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Smart im Museum: Vom Eckigen zum Runden

Nein, der Smart steht nicht zum ersten Mal im Museum. Das Museum of Modern Art hat schon länger einen im Stock. Aber das Mercedes-Museum in Stuttgart zeigt zum ersten Mal die (fast) komplette "smart story".

Kaum zu glauben, dass aus diesem eckigen Kasten mit den spitzen Kanten einmal die runde Lifestyle-Kugel namens Smart werden würde. Gleich am Anfang der Smart-Ausstellung steht das fast lebensgroße Foto einer Studie, die Daimler-Benz 1981/82 für ein Stadtauto zusammenbaute. 2,5 Meter lang, entstanden unter dem Eindruck von Ölkrise und zugeparkten Innenstädten. Schon damals, so strickt Mercedes-Benz auch im Ausstellungskatalog an der Legende, habe man daran gedacht, mit einem solchen Auto das Querparken zu ermöglichen. Weil der Kasten aber nicht den Sicherheitsansprüchen genügte, wurde der Entwurf wieder ad acta gelegt.

Zehn Jahre dauerte es, bis die Idee bei Mercedes wieder aktuell wurde - und eine Studie ist daran schuld. Deren Kernaussage: Im statistischen Schnitt fahren nur 1,2 Personen in einem Auto und das weniger als 30 Kilometer pro Tag. Ein Auto für die urbanen Ballungsräume schien die konsequente Lösung - und zwei Showcars entstanden daraus 1993: Der Eco Sprinter und der Eco Speedster. Beide sehen schon ziemlich heftig wie ein Smart aus. Der kam dann fünf Jahre und eine ganze Reihe Studien später auf den Markt: Im Oktober 1998 war die Markteinführung - mit Bodypanels und tridion Sicherheitszelle.

Wo bleibt Hayeck?

Auch wenn es in der Ausstellung so aussieht, als sei der Smart allein auf den Zeichenbrettern der Mercedes-Ingenieure entstanden und gereift - mindestens den gleichen Anteil hatte jemand daran, der weder was mit Autos noch gar mit Mercedes-Benz zu tun hatte: Nicolas G. Hayeck, Erfinder der Swatch. Der hatte schon 1989 mit viel Medienecho verkündet, dass er ein kleines buntes Kunststoffauto für die Stadt entwickele - ein "Swatch-Auto". In Mercedes fand er einen Partner, mit dem er die Idee schnell umsetzen konnte. Die Micro Compact Car AG (MCC) entstand, mit Sitz im schweizerischen Biel, Produktionsstätte im französischen Hambach und dem Entwicklungszentrum in Deutschland. Eine Kooperation, ohne die es den Smart nicht gäbe - und die gründlich schief ging. Und die man auf der Ausstellung selbst zur ganz verschämt am Rande erwähnt. Seit 1998 jedenfalls gehört MCC zu 100 Prozent Daimler-Benz.

Auch wenn die Ausstellung vordergründig den Eindruck vermittelt, der Smart sei eine Entwicklung nur von Daimler-Benz: Sehenswert ist sie allemal. Kaum sonst wo kann man so kompakt ablesen, wie viel Potential in der kleinen Kugel steckt und wie viel Kreativität und Phantasie die Designer in sein Konzept gesteckt haben. Feuerwehr- und Polizeifahrzeug, rollendes Büromobil, kunterbuntes Lifestyle-Auto und Mini-SUV: Und das alles übersichtlich präsentiert mit 18 Exponaten auf ein paar Dutzend Quadratmetern. Und als krönender (vorläufiger) Abschluss: Der letzte Smart der ersten Baureihe, der als 770.256. in Hambach vom Band direkt hierher ins Museum rollte - und der neue Smart, der ab dem Frühjahr bei den Händlern stehen wird. Und jetzt schon mal im Museum.

Die Ausstellung geht bis zum 14. Januar 2007 und ist Dienstag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart.

Pressinform / PRESSINFORM

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.