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Druckerpapier: Weiß, grau, glatt, unbeschichtet

Welche Stärken und Materialien eignen sich am besten für den heimischen Drucker? Das richtige Papier ist oft Geschmackssache. Probepackungen der Hersteller können Verbrauchern bei der Orientierung helfen.

Für den optimalen Ausdruck spielt neben dem Drucker und der Tinte das Papier eine große Rolle. Kopierpapier in 500-Blatt-Packungen findet sich immer wieder als Sonderangebot für ein paar Euro - das reicht oft für den Alltagsgebrauch.

Es sollte aber nicht das allerbilligste Papier sein, sagt Dirk Lorenz von der Stiftung Warentest in Berlin. "Zumindest sollte darauf geachtet werden, dass die Eignung entweder für Tintenstrahl- oder Laserdrucker auf der Packung steht."

Einige Papiere, besonders die beschichteten, dürfen nicht unbesehen in einem Laserdrucker verarbeitet werden. "Darin entsteht so viel Hitze, dass das Papier schmilzt und der Drucker kaputt gehen kann", erklärt Lorenz. Etwa 180 bis 200 Grad können es im Inneren eines solchen Geräts werden - "da muss man auf geeignete Medien achten", sagt auch Tim Gerber von der Zeitschrift "c't".

Beschichtete Papiere für Bewerbungen

Für Tintenstrahldrucker gibt es speziell beschichtete Papiere, die für ein klares und exaktes Schriftbild sorgen. "Das ist zumindest dann interessant, wenn man Bewerbungen oder wichtige Dokumente schreibt", sagt Lorenz. Auch auf die Dicke des Papiers kommt es in Verbindung mit der Maschine an. Dass Allzweck-Papier, ob günstig oder von einem Markenhersteller, wiegt 80 oder 90 Gramm pro Quadratmeter. Wer auf dickerem Papier oder Pappe drucken will, muss auf die Herstellerangaben des Druckers achten: "Bis 200 Gramm geht bei Tintenstrahldruckern ohne Probleme", sagt Gerber. Einige Laserdrucker hätten bei dieser Stärke allerdings schon Probleme.

Wichtig sei es auch, dem Druckertreiber die Papiersorte zu melden. "Schwierig allerdings ist das, wenn man nicht die Originalpapiere der Hersteller verwendet", sagt Gerber. Denn oft kommen nur die speziellen Namen dieser Papiere in der Software vor. "Da muss man ein bisschen probieren, bis man die richtige Einstellung gefunden hat." Optimal können die Ausdrucke nur auf Original-Herstellerpapieren werden, da sind sich die Experten der großen Druckerhersteller einig. Nur dann gebe es die optimierte Treibereinstellung, Farbwiedergabe und die Angaben über Haltbarkeit stimmen.

Bei Umweltpapier auf den Blauen Engel achten

Denn das ist eines der Probleme bei ausgedruckten Dokumenten: "Wie licht- und feuchtigkeitsbeständig die Papiere sind, ist auf der Packung meist nicht zu sehen", sagt Gerber. Bei diesen Fragen sei man mit dem Original auf der sicheren Seite, sagt Lorenz. "Denn dass die Lichtbeständigkeit nicht gut ist, das sieht man erst nach einiger Zeit." Allzu glatt sollte das Papier auch nicht sein, sagt Dieter Röther, Spezialist für Druckerzubehör beim Hersteller Canon in Krefeld. "Dann kann es Probleme mit dem Einzug geben."

Gegen Umweltpapier haben die Experten unterdessen nichts einzuwenden - für all jene, denen ein leichter Grauton auf der Unterlage nichts ausmacht. "Es gibt gutes Recycling-Papier", sagt Lorenz. Allgemein sollte auf den "Blauen Engel" geachten werden - der steht dafür, dass das Papier unter möglichst umweltfreundlichen Bedingungen hergestellt wurde. Leicht getönt könne das Papier sein. "Aber die Papiere sind ohnehin nicht alle gleich weiß", sagt Lorenz.

Das Weiß allerdings hat einen Einfluss auf die restlichen Farben, sagt Gerber. "Wenn man ein Papier gefunden hat, mit dem man zufrieden ist, dann sollte man das behalten." Lorenz empfiehlt, bei neuem Papier nicht gleich eine Vorratspackung anzuschaffen. Eine gute Möglichkeit, verschiedene Papiere zu testen, sind kleine Päckchen mit unterschiedlichen Papieren. "Die liegen oft den Druckern beim Kauf bei." Auch beim Händler werden diese Packungen gelegentlich angeboten. Die Wahl ist letztlich eine Frage des Geschmacks.

Verena Wolff/DPA / DPA
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