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PC-Software: Photo Cleaner: Die Foto-Putzfrau kommt

Die Fotos, die mit einer Digitalkamera oder einem Scanner erfasst werden, sehen selten optimal aus. Oft genug wird ein teures Programm wie der "Photoshop" benötigt, um Farben zu korrigieren oder Effekte zu setzen. Deutlich preiswerter und schneller geht die virtuelle Putzfrau "Photo Cleaner" zur Sache.

Die Programmierer der Shareware "Photo Cleaner" kennen das Problem aus eigener Erfahrung: Die Schnappschüsse einer Digitalkamera sehen oft regelrecht miserabel aus. Die Farben stimmen nicht richtig, der Kontrast ist zu schwach, und es fehlt das Leuchten der Aufnahmen, wie es bei gelungenen analogen Fotos zu beobachten ist. All die vielen kleinen Fehler in einem digitalen Bild lassen sich zwar schrittweise in Programmen wie "PhotoShop" oder "Paint Shop Pro" beseitigen. Leider sind diese Anwendungen teuer und behäbig.

Photo Cleaner 2.0

System

Windows

Autor

Al Rublinetsky

Preis

12,95 Dollar

Sprache

Englisch

Dateigröße

1,9 MB

Spezialist am Werk

Der hochgradig spezialisierte "Photo Cleaner" lädt Bilddateien in über 30 Formaten. Im Programmfenster müssen Sie nur auf "Original" klicken, um einen Import-Dialog zu öffnen. Im Batch-Modus lassen sich die importierten Aufnahmen dann in Schuss bringen. Um die Vorgaben der Software an den eigenen Bedarf anzupassen, klicken Sie auf die Schaltfläche "Settings". Hier stehen Ihnen die verschiedenen Voreinstellungen zur Verfügung. Sie lassen sich gezielt ein- und ausschalten oder mit dem Schieberegler dimmen oder verstärken.

Schwarz bleibt schwarz, Weiß bleibt weiß

Die Option "Levels adjustment" kümmert sich um die Farben und sorgt dafür, dass ein Schwarz im Bild auch wirklich schwarz erscheint und ein Weiß weiß bleibt. Ist "Color correction" mit eingeschaltet, werden auch die Grundfarben Rot, Grün und Blau angepasst. Farbstichige Bilder gehören dank dieser automatischen Funktion der Vergangenheit an. Mit "Vignetting" sorgen Sie dafür, dass die Ecken des Bildes künstlich dunkler gemacht werden. Dann sticht das helle Motiv im Zentrum noch stärker heraus – ein kleiner fotografischer Trick. Mit "Color boost" ist es möglich, die Farben eines Bildes noch zu intensivieren. Das lohnt sich, wenn die Farben "abgesoffen" sind oder nicht genug leuchten. Möglich ist es auch, die Aufnahmen mit "Sharpening" noch zu schärfen.

Auf die Größe kommt es an

Sind die Bilder zu klein oder zu groß, werden sie mit "Rezising" auf eine vorgegebene Größe geeicht. Die Funktion, die auf einem hochwertigen Resampling aufbaut, kommt vor allem Webmastern zugute, die Bilder einer einheitlichen Größe ins Netz stellen möchten. "Adding a frame" setzt einen weißen oder einfarbigen Rahmen in beliebiger Breite um das Bild herum, was sehr gut aussehen kann. Ein weißer Rahmen kann auch einen Copyright-Text aufnehmen, der in das Feld "Caption" geschrieben wird. Dann muss aber auch die Option "Place Caption in the frame area" eingeschaltet sein.

Immer hin und her - bis das Ergebnis stimmt

Klicken Sie auf "Result", um sich das fertige Bild in der Vorschau zeigen zu lassen. Per Tastendruck kann der Anwender dabei immer zwischen dem Original und der Nachbearbeitung hin und her wechseln. Einzelne Optionen können nun so lange ein- und ausgeschaltet werden, bis das Ergebnis stimmt. Dann wird das Resultat einfach gespeichert. Wer sehr viele Bilder nachzubearbeiten hat, kann ganze Verzeichnisse in das Programm übernehmen und in einem Rutsch konvertieren. Die Testversion lässt sich 30 Tage lang verwenden.

Download beim Hersteller

Carsten Scheibe
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