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James-Bond-Auto: Paar bezahlte 100 Dollar für Lotus-Sportwagen und verkaufte ihn für eine Million an Elon Musk

Ein Ehepaar aus New York kaufte 1989 den Inhalt eines Lagerraums. Darin stand ein merkwürdiges Auto ohne Räder aber mit Flossen. Es war der Lotus Esprit, der zu einem James-Bond-Auto umgebaut wurde.

Nach dem Umbau 

Nach dem Umbau 

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Lotus Esprit, der kantige Sportwagen aus den 70er Jahren, wurde berühmt, weil er im James-Bond-Film "The Spy Who Loved Me" von 1977 mitspielte. Als Bond-Car, das tauchen konnte und unter Wasser Raketen abfeuerte. Diese Szene soll Elon Musk so beeindruckt haben, dass er entschied, dass das Design des Cybertrucks von Tesla sich an dem Kult-Auto der 70er orientieren solle. Den James-Bond-Wagen hatte Elon Musk schon im Jahr 2013 gekauft, für fast eine Million Dollar.

Vergessen in einer Garage

Und dieser Lotus hat eine ganz besondere Vorgeschichte. Zuerst war das Auto ein Star in dem Film, dann geriet er in Vergessenheit. Später wurde es von einem Paar aus Long Island, New York, entdeckt. Die beiden beteiligten sich an Auktionen für Lagerräume, bei denen die Miete nicht bezahlt wurde. Für nur 100 Dollar erhielten sie 1989 den Zuschlag bei einer blinden Aktion – weder Verkäufer noch Käufer durften zuvor einen Blick in den Lagerraum werfen.

Das Paar wusste nicht, was sie erwartete, und sie hatten auch keine Ahnung von Autos. "Sie wussten nicht, was es für ein Fahrzeug war", sagte Doug Redenius, von der Fleming Foundation, die das James-Bond-Auto später authentifizierte, zu NBC News. "Sie hatten keine Ahnung, wie wertvoll ihre Entdeckung war." Das Paar besaß eine Firma, die Baufahrzeuge vermietete. Sie hatten noch nie einen James Bond Film gesehen und standen etwas ratlos vor einem Sportwagen, der Propeller und Flossen besaß – aber keine Reifen. Mit einem Lkw wollten sie das Unikum abtransportieren. Der Mann hatte vor, das verbeulte Dach instand zu setzen. Aber schon auf dem Weg wurden sie von anderen Truckern angefunkt, die den "James Bond"-Wagen erkannten.

Versteigert bei Sotheby's

Zuhause besorgten sich die beiden den Film und waren begeistert. Sie setzten den Lotus oberflächlich instand und stellten gelegentlich aus, bis sie ihn im Jahr 2013 bei RM Sotheby's versteigern ließen. Dort schlug Elon Musk zu. Er zahlte angeblich 997.000 Dollar für das Auto.

Als stolzer Besitzer des Lotus musste er dann feststellen, dass beim Film durchaus getrickst wird. Sein Lotus wurde für den Film in ein U-Boot umgebaut. Danach konnte der Esprit zwar tauchen, aber er konnte sich nicht mehr in ein Straßenfahrzeug zurückverwandeln. Diesen Part übernahm ein anderes Modell. Anstatt Rädern hatte die "Wet Nellie" – so der Spitzname – nun Flossen.

Bei der Präsentation des Cybertrucks erwähnte Musk seinen Kauf, das kantige Design soll als Inspiration für den Look von Teslas neuen Cybertruck gedient haben.

Irrsinniges Überholmanöver

Ein Lotus Esprit S1 ohne James-Bond-Geschichte kostet deutlich weniger – für 50.000 Euro sollte man den kultigen Sportwagen bekommen können.


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