Studie Volvo C 30 Wie einst Schneewittchen

Der neue Volvo C 30 ist eine der meistbeachteten Studien auf der diesjährigen Detroit Motor Show. Es gibt coolere, es gibt schnellere und ein paar heißere Öfen findet man auf der größten amerikanischen Messe ebenfalls. Aber wer bleibt nicht an diesem Schmuckstück hängen, das uns so grandios an den Schneewittchensarg der 60er Jahre erinnert?

Volvo scheint auf einem guten Weg. Die Hausaufgaben sind gemacht, die Modellpalette besonders mit der Kompaktreihe S 40 / V 50 und dem neuen Cabriolet C 70 wieder auf Vordermann gebracht. Der Trend geht nicht nur zu SUVs und Vans, sondern auch zu kompakten Autos im Edelgewand. Da, wo derzeit Audi A3 Sportback und die 1er-Serie von BMW dem Rahm abschöpfen, will künftig auch Volvo mit von der Partie sein. Aushängeschild ist der Volvo C 30, der auf der North American International Auto Show (NAIAS) erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird.

Der in Detroit gezeigte Volvo C 30 ist eine realitätsnahe Studie, die sich von der für Herbst geplanten Serienversion kaum unterscheiden dürfte. Der straßentaugliche Volvo C 30 soll im September auf dem Pariser Automobilsalon auf die geneigte Kundschaft losgelassen werden und noch in diesem Jahr beim Händler stehen. Ähnlich wie sein Vorbild, der legendäre Schneewittchensarg, verfügt auch der moderne gezeichnete C 30 über zwei Türen und vier Sitzplätze. Er ist 4,24 Meter breit und basiert auf dem Volvo S 40. Die Heckklappe ist komplett aus Glas gefertigt und orientiert sich damit am traditionsreichen Vorgänger, den schon Film-Agent Simon Templar durch das Vereinigte Königreich chauffierte. Zudem weist der C 30 zahlreiche Komponenten der Sicherheitsstudie SCC auf, die in den vergangenen Jahren auf mehreren Automessen präsentiert wurde. "Unser Ziel war es, ein kraftvolles Erscheinungsbild sportlich und kompakt zu verpacken ", erklärt Volvo Designdirektor Steve Mattin. Markant sind neben den breit ausgestellten Kotflügeln und der verglasten Klappe die kraftvolle Frontpartie mit den leicht angewinkelten Scheinwerfern und die leicht abfallende Dachlinie, die eine Mischung aus Crossover und Tourer mimt.

Einzigartige Rückleuchtengrafik

"In der außergewöhnlichen Gestaltung der Glas-Heckklappe sind Elemente sowohl des klassischen Volvo P1800 ES als auch der Konzeptstudie SCC zu finden. Die Rückleuchtengrafik ist so einzigartig, dass für jeden sofort klar sein wird, welches Fahrzeug da vorausfährt", sagt Steve Mattin. Im Innenraum sollen beim späteren Serienmodell hochwertige Materialien für Wohlfühlambiente sorgen. Die hinteren beiden Einzelsitze sind leicht zur Mitte versetzt. "Zwischen den Vordersitzen befindet sich eine optisch quasi frei schwebende, fließende Mittelkonsole, die man durch das großformatige Heckfenster sogar von außen sehen kann", erklärt Mattin ein markantes Detail des Designkonzepts.

Damit die betuchte Kundschaft, die bisher bei Alfa, BMW oder Audi fündig wurde, auch zum Schweden herüberschielt, sollen kraftvolle Motoren für sportlichen Vortrieb sorgen. Das Messemodell wird von einem 260 PS starken Fünfzylinder-Turbomotor angetrieben..0 auf 100 km/h in sechs Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h lassen keine Wünsche offen. Zunächst nur der Studie vorbehalten bleiben sollten die 19-Zoll-Aluminiumräder mit Pirelli Corsa-Reifen im Format 225/35 R19 und die Hochleistungsbremsanlage von Brembo. Doch auch das Serienmodell soll im nächsten Jahr als Sportversion verfügbar sein. "Sportliche Fahreigenschaften sind in diesem Segment ein Muss. Ein Fahrzeug, das Kraft und Dynamik ausstrahlt, muss dieses Versprechen im Fahrerlebnis einlösen", unterstreicht Projektdirektor Håkan Abrahamsson.

Kai Petersen/Press-Inform

Mehr zum Thema



Newsticker