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Tipps für die kalte Jahreszeit: So machen Sie Ihr Auto winterfest

Vereiste Türschlösser, gefrorenes Kühlerwasser, poröse Gummidichtungen. Frost setzt einem Auto zu. So kommen Sie und Ihr Auto sicher durch die anstehenden Wintermonate.

In der kalten Jahreszeit ist die Sicht oftmals eingeschränkt, umso wichtiger ist die optimale Beleuchtung

In der kalten Jahreszeit ist die Sicht oftmals eingeschränkt, umso wichtiger ist die optimale Beleuchtung

Meteorologisch hat er bereits am 1. Dezember begonnen, am 22. beginnt er auch kalendarisch, aber bisher hat er sich von seiner milden Seite gezeigt: der Winter. Dennoch sollten Autofahrer auf Schnee, Eis und Frost vorbereitet sein. Klare Sicht und gute Beleuchtung sind besonders in den dunklen Wintermonaten enorm wichtig. Auch um die einwandfreie Funktion von Batterie, Dichtungen und Kühlsystem sollte man sich kümmern. Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks überstehen Auto und Insassen die kalte Jahreszeit ohne Probleme und vor allem unbeschadet.

Winterreifen

Als allererste Maßnahme steht der Wechsel auf Winterreifen auf dem Plan. Wer bei Schnee & Matsch mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt. Sorgt man mit einem falsch bereiften Auto für eine Behinderung, Gefährdung oder einen Unfall werden sogar 80 bis 120 Euro fällig.

Da Wintereinbrüche plötzlich kommen können, sollten Sie auch in milden Wintern spätestens im November die Bereifung Ihres Fahrzeugs wechseln. Bereits bei leichten Plusgraden kann es teilweise zu glatten Fahrbahnen kommen.

Wichtig bei den Winterreifen ist eine ausreichende Profiltiefe (mindestens vier Millimeter empfehlen Experten). Doch der beste Grip auf der Straße hilft wenig bei wartungsbedürftigen Bremsen. Die Bremsscheiben sollten Sie vor Wintereinbruch in der Werkstatt checken lassen.

Frostschutz

Das Kühlwasser im Motorraum muss unbedingt mit einem Frostschutzmittel versetzt werden. Ansonsten können Schläuche bei Frost aufplatzen und der Motor wird nicht mehr gekühlt. Schwerwiegende Motorschäden sind die Folge.

Der Behälter mit dem Scheibenwasser sollte ebenfalls mit frostfestem Reiniger gefüllt werden. So bleibt die klare Sicht auch im Winter erhalten. Nach dem Einfüllen, sollten Sie mehrfach den Scheibenreinigungshebel betätigen, damit sich das Mittel bis in die Drüsen verteilt. Damit Sie nicht nur gut sehen, sondern auch gesehen werden, empfiehlt sich eine Kontrolle der Beleuchtung.

Die Scheibenwischerblätter sollten Sie überprüfen und gegebenenfalls austauschen. Schlieren auf der Frontscheibe behindern in der Dunkelheit besonders stark die Sicht. Damit die Wischerblätter nicht auf der Scheibe festfrieren, können Sie diese anheben, solange der Wagen steht.

Autobatterie

Der mit großem Abstand häufigste Grund für Pannen im Winter ist eine kaputte oder entleerte Autobatterie. Gerade Fahrzeuge, die seltener bewegt werden, sollten in der kalten Jahreszeit im Idealfall lediglich für längere Fahrten benutzt werden. Der Strombedarf im Winter ist deutlich höher als in den warmen Monaten. Licht, Gebläse, beheizbare Heckscheibe, Sitzheizung und Co. nagen am Energiespeicher. Zeigt die Batterie erste Ermüdungserscheinungen, wie etwa das Verzögern des Startvorgangs, so sollten Sie diese prüfen und gegebenenfalls austauschen lassen.

Dichtungen und Türschlösser

Oftmals werden die Türdichtungen bei der Pflege vernachlässigt. Mit speziellen Silikonstiften oder -sprays können Sie diese davor bewahren, porös zu werden. Gerade im Winter ist ein gut abgedichtetes Auto wichtig, das schnell aufheizt und die Wärme im Wagen hält.

Zum Enteisen der Türschlösser hilft ein handelsübliches Enteisungsspray, das Sie im Notfall griffbereit haben sollten und daher nicht im Handschuhfach aufbewahren. Wovon dringend abzuraten ist, ist das Enteisen mit kochendem Wasser, da die Scheiben durch den großen Temperaturunterschied springen könnten.

Lack

Fällt der erste Schnee oder gefrieren die ersten Straßen über, schicken Städte und Kommunen die Schneeräumfahrzeuge los. Diese verteilen Sand-Salzgemische auf der Fahrbahn. Ist der Schnee wieder abgetaut, bleiben die Räumungsmittelreste oft noch wochenlang liegen. Aus den kleinen Steinchen können beim Rüberfahren echte Geschosse werden, die den Lack zerkratzen, das Salz kann zusätzlich die Karosserie angreifen. Daher lohnt es sich, wenn Sie nach der Autowäsche einen Hartwachs als Schutzmaßnahme auftragen. So minimieren Sie die Gefahren für Lack und Karosserie bis zum Frühjahr.

Finn Rütten
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