"Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen" Maskottchen und Medaillen


Schwitzen vor der Wii: "Mario & Sonic bei den Olympischen Spieler" fordert vor allem dem Spieler Höchstleistungen ab. Der muss die Wiimote nach Kräften rütteln, schütteln, drehen, schwingen, ziehen und in die Luft reißen.

Fairness kommt vor Eitelkeit: Jedes der beiden Traditionsunternehmen schickt acht Helden und Schurken ins Rennen um die Medaillen. Und davon gibt es eine Menge zu holen. Insgesamt 20 Disziplinen hat Entwickler Sega umgesetzt - das Gros davon ist erwartungsgemäß in der Leichtathletik angesiedelt. Weitsprung, Speerwurf, 100 Meter Sprint einzeln und in der Vierer-Staffel, Hochsprung mit und ohne Stab, Hürdenlauf, Dreisprung. Hinzu kommen noch ein paar Exoten: Skeetschießen etwa. Oder Rudern im Einer. Tischtennis. Schwimmen. Fechten. Und die wohl kniffligste Disziplin von allen: Trampolinturnen.

Knifflig deshalb, weil Entwickler Sega jede der Sportarten an die Steuerung per Wiimote und Nunchuck angepasst hat. Sprich: Wii-Sportler müssen die beiden Controller wie irre schütteln, rütteln, in die Luft reißen, drehen, neigen, schwingen - und im rechten Moment ein paar Buttons drücken, was beim Trampolinspringen irgendwie alles gleichzeitig geschehen muss, damit am Ende eine ordentliche Kür entsteht. Klar, dass ein tumber Geselle wie Bowser hier eine wesentlich schlechtere Figur macht als Prinzessin Peach, dafür aber aber beim Hammerwerfen größere Weiten erzielt. Wer will, kann allerdings auch den eigenen Mii-Avatar in die Wettkämpfe eingreifen lassen.

Fernab derer warten noch eine Hand voll Traumdisziplinen, wie etwa das Skydiving oder ein Wettlauf in "Mario Kart"-Manier, bei dem allerlei Gimmicks eingesetzt werden dürfen. Allerdings müssen die erst nach und nach durch rege Teilnahme bei diversen Zirkelwettkämpfen freigeschaltet werden. Wer seine Athlethen auf eine besonders harte Probe stellen will, darf im Einzelspieler-Modus Missionen bestreiten, die sich an die wahren Könner richten. Dabei werden mitunter Hammerwürfe verlangt, die exakt in der Mitte des Feldes landen sollen ... Etwas einfacher gestrickt sind indes diverse Mini-Games, in denen Wissen über die Olympischen Spiele der Antike und Neuzeit vermittelt wird.

Grafisch ist das alles hübsch bunt, wenngleich nicht sonderlich berauschend umgesetzt. Dazu gibt's das übliche "Oh no!" oder "I am a Winna"-Gesäusel der Charaktere. Was zählt, ist jedoch die Steuerung. Und die funktioniert in den meisten Fällen tadellos, ist leicht zu erlernen und dürfte selbst Casual-Gamer beim zweiten oder dritten Anlauf nicht mehr überfordern.

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen

Hersteller/Vertrieb

Sega/Sega

Genre

Sport

Plattform

Nintendo DS, Wii

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Fazit: "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen" ist ein ebenso familientaugliches wie spaßiges Game, das mit vier Freunden vor der Wii zu Hochform aufläuft und mitunter für echten Muskelkater sorgen kann.

Gerd Hilber/Teleschau TELESCHAU

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