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HTC bleibt gelassen Verkaufsstopp für HTC-Geräte in Deutschland möglich

Für HTC könnte das Weihnachtsgeschäft ein schlechtes werden, denn die Geräte des taiwanischen Geräteherstellers könnten aufgrund eines Patentrechtsstreits aus den deutschen Läden verbannt werden.

Für HTC könnte das Weihnachtsgeschäft ein schlechtes werden, denn die Geräte des taiwanischen Geräteherstellers könnten aufgrund eines Patentrechtsstreits aus den deutschen Läden verbannt werden.

Der deutsche Lizenzmanager für Patente IPCom hatte 2009 in einem Patentrechtsstreit gegen HTC Recht zugesprochen bekommen, woraufhin der taiwanische Konzern Berufung einlegte. Eigentlich hätte die Berufung heute verhandelt werden sollen, allerdings hat HTC sie kurzfristig zurückgezogen. Ein Verkaufsstopp von HTC-Geräten in deutschen Geschäften könnte dadurch drohen.

IPCom macht in einem Statement klar: "IPCom plant die einstweilige Verfügung so schnell wie möglich umzusetzen."

Bernhard Frohwitter, IPCom-Geschäftsführer, meldet sich ebenfalls persönlich dazu: "Scheinbar hat HTC akzeptiert, dass es keine realistische Chance gibt, diesen Fall zu gewinnen. Das Gericht hat ganz klar entschieden, dass HTC unsere Patente verletzt und uns die Mittel gegeben, dem ein Ende zu bereiten. Da HTC nie ein Angebot gemacht hat, das dem Wert dieser Patente entspricht, bleibt IPCom keine andere Wahl, als das uns durch die Gerichte zugestandene Recht zu beanspruchen. Das könnte zu einem Verkaufsstopp der HTC-Geräte in den Geschäften während der Weihnachtszeit führen."

HTC sieht jedoch keinen Grund zur Beunruhigung. Laut Medienberichten soll HTC ein Verkaufsverbot jedoch für unwahrscheinlich halten, da die ursprüngliche einstweilige Verfügung lediglich ein HTC-Smartphone betraf, das inzwischen ohnehin nicht mehr in Deutschland erhältlich ist. IPCom ist jedoch der Meinung, dass alle HTC-Geräte von dem Urteil aus dem Jahr 2009 betroffen sind.

Neben Patentrechtsstreitigkeiten ist HTC auch mit einer schlechten Gewinnprognose konfrontiert. Vergangene Woche hatte der Konzern die Gewinnprognose für das letzte Quartal 2011 um 20 Prozent gesenkt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters" meinte HTCs CFO Winston Yung über die pessimistische Gewinnprognose: "Ich denke nicht, dass es so ernstzunehmend ist. Wir werden uns nächstes Jahr auf unsere Produkte fokussieren, um sie besser und wettbewerbsfähiger zu machen. Wir werden einige weltweite Vorzeigeprodukte veröffentlichen. Wir sind zuversichtlich."

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