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"EarthBrowser": Interaktiver Globus

Der "EarthBrowser" lässt den guten alten 3D-Globus recht alt aussehen. Die digitale Variante erlaubt es, direkt in den eigenen Garten hineinzuzoomen, Hurricans zu verfolgen und die aktuelle Temperatur am Urlaubsort herauszufinden.

Was kann der gute alte Kinderzimmer-Globus schon? Bestenfalls im Dunkeln leuchten. Ganz anders sieht der Fall beim EarthBrowser aus, der sich gerne auch mit einer deutschen Benutzerführung starten lässt. Das Programm, das einen schnellen Rechner mit mindestens 128 MB RAM und einer 800-MHz-CPU voraussetzt, malt einen 3D-Globus auf den Schirm, der dank gemappter Satellitengrafiken aussieht wie frisch aus dem Space-Shuttle-Fenster heraus beobachtet. Der Globus dreht sich langsam vor dem Hintergrund des tiefschwarzen Weltraums um die eigene Achse. Gelb leuchtende Punkte zeigen derweil die Lage der wichtigsten Städte an.

Wolken, Wetter und Vulkane

Automatisch bezieht das Programm den Wetterbericht für 17.000 Städte auf der Erde. Es reicht aus, mit der Maus über einen gelben Punkt zu streichen, um den Namen der Stadt und die aktuell dort herrschende Temperatur abzufragen. Wie heiß ist es gerade in New York? Diese Frage ist damit sehr schnell beantwortet. Alle paar Stunden holt sich die Software die neuesten Daten aus dem Internet. Dabei ist es mit dem vorausschauenden Wetterbericht noch nicht getan. Der "EarthBrowser" bezieht auch die neuesten Satellitenbilder, um so ein lebendiges Bild unserer Erde auf den Bildschirm zu zeichnen. So ist es kein Problem, den Zug der Wolken zu beobachten, einem Hurrican nachzuspüren oder einen Vulkanausbuch zu observieren. Das Programm weist auch auf die aktuellen Erdbeben hin und kann den Weg von Eisbergen verfolgen. Auch Buschfeuer behält das Programm im Auge.

EarthBrowser 2.10.3

System

ab Windows XP/2000

Autor

Lunar Software

Sprache

Deutsch

Preis

23.95 Dollar

Größe

5.3 MB

15 Meter pro Pixel

Per Mausklick lässt sich der Globus in zahllosen Schritten immer mehr vergrößern und heranzoomen. Am Ende ist es tatsächlich möglich, einzelne Felder und Häuser auf dem Bildschirm auszumachen - 15 Meter pro Pixel beträgt die maximale Auflösung und das gleich weltweit. Die Erkundung einzelner Regionen macht in diesem Modus sehr viel Spaß. Die Satellitenbilder zeigen dabei auch sehr schön, wie manche Flüsse viel Dreck in den Ozean spülen oder wie flach das Meer um die Malediven herum wirklich ist. Auch die Ausbreitung der Wüsten erscheint in der globalen Ansicht plötzlich erschreckend real.

Wer einen noch besseren Eindruck von den Orten auf dieser Welt erhaschen möchte, öffnet das WebCam-Verzeichnis. Das stellt per Mausklick eine Verbindung zu einer der zahlreichen an das Internet angeschlossenen Kameras her, die weltweit an interessanten Orten aufgestellt sind. Das aktuelle Camfoto lässt sich dann im Fenster bestaunen.

Download beim Hersteller: www.earthbrowser.com

Carsten Scheibe
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