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Die Anwender tragen meist Trauer, wenn sie mehr über ein bestimmtes Shareware-Programm erfahren möchten. Die wichtigsten Informationen zum Autor, zur Registrierungsgebühr und zu den Einschränkungen der Testversion sind in der Regel auf viele verschiedene Dateien verteilt oder stehen nur im Internet zur Verfügung. »/ANRISS«

Die Anwender tragen meist Trauer, wenn sie mehr über ein bestimmtes Shareware-Programm erfahren möchten. Die wichtigsten Informationen zum Autor, zur Registrierungsgebühr und zu den Einschränkungen der Testversion sind in der Regel auf viele verschiedene Dateien verteilt oder stehen nur im Internet zur Verfügung. So muss unnötig viel Zeit darauf verwendet werden, Informationen zu sammeln, die eigentlich in einer einzelnen Textdatei gelistet sein sollten.

Lange Zeit setzten vor allem die englischsprachigen Programmierer Textdateien wie VENDINFO.DIZ oder FILE_ID.DIZ ein, um ihre Shareware mal kurz und mal ausführlich zu umschreiben. Seitdem auch diese so wichtigen Dateien immer seltener im Lieferumfang der Shareware zu finden sind, herrscht inzwischen ein regelrechter Informationsengpass in der Shareware-Szene. Anscheinend muten es die Autoren ihren Kunden zu, zur Klärung elementarer Fragen stets die Homepage im Internet zu konsultieren. Auch auf die Gefahr hin, dass einzelne Anwender noch gar keinen Internet-Zugang haben.

Dass in diesem Bereich dringend etwas getan werden muss, haben jetzt auch die Verantwortlichen der ASP (Association of Shareware Professionals) gemerkt. Zum Glück wurde in den USA kräftig in die Hände gespuckt ein neuer Standard wurde jüngst erfunden. Seit einigen Wochen werden die internationalen Shareware-Programme mit so genannten PAD-Dateien (www.asp-shareware.org/pad/) ausgestattet. Dabei handelt es sich um XML-Dateien, die sich in den Web-Browser laden lassen, und hier alle nur erdenklichen Informationen zu einer Shareware listen. Ein Blick in eine solche Datei reicht aus, um den Programmnamen, die Versionsnummer, die Anschrift des Entwicklers, die Online-Adressen und den Preis der Vollversion zu erfragen. Darüber hinaus steht eine Kurzbeschreibung der Shareware in 45, 80, 250, 450 und 2.000 Zeichen Länge zur Verfügung. Die PAD-Datei ordnet eine Shareware in eine Kategorie ein, nennt das Release-Datum, die Systemanforderungen, die Namen der unterstützten Betriebssysteme, die Dateigröße, die Laufzeit der Shareware-Version in Tagen und alternative Download-Adressen.

Das einzige, was man an den PAD-Dateien kritisieren kann, ist ihre komplizierte Struktur. Sicherlich wäre es besser gewesen, all diese Daten in einer einfachen Textdatei zu sammeln, die sich viel einfacher auslesen lässt. Die ASP wollte aber einen Standard setzen, der mit der Zeit geht. Und XML ist nun einmal die HTML-Sprache von morgen. Um den Programmierern die Arbeit zu erleichtern, stehen kostenlose Tools zur Verfügung, die PAD-Dateien anlegen und auch wieder auslesen. Sie können von der ASP-Homepage bezogen werden.

Für alle Autoren, denen eine einfache Allround-Information zu ihrer Shareware im Textformat ausreicht, liegt nun die Freeware Typemania Shareware Info 1.0 (www.deushare.com/depot/tsi.zip) vor. Das Windows-Programm fragt auf einer Bildschirmseite alle wichtigen Informationen zu einer Shareware ab und schreibt diese Daten dann in eine Textdatei mit dem Namen TYPEMANI.RTF. Liegt diese Datei den Programmen bei, werden die Kunden mit allen relevanten Informationen zur Software versorgt.


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