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Einblicke in die Apple-Fabriken von Foxconn: Der Ort, an dem die iTräume entstehen

Der US-Fernsehsender ABC durfte erstmals einen Blick in die Apple-Fabriken in China werfen. Das Fazit des Berichts: Die Arbeitsbedingungen sind besser als erwartet. Aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt.

Von Christoph Fröhlich

Apples angebissener Apfel gilt als eines der bekanntesten Logos der Welt. Auch die 27-jährige Zhou Xiao Ying aus Chengdu in China kennt das Motiv, das wir mit Luxus und Wohlstand verbinden. Sie kennt es vermutlich besser als jeder iPhone-Nutzer, denn sie schneidet die Silhouette jeden Tag aus der Rückseite der iPads aus. Bis zu 6000 Mal pro Schicht. Sie ist eine von mehr als 235.000 Angestellten der Foxconn-Werke in China. Zum Vergleich: So viele Einwohner hat Magdeburg.

Bill Weir, Journalist des US-Fernsehsenders ABC, durfte als erster Reporter weltweit einen Blick in die sonst streng von der Außenwelt abgeschotteten Fabriken werfen, in denen unter anderem Apples Produkte entstehen. Als er Zhou Xiao Ying auf seinem iPad ein Bild seiner Familie zeigt, strahlen die Augen der zweifachen Mutter. Sie vermisse ihre Familie, die sie zurücklassen musste, um bei Foxconn zu arbeiten, sagt sie dem Reporter. Die lebt zwei Stunden Busfahrt entfernt, meist schafft die junge Frau nur einmal im Monat einen Besuch.

Doch auch das iPad des Reporters fasziniert sie: Noch nie hat sie eines der Apple-Tablets benutzt, die täglich in der Fabrik zu Tausenden fertigt werden. Sie kennt nur den Apfel auf der Rückseite. "Was willst du den Leuten sagen, die diese Produkte kaufen? Was sollen sie über dich wissen?", fragt Bill Weir. Sie entgegnet: "Ich möchte, dass sie mich kennen. Ich will, dass sie wissen, wie viel Aufwand wir in diese Produkte stecken."

60 Stunden pro Woche für 300 Dollar

Fünf Tage dauert die Fertigung eines iPads. Dafür sind 325 Arbeiter nötig, die in Handarbeit die einzelnen Bauteile zusammensetzen, egal wie klein sie sind. Roboter gibt es kaum. Ein iPad-Kameramodul ist gerade einmal so groß wie ein Fingernagel - mehr als 300.000 Stück werden am Tag verbaut. 12 bis 15 Stunden dauert eine Schicht, inklusive zwei Stunden Mittagpause, sechs Tage die Woche. Der Lohn: Knapp 300 Dollar im Monat, das sind 1,78 Dollar die Stunde. Das ist für die Arbeiter zu wenig, um die Produkte zu kaufen, die sie selbst bauen. Das ist sogar zu wenig, um eine Familie zu ernähren. Doch diese Sorge dürften die meisten Angestellten noch gar nicht haben: Viele Arbeiter sind sehr jung, die meisten jünger als 18 Jahre. Sie kommen aus ländlichen Gebieten und hoffen auf einen Job bei dem Elektronikhersteller.

Neben den 12-Stunden-Schichten müssen viele Arbeiter noch Überstunden leisten, so die Vorwürfe der Apple-Kritiker. Die Fließbandarbeit sei extrem ermüdend, der Führungsstil militärisch. Die meisten Arbeiter leben in überfüllten Wohnanlagen auf dem Fabrikgelände, sie teilen sich ihre Schlafräume mit bis zu sieben Fremden. Dafür bezahlen sie 17,50 Dollar im Monat, ein Mittagessen kostet 80 Cent - für chinesische Verhältnisse sehr viel.

Überall Netze

Zahlreiche namhafte Elektronikhersteller lassen in den Foxconn-Werken ihre Produkte fertigen: Sony, Microsoft, Intel, Motorola, Dell oder Nintendo zählen zu den Auftraggebern. Doch Apple ist der größte von allen. Als Foxconn vor zwei Jahren mit einer Serie von Selbstmorden unglücklicher Mitarbeiter von sich reden machte, wurden überall riesige Fangnetze aufgestellt. Sie sollten verhindern, dass sich weitere Arbeiter von den Fabrikdächern stürzen. Zudem wurden Psychologen eingestellt und ein Beratungscenter eröffnet. Im vergangenen Jahr sorgten zwei Explosionen innerhalb der Fabrik für negative Schlagzeilen, zahlreiche Mitarbeiter wurden verletzt, einige starben. Nach monatelangen Protesten erhöhte Foxconn den Lohn um bis zu 25 Prozent.

In einem Artikel der "New York Times" Ende Januar warfen frühere Manager dem Apple-Konzern vor, nicht genügend gegen die Ausbeutung der Mitarbeiter zu unternehmen und bei Missständen beide Augen zuzudrücken, solange die Produktionskosten niedrig bleiben. Der neue Apple-Chef Tim Cook entgegnete auf die Vorwürfe: "So sind wir nicht." Er trat der Organisation Fair Labor Association (FLA) bei, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt, und verschaffte FLA-Inspektoren erstmals Zugang zu den Foxconn-Fabriken. "Wir sind der Überzeugung, dass die Beschäftigten überall auf der Welt ein Recht auf ein sicheres und faires Arbeitsumfeld haben", sagte Cook.

Wie ehrlich sind die Ergebnisse?

Rund 35.000 Mitarbeiter wurden für die FLA-Untersuchung anonym befragt, was der Fernsehsender ABC auch beobachten konnte. Die Umfragen werden ausgerechnet mit iPads durchgeführt, die Ergebnisse werden auf einem Server in Neuseeland ausgewertet - weit weg von der Firma. Laut FLA-Chef Auret van Heerden können die überprüften Unternehmen die Umfragen nicht zu ihren Gunsten beeinflussen. Doch auch er gibt zu: "Ich erwarte eine Inszenierung für uns". Nach seinen Erfahrungen könnten Fabriken innerhalb von 20 Minuten so angepasst werden, dass bei Kontrollen nichts Negatives auffalle, so van Heerden. Da werden umstrittene Geräte schnell weggeräumt, Masken aufgesetzt oder Ohrenschützer eingesteckt.

Auf dem ersten Blick war von den schlechten Arbeitsbedingungen, die Apple vielfach vorgeworfen worden sind, nichts zu sehen. Dennoch wären Bilder von Werkspolizisten, die die morgendliche Menschenkolonne in Zaum halten, überfüllten Wohncontainern oder riesigen Netzen gegen Selbstmörder in deutschen Fabriken undenkbar. Doch es bleiben Fragen: War das Gesehene authentisch oder nur eine gute Show? Die aufgesetzten Gesichter der Arbeiter und die immer gleichen Antworten lassen Zweifel. Auch dass ausgerechnet der Fernsehsender ABC einen Blick in die Fabrik werfen durfte - und nicht etwa die kritische "New York Times" - hat einen pikanten Beigeschmack. Der Sender gehört dem Disney-Konzern, dessen größter Anteilseigner der ehemalige Apple-Chef Steve Jobs war. Disney-Chef Robert Iger sitzt zudem im Apple-Verwaltungsrat. Der Untersuchungsbericht der FLA erscheint in wenigen Wochen. Dann wird sich zeigen, ob der Apfel wirklich glänzt oder nur kräftig poliert wurde.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.