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Schneller und mehr Akkulaufzeit: Apple motzt das Macbook auf

Schnellere Festplatte, längere Akkulaufzeit und ein neues Bedienfeld: Apple hat klammheimlich sein 15-Zoll-Macbook überarbeitet. Außerdem gibt es einen neuen iMac mit ultrahochauflösendem 5K-Display.

Das neue Macbook Pro mit schnellerer SSD und Force-Touch-Trackpad

Das neue Macbook Pro mit schnellerer SSD und Force-Touch-Trackpad

Gestern brodelte es noch in der Gerüchteküche, nun ist es offiziell: Apple hat sein Macbook Pro mit Retina-Display in der 15-Zoll-Variante überarbeitet. Die aufgemotzten Rechner können ab sofort im Online Store bestellt werden. Im Vergleich zu vorherigen Modellen sind die neuen Macbooks schneller, halten länger durch und bieten eine neue Bedientechnik.

Macbook Pro mit Force Touch

Die wohl größte Neuerung ist die Force-Touch-Technologie im Trackpad, die man bereits vom neuen Macbook (12 Zoll) und der Apple Watch kennt. Grob gesagt, kann das Trackpad unterscheiden, ob man nur sanft tippt oder kräftig klickt. Dadurch sind weitere Aktionen möglich: Im Quicktime-Player kann man durch stärkeres Drücken auf die Vorspul-Taste schneller spulen, im Browser eine Link-Vorschau aufrufen und in der Kartenanwendung Stecknadeln zur Navigation einfügen.

Zudem sind die eingebauten SSD-Speicher flinker und der Akku langlebiger geworden. Statt acht bietet die Batterie nun neun Stunden Laufzeit. Die neuen Broadwell-Chips von Intel kommen im neuen Macbook allerdings nicht zum Einsatz. Wie "Ars-Technica"-Redakteur Andrew Cunningham von Apple erfahren haben will, setzt Apple beim neuen Macbook angeblich weiter auf den Vorgänger mit Haswell-Technologie. Möglicherweise gibt es im Herbst, wenn Intel seine neue Prozessor-Generation startet, noch einmal ein Update.

Das 15-Zoll-Macbook gibt es in zwei Varianten: Das günstigere Modell ab 2.249 Euro hat keine dedizierte Grafikkarte, sondern setzt auf den integrierten Iris-Pro-Chip von Intel. Das teurere Modell ab 2799 Euro hat einen schnelleren Prozessor (2,5 statt 2,2 Ghz), mehr Speicher (512 statt 256 GB) und eine Grafikkarte (AMD Radeon R9 M370X). Dank der separaten Grafikkarte ist das Premium-Modell laut Apple bei rechenintensiven Anwendungen wie etwa Videoschnitt oder 3D-Animationen bis zu 80 Prozent schneller.

Neues Einsteiger-Modell des iMac 5K

Zeitgleich hat Apple noch ein neues Einsteiger-Modell des 5K-iMac mit 27-Zoll-Display (Auflösung: 5120 x 2880 Pixel) vorgestellt. Der Desktop-Rechner kostet 2299 Euro und hat einen 3,3-Gigahertz-Prozessor (Intel i5), acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 1-Terabyte-Festplatte. Das 300 Euro teurere Top-Modell bietet einen schnelleren Prozessor (3,5 Ghz) sowie eine Fusion-Drive-Festplatte mit SSD-Partition. 

Viele Branchenbeobachter hatten erwartet, dass Apple die neuen Geräte erst zur Entwicklermesse WWDC vorstellt, die ab 8. Juni in San Francisco stattfindet. Der Star der Messe wird wohl ein neuer Apple TV werden, außerdem soll ein neuer Musik-Streamingdienst vorgestellt werden.

Christoph Fröhlich
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