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Verkehrssicherheit: Alkoholverbot für Fahranfänger unter 25?

Nach dem Alkoholverbot für Fahranfänger unter 21 Jahren fordern deutsche Versicherer nun eine Erweiterung der Altersgrenze. Sie wollen damit die Zahl der Unfälle mit Toten und Schwerverletzten weiter verringern.

Das Alkoholverbot für Autofahrer unter 21 Jahren sollte nach Auffassung der deutschen Versicherer bis zum 25. Geburtstag ausgedehnt werden. So sei im Jahr 2005 der Anteil der Unfälle mit Personenschäden in der Altersgruppe der 21- bis unter 25- Jährigen mit fast 18 Prozent höher gewesen als bei den jüngeren Fahrern ab 18, erläuterte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Das absolute Fahrverbot tritt für Fahranfänger während der zweijährigen Probezeit und junge Fahrer unter 21 Jahren in Kraft. Verstöße gegen das Verbot führen im Regelfall zu einem Bußgeld von 125 Euro und zu zwei Strafpunkten in Flensburg. Der Versicherungsverband sprach von einem Schritt in die richtige Richtung. "Wir erwarten einen Rückgang vor allem bei den schweren Unfällen mit Toten und Schwerverletzten", sagte Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer im GDV. Laut Verband können die Kfz-Haftpflichtversicherer bei einem alkoholbedingten Verkehrsunfall generell vom Verursacher bis 5000 Euro Regress nehmen. "Wer unter Alkoholeinfluss Auto fährt, riskiert zudem den Versicherungs-schutz seiner Kaskoversicherung."

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