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Computerkurs für Senioren: Wissen gegen Snacks

In der "Südpol Station" im Münchner Stadtteil Neuperlach erlernen Senioren den Umgang mit Computern. Der Ablauf des Kurses ist ungewöhnlich, die Bezahlung ebenso: Mit Chips, Gummibärchen und Schokoriegel locken die älteren Menschen ihre Lehrer.

Eines Tages kaufte sich Liesel Staschke-König dann doch einen Computer. "Es gab ein günstiges Angebot und alle haben mir geraten zuzuschlagen. Aber als ich das Ding dann hatte, stand ich erstmal da mit meinem Latein". Noch nie hatte die 69 Jahre alte Rentnerin bis dahin einen Computer benutzt. "Ich hab' mir dann ein Ratgeber-Buch gekauft, aber das war ein ganz dicker Schinken, da hab’ ich sofort abgeschaltet."

Ein normaler Computerkurs kam nicht in Frage

Ähnlich erging es Dagmar Jahns. "Ich hatte in meinem früheren Beruf als Sekretärin zwar schon mit einem PC gearbeitet, aber ich wollte auch mal wissen, wie man ins Internet geht, chattet und Bilder bearbeitet", erzählt die 64-Jährige Münchnerin. "Mein Mann war immer viel zu ungeduldig, um mir das zu erklären." Ein normaler Computerkurs kam für die beiden Freundinnen nicht in Frage. "Da gibt es immer schon welche, die ganz firm sind, und dann kommt man sich selber so vor, als ob man gar nichts kann", so Liesel Staschke- König.

Deswegen sitzen die beiden jetzt in der "Südpol Station" im Münchner Stadtteil Neuperlach. Das wäre eigentlich ein Zentrum nur für Kinder und Jugendliche, gäbe es dort nicht Kerstin Sander und ihr Projekt "Wissen gegen Snacks". "Ich wollte schon immer mal etwas generationenübergreifendes machen", so die 29 Jahre alte Jugendbereichsleiterin. "Ich bin dann auf die Idee mit dem Computerkurs gekommen." Das Konzept klingt einfach: Die Jugendlichen erklären den Älteren, wie man einen Computer bedient, als Ausgleich sorgen die Älteren für Verpflegung. Das ganze einmal pro Woche.

Die Hürden

Als ganz so einfach stellte sich die Umsetzung dann aber doch nicht heraus. "Für die Senioren war das einfach eine ganz andere Welt", erläutert Sander. "Was für die Jugendlichen selbstverständlich ist, dafür haben die Senioren extrem lange gebraucht." Das fing schon bei kleinen Dingen an. "Allein das Schreiben auf einer Tastatur ist den Senioren ganz fremd", so Sander.

"Als Chatten auf dem Lehrplan stand, mussten wir das sogar abbrechen, das ging einfach zu zäh." Außerdem sei es unglaublich schwer gewesen, die Jugendlichen so zu motivieren, dass sie dabei bleiben. "Wenn sie dann da waren, haben sie oft viel zu schnell erklärt oder kannten sich selber gar nicht gut genug aus."

Gesunde Sachen kamen nicht an

Im Gegenzug kamen die von den Senioren mitgebrachten Snacks nicht immer gut bei den Jugendlichen an. "Am Anfang haben die oft gesunde Sachen mitgebracht, das war nicht so toll", sagt Christian Geigenbauer. "Aber dann haben sie gemerkt, dass wir lieber Chips, Gummibärchen und Schokoriegel wollen." Liesel Staschke-König kann den 16-jährigen Realschüler nicht verstehen: "Das macht doch alles dick". Mitgebracht hat sie es den Kindern dann trotzdem, "aber für uns Erwachsene haben wir anständig gekocht".

Trotz aller Komplikationen sei das Projekt ein Erfolg gewesen, sagt Kerstin Sander. "Ich fand es wirklich toll und habe mich gerne darum gekümmert." 30 Senioren stünden auf der Warteliste für den nächsten Kurs. Christian Geigenbauer wird wieder mit dabei sein. «Es macht mir Spaß und es ist immer eine lustige Stimmung im Kurs.» Außerdem stehe die Mithilfe im Zeugnis, «und das wird mir später bei einer Bewerbung sicher helfen».

Auch Liesel Staschke-König und Dagmar Jahns hatten schon ihr ganz persönliches Erfolgserlebnis mit dem Computer. «Die Schilder von unserem Stammtisch sahen früher immer total langweilig aus. Jetzt haben wir sie mit einem Grafik-Programm neu gestaltet und alle waren begeistert».

DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(