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iPhone 4S im Praxistest: So gut ist das neue iPhone

Es gehorcht auf Befehle, es spricht, es fotografiert - und sieht aus wie sein Vorgänger: Ein erster Test des neuen iPhone 4S.

Klar ist: Das neue iPhone 4S ist zwar keine Revolution, stellt aber dennoch eine Weiterentwicklung gegenüber seinem Vorgänger dar. Wie groß dieser Schritt ist, wird der entscheidende Punkt für Apples neues Smartphone sein. Wir haben das iPhone 4S einem ersten Test unterzogen.

Mit dem bereits viel gepriesenen A5-Prozessor, einer verbesserten Antenne und einer leistungsstärkeren Kamera sind die Änderungen in der Hardware auf den ersten Blick nicht eindrucksvoll. Es ist nachvollziehbar, dass einige Anwender durchaus enttäuscht sind, nachdem sie immerhin 16 Monate auf den iPhone-4-Nachfolger warten mussten.

Allerdings könnte die Assistenz-Software namens "Siri" durchaus für Furore sorgen und die 8-Megapixel-Kamera könnte die User dazu bringen, sich endgültig von ihrer Kompaktkamera zu verabschieden. Auch die Verbesserungen bei der Grafik und bei der Prozessorleistung führen zu neuen Möglichkeiten mit dem iPhone 4S.

Schlaue Siri

Für Aufsehen bei dem Launch-Event in Kalifornien sorgte der persönliche Assistent Siri. Sprachsteuerung ist zwar kein neues Konzept. Die Interpretation des Gesprochenen und das Ausarbeiten des Kontextes ist jedoch eine Technologie, die noch auf keinem Gerät zuvor eingesetzt wurde.

Google hat zwar mit seiner eigenen Sprachssteuerung gute Arbeit geleistet, aber Siri scheint die Technologie auf ein neues Level gebracht zu haben. Warum? Weil Siri außergewöhnlich gut in der Interpretation der Befehle ist und diese ebenso gut ausführt.

Siri, das sich derzeit noch im Beta-Stadium befindet, ist zwar nicht in jede Funktion des iPhone 4S integriert, kann jedoch bei vielen Schlüsselaufgaben genutzt werden. Daher ist Siri kein wertloses Extra, sondern ein wesentlicher Teil des neuen iPhone.

Befiehlt man Siri beispielsweise einen Termin für Freitag, 9 Uhr morgens, einzutragen, führt die Software nicht nur diesen Befehl durch, sondern bezieht auch mit ein, ob der Anwender überhaupt Zeit dafür hat. Wenn sich beispielsweise Termine überschneiden, weist Siri darauf hin. Siri ist auch in den Textnachrichten integriert. Anwender können dadurch E-Mails, SMS und jeden anderen Text einfach in ihr iPhone sprechen. Sobald das Keyboard erscheint, wird dem Anwender dafür auch ein Mikrofon-Symbol angezeigt.

Schnelle Suche

Die Suche innerhalb von Wikipedia durch die Sprachsoftware ging in unserem Test sehr schnell vonstatten. Die Integration von WolframAlpha ermöglicht dem Anwender unter anderem die Beantwortung von mathematischen Problemen oder die schnelle Umrechnung von Gewichtseinheiten und Währungen.

Siri ist auch mit der neuen Merkliste "Erinnerungen" verbunden. Damit können Erinnerungen nicht nur für einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Uhrzeit, sondern auch für einen Ort festgelegt werden. Wenn man Siri zum Beispiel bittet, einen daran zu erinnern, Milch zu kaufen, sobald man das Büro verlässt, wird Siri genau das tun. Bei dem Programm handelt es sich um einen leistungsstarken Mechanismus. Es ist kein Dienst, den man einmal ausprobiert zur Seite legte und nie wieder nutzt. Der Test zeigt: Siris ist vielmehr eine tatsächlich nützliche Neuerung.

Abgesehen von den praktischen Funktionen der Software hat Apple auch einige unterhaltsame Inhalte eingebaut. Fragt man Siri ,wer er oder sie ist, antwortet das Programm in etwa mit "ein bescheidener persönlicher Assistent" ("a humble personal assistant"). Auf die Frage, was der Sinn des Lebens ist, hat Siri folgende Antwort parat: "Fragen wie diese zu beantworten." Kurzum: Apple ist mit Siri die Integration eines Tools gelungen, das nicht nur Science-Fiction-Fans lieben werden.

Kamerahersteller müssen sich warm anziehen

Apple war auf dem Launch-Event besonders darum bemüht zu betonen, dass die aufgetretenen Probleme der iPhone-4-Antenne mit dem iPhone 4S der Vergangenheit angehören. Das neue Apple-Phone ist daher mit zwei Antennen ausgestattet, zwischen denen automatisch gewechselt werden kann. So soll ein schnelleres und stabileres Signal möglich sein. Ob sich diese zwei Antennen wirklich positiv auswirken, ist allerdings noch nicht zu sagen, da wir das iPhone 4S lediglich über WLAN testen konnten.

Die Kamera ist definitiv ein Schritt nach vorne. Gemeinsam mit dem leistungsstarken Prozessor und dem fortschrittlichen Sensor sowie interessanten Software-Optionen wird die Kamera des iPhone 4S viele Anwender dazu veranlassen, die Spiegelreflexkamera nur noch im Urlaub zu nutzen und für die täglichen Schnappschüsse zu hundert Prozent auf das iPhone zu setzen.

Ein kleines, aber durchaus wichtiges Update betrifft die Kamera-Software. Die Kamera kann nun auch direkt vom Verriegelungsscreen (Lock Screen) aus geöffnet und mit der Taste "Lauter" ein Foto geschossen werden. Auch Gitterlinien können eingeblendet werden. Sobald der Anwender Fotos aufgenommen hat, kann er diese optimieren, zuschneiden, rotieren oder rote Augen korrigieren, ohne dafür die Foto App verlassen zu müssen.

Die Videokamera des neuen iPhones bietet True-HD-Filmaufnahme in 1080p. Die Qualität beim iPhone 4 war bereits sehr gut, nun müssen Hersteller kleinerer und billigerer Videokameras sich ebenfalls warm anziehen. Dennoch hat Apple mit der Kamera keine revolutionäre Technik in sein iPhone 4S integriert, sondern hält nun Schritt mit der Kamera des Samsung Galaxy S2. Bei schwachem Lichteinfall muss das iPhone 4S ebenfalls erst beweisen, ob es den Exmor-R-Sensor des Sony Ericsson Xperia Arc S übertreffen kann.

Neu in Sachen Hardware ist auch der A5-Prozessor, den die Apple-Fans bereits vom iPad 2 kennen. Dieser bringt nicht nur die doppelte Prozessorleistung auf das iPhone, sondern verbessert laut Apple die Grafik um das Siebenfache.

Was bedeutet das für die Anwender? Zunächst wird das Laden von Apps wesentlich flotter vonstatten gehen. In unserem Test gab es keine wahrnehmbaren Verzögerungen innerhalb der Spiele. Wie hoch die Leistung der Hardware wirklich ist, wird sich jedoch erst dann mit Sicherheit sagen lassen, wenn die ersten anspruchsvolleren Spiele im App Store erscheinen und getestet werden können.

Neues Benachrichtigungssystem

Das iPhone 4S wird samt dem neuen Betriebssystem iOS 5 ausgeliefert. Dieses wird auch für das iPhone 4 und iPhone 3GS erhältlich sein und zahlreiche Neuerungen auf die Smartphones bringen.

Die auffälligste Verbesserung ist das neue Benachrichtigungssystem, das die Anwender über neue Textnachrichten, E-Mails, Tweets oder ähnliches informiert. Anstatt nur in den jeweiligen Apps oder als einzelne Updates angezeigt zu werden, können sich die iPhone-Anwender nun über ein Benachrichtigungszentrum freuen. Um die neuesten Benachrichtigungen angezeigt zu bekommen, muss der User lediglich mit den Fingern vom oberen Rand nach unten streichen, egal auf welchem Screen er sich gerade befindet. Damit hat Apple sich einiges von Android abgeschaut, denn der iOS-Rivale bietet eine solche Funktion schon von Beginn an.

Auch die Funktion "Erinnerungen" ist sehr hilfreich, da Termine nach Zeit, Datum und Ort eingetragen werden können. Fraglich ist jedoch, wie stark dieser ortsbasierte Dienst an dem Akku zehren wird. Insgesamt werden solche Funktionen zunehmend wichtiger und scheinen Smartphones immer mehr in Richtung eines kleinen tragbaren Computers und digitalen Assistenten zu lenken.

iPhone-4S-Besitzer können außerdem den BlackBerry-Messenger-ähnlichen Dienst iMessage nutzen, um über WLAN oder 3G mit allen iOS-5-Kontakten zu chatten.

Neu innerhalb iOS 5 ist die Möglichkeit des sogenannten "Over the air"-Updates. Aktualisierungen kommen dadurch drahtlos auf das Smartphone, ohne dass es mit dem Computer verbunden werden muss. Auch AirPlay ist bereits auf anderen Apple-Geräten zugänglich und kann auch auf dem iPhone 4S genutzt werden. Dadurch können Inhalte auf andere Geräte (die ebenfalls AirPlay-kompatibel sein müssen) gestreamt werden.

Direkter Zugang zu Magazin-Angeboten

Das Lesen von Magazinen war bereits auf älteren iOS-Versionen beliebt und für Apple Grund genug, einen aufpolierten Zeitungskiosk auf iOS 5 anzubieten. Anwender erhalten dadurch einen einfacheren und direkteren Zugang zu den Magazin-Angeboten innerhalb des App Store. Erstandene Magazine und Zeitungen landen dann sofort innerhalb des Zeitungskiosks, der im Design von Regalen gestaltet und der iBook-App sehr ähnlich ist. Fraglich ist jedoch, ob das Lesen von Magazinen und Zeitungen auf dem 3,5 Zoll großen Bildschirm des iPhone 4S wirklich zum Genuss werden wird.

Auch Safari wurde mit dem "Reader" in seiner Anwenderfreundlichkeit stark verbessert. Anwender können dadurch Webartikel übersichtlich und ohne Werbung auf ihrem iPhone lesen. Die verbesserte Integration von Twitter wird alle Fans des Microblogging-Dienstes freuen. Bilder, Videos und Links können nun wesentlich einfacher vom iPhone auf die 140-Zeichen-Plattform gepostet werden.

Ein weiterer, großer Entwicklungsschritt ist das iCloud-System, das die neuesten iPhones wesentlich näher an die Cloud bringen wird. Die Möglichkeit, Bilder, Kontakte und Kalendereinträge über eine Vielzahl verschiedener Geräte hinweg zu synchronisieren ist großartig. Allerdings ist iCloud ein weiteres Beispiel dafür, dass Apple Technologien in den Himmel lobt, die von anderen (wie Google bei Android) längst umgesetzt wurden.

Klarer Fortschritt

Fazit: Alles in allem ist das iPhone 4S, wie es Apple-Marketingchef Phil Schiller angekündigt hat, wirklich das bisher beste iPhone und stellt einen klaren Fortschritt gegenüber dem iPhone 4 dar.

Viele werden sich dennoch fragen, ob ein Umstieg auf das iPhone 4S wirklich notwendig ist und sich möglicherweise dafür entscheiden, noch auf das iPhone 5 zu warten. Letztendlich gelingt es Apple wieder mal, Features, die von Konkurrenten bereits vor Jahren eingeführt wurden, als etwas Neues und Innovatives zu verkaufen.

Technisch gesehen schafft es das iPhone 4S daher, mit den Konkurrenzprodukten Schritt zu halten. In einigen Monaten könnten die Spezifikationen des neuen Apple-Phones aber bereits von anderen überholt werden.

TechRadar / Tech Radar
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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.