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Cebit 2008: Cebit lockt mehr Besucher

Das neue Konzept scheint aufgegangen zu sein: Trotz weniger Ausstellungsfläche, einer kürzeren Laufzeit und einem Rückgang von Ausstellern fuhren 2008 wieder mehr Technikinteressierte zur Cebit nach Hannover, der weltgrößten IT-Messe der Welt.

Auch ohne Sonderaktionen beim Ticketverkauf hat die weltgrößte Computermesse wieder mehr Besucher angelockt. Insgesamt besuchten 495.000 Menschen die , drei Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Deutsche Messe am Sonntag mitteilte. 2007 hatte die Cebit den langjährigen Abwärtstrend gestoppt und zehn Prozent zum Vorjahr zugelegt. Allerdings hatte die Messe einen Teil der Tickets verbilligt abgegeben. Ein Fünftel der Besucher kam in diesem Jahr aus dem Ausland.

Die Zahl der Aussteller ging allerdings in diesem Jahr auf 5845 (Vorjahr: 6150) zurück. Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe, zog dennoch eine positive Bilanz. "In sechs Cebit-Tagen wurden auf dem Messegelände mehr als zehn Millionen Geschäftsgespräche geführt, Investitionen angebahnt, Aufträge geschrieben", sagte er. "Die sechs Cebit-Tage haben in der globalen ITK-Wirtschaft neuen Optimismus und eine neue Aufbruchstimmung geweckt." Die Messe hatte die Cebit-Dauer um einen Tag gekürzt und das Konzept eher auf die Geschäftswelt und weniger auf die Verbraucher ausgerichtet.

Zwar waren Telekom-Anbieter wie O2 und Freenet nicht mehr vertreten. Dafür kehrten Handyhersteller wie Nokia und Motorola zurück - wenn auch nur mit Repräsentanzen auf den Ständen großer Mobilfunkbetreiber. Auch Firmen wie Avaya und Xerox waren wieder dabei, unter anderem weil sie nun billiger auf der Cebit ausstellen konnten.

Mit "Green IT", also energiesparenden Computern, habe die Cebit der internationalen Branche erstmals eine Plattform für diese zentrale gesellschaftliche Herausforderung geschaffen, sagte Raue. Auch der IT-Fachkräftemangel in Deutschland und die mangelnde Versorgung des ländlichen Raums mit Breitbandanschlüssen waren große Themen der Computer- und Telekommunikations-Leistungsschau.

Reuters / Reuters