei der Dakar geführt hatte, verdrängte damit das Volkswagen-Team Giniel de Villier/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) vom zweiten auf den dritten Platz (Rückstand: 5:45 Minuten).

Der dreifache deutsche Rallyemeister Dieter Depping aus Wedemark und sein Berliner Beifahrer Timo Gottschalk, beide erstmals im offiziellen Dakar-Kader von Volkswagen, verbesserten sich mit der drittschnellsten Tageszeit vom 26. auf den 15. Platz. Der 42 Jahre alte Niedersachse Depping büßte beim Auftakt wegen eines Elektrikproblems eine Stunde ein und erreichte deswegen am Samstag nur den 79. Rang.

Mitsubishi fällt ab

Dakar-Dauersieger Mitsubishi hat auf der 664 km langen Etappe von Puerto Madryn in das westlich gelegene Jacobacci etwas an Schwung verloren. Bester der Roten aus Japan, die seit 2001 ununterbrochen siegten, ist der französische Rekordgewinner Stéphane Peterhansel, der auf dem vierten Platz bereits 8:47 Minuten hinter Sainz zurücklag. Teampartner Luc Alphand, Sieger 2006, büßte auf dem Mixed aus rauem Schotter und tiefen Sand 33 Minuten ein und rutschte vom sechsten auf den zehnten Rang ab.

Bei den Motorrädern hat sich am dritten Tag der spanische KTM- Pilot Marc Coma von seinen Verfolgern weiter abgesetzt. Mit seinem zweiten Tagessieg baute der 32-jährige Dakar-Sieger von 2006 seine Führung zu einem klaren Vorsprung von 39:11 Minuten auf den Franzosen David Fretigne auf Yamaha aus. Der niederländische KTM-Fahrer Frans Verhoeven (KTM) fiel um 2:03 Minuten zu Fretigne auf den dritten Platz zurück.

Die argentinischen Schotter- und Sandpisten erwiesen sich auch am dritten Tag als Reifenmörder für die Zweiradartisten. Der Franzose Cyril Despres, Sieger von 2007 und 2005, wurde von mehreren Reifenschäden so stark gebremst, dass er mit einem Rückstand von bereits 1:32:50 Stunden nur auf dem 22. Platz rangierte und einer weiteren Siegchance beraubt wurde.

Toni Hoffmann, DPA / DPA

Wissenscommunity