Wander-Hotels Wandern und Trappern wie in alten Zeiten


Vergessen Sie den Leistungsdruck. Genießen Sie Natur und Stille. Die Wirte der Wanderhotels wollen die wahren Werte der Bergwelt vermitteln. Mit speziellem Gerät dringen die Wanderer in unberührte verschneite Landschaften vor.

Von wegen Schuhe. Wie Flossen kommen uns diese Untersetzer vor mit denen wir reichlich tollpatschig über den schneebedeckten Abhang am Hotel watscheln. Doch erstaunlicherweise ist die Eingewöhnungsphase kurz. An den richtigen Schneeschuh-Tritt haben wir uns schnell gewöhnt und stellen fest: Die Spezial-Treter, die wie Mini-Ski unter die winterlichen Wanderschuhe geschnallt werden, sind eine geniale Erfindung. Man kommt damit gut voran auf tief verschneiten, ungeräumten Wegen. Schon zu Großvaters Zeiten haben sich die Alpenbewohner hölzerne Untersetzer gefertigt, um all zu tiefes Einsinken in die weiße Pracht zu verhindern. Allerdings sind die Ur-Schneeschuhe um einiges schwerer gewesen als heutige Modelle. Inzwischen ist Schneeschuhwandern kein Kraftakt mehr. Wer mit modernen Holz-, Kunststoff- oder Alu-Tatzen ausgerüstet ist, braucht etwas Kondition – muss aber beileibe keine Sportskanone sein um Ausflüge zu genießen, die durch einsame, dick verschneite Wälder führen, über unberührte Pulverschneeflächen, zu Aussichtspunkten, die ohne Hilfsmittel im Winter völlig unerreichbar wären.

70 Wanderhotels bieten große Vielfalt

Eine gute Gelegenheit, die winterliche Bergwelt abseits von allem Pistenrummel mit Schneeschuhen zu entdecken, bieten Europas Wanderhotels. Rund 70 Betriebe in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz haben sich zu diesem Verband zusammengeschlossen. Was sie vereint, ist die gemeinsame Philosophie: Der Anspruch, nachhaltigen Tourismus zu fördern und den Gästen die wahren Werte der Bergwelt zu vermitteln. Die Wirte der Wanderhotels sind selbst ausgemachte Naturliebhaber, die alpine Landschaften nicht als Terrain für Hochleistungssport und Fun-Sportarten betrachten. Wandern, das ist für sie eine Art Heilnahrung für Körper und Seele. Genuss für die Sinne. Erfahrung von Stille. Einklang mit der Natur. Auch wenn das in manchen Ohren noch so altmodisch klingt. Bei angebotenen Aktivitäten geht es nicht um messbare Superlative, nicht um die ultimativen Trends. Sondern um das, was dem eigenen Körper am besten bekommt.

Das Programm der Wanderhotels, reicht von leichten Genuss-Wanderungen bis zur anspruchsvollen Klettertour. Vom Weitwandern mit Gepäcktransport bis zum Nordic-Walking-Kurs mit Profi-Begleitung. In der Regel ziehen die Wanderwirte selbst mit ihren Gästen los - zu jeder Jahreszeit. Sie kennen ihre Region wie ihre Westentasche, wissen, wie man sicher zu den attraktivsten Zielen kommt und auch, wo die nächste urige Hütte zur gemütlichen Einkehr einlädt.

Damit Einsteiger und Aufsteiger genau das richtige Basislager finden, haben die Wanderhotels ein eigenes Bewertungskriterium eingeführt: die „Bergkristalle“. Drei Kristalle stehen für eine solide Grundausstattung und ebensolche Wanderungen – drei mal pro Woche. Diese Häuser wollen in erster Linie ungeübte Wanderer ansprechen. Vier Bergkristalle bedeuten, hier wird drei bis fünf Mal pro Woche gewandert, getrappert oder gewalkt. Außerdem bieten diese Hotels ein vielseitiges Relax-Angebot: Meist stehen Sauna und Pool zur Verfügung und Masseure, die strapazierte Muskeln lockern. Höchste Ansprüche von Wanderfreaks dagegen werden in Unterkünften mit fünf Bergkristallen erfüllt: Hier darf man Top-Ausstattung erwarten, komfortable Wellness-Oasen und fünf Wandertouren in jeder Urlaubswoche.

Press-Inform

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