HOME

Videospielemesse Gamescom: Sozial muss es sein

Social Games und kostenlose Browserspiele sind der am schnellsten wachsende Markt der Videospieleindustrie. Die Qualität wird immer besser, und junge Firmen binden viele Millionen Spieler an sich.

Von Ralf Sander, Köln

Millionen Facebook-Nutzer betätigen sich in "Farmville" als virtuelle Bauern oder schlagen in "Mafia Wars" als Gangster Schlachten mit ihren Freunden. Die Spiele des US-Unternehmens Zynga werden vor allem innerhalb der sozialen Netzwerke Facebook, Myspace und bei Yahoo gespielt - von rund 360 Millionen Nutzern pro Monat. Im Juli hat Google mehr als 100 Millionen Dollar in Zynga investiert.

Auch das Hamburger Unternehmen Bigpoint setzt Millionen Euro mit seinen 50 Onlinespielen um, ebenso erfolgreich ist das Karlsruher Unternehmen Gamesforge. Auf der Videospielmesse Gamescom präsentieren die Hanseaten ihr neues Spiel "Poisonville" so bombastisch, laut und aufdringlich, wie es sich in der Vergangenheit nur die etablierten Größen der Gamesbranche leisten konnten. Und das trotz eines auf den ersten Blick paradoxen Geschäftsmodells: Die Spiele sind allesamt kostenlos.

Viel Kleingeld ist auch ein Vermögen

Browserbasierte Free-to-play-Spiele machen es leicht, gemocht zu werden: Sie müssen nicht installiert werden. Sie sind einfach zu verstehen und nicht zu komplex. Man kann alleine oder miteinander spielen oder gegen seine Freunde antreten. Der Aufwand hält sich dabei in selbstgesteckten Grenzen: hier und da ein paar Aktionen in der Mittagspause oder beim Telefonieren sind ebenso möglich wie stundenlange Sessions. Und irgendwann mag man seinen digitalen Bauernhof oder seinen Elfenkrieger vielleicht so gern, dass man ihm gerne etwas Gutes tun möchte. Doch wer bestimmte Waffen und Gegenstände, die das Fortkommen im Spiel erleichtern, oder einfach hübschere Kleidung für seinen Spielcharakter haben möchte, muss zahlen. Cent- und niedrige Euro-Beträge. Nur ein geringer Teil der Spieler - im einstelligen Prozentbereich - gönnt sich diesen Luxus. Doch bei mehreren hundert Millionen Spieler, kommt einiges an Kleingeld zusammen. Wie reagiert die Branche auf die neuen Mitspieler, die nicht nur ihren eigenen Regeln machen, sondern den etablierten Gameskonzepten auch noch Zeit und Aufmerksamkeit der Kundschaft wegnehmen?

Sie spielt mit, aber auf unterschiedliche Weisen. Einige kaufen sich das Know-how dazu: Electronic Arts ("Fifa"-Reihe, "Crysis") hat Ende vergangenen Jahres die junge Social-Games-Firma Playfish gekauft, Disney investierte in das Startup Playdom sogar eine halbe Milliarde Dollar. "Für uns ist wichtig, auf jeder möglichen Plattform vertreten zu sein", sagt Norman Habakuck, PR-Manager von Ubisoft ("Assassin's Creed", "Anno"-Reihe). Wenn sich irgendwo ein neuer Spielplatz auftut, werden dafür Produkte entwickelt. Sei es für die Playstation 3, das iPhone oder eben den Webbrowser. Das tun alle großen Publisher, die nicht an eine eigene Hardware gebunden sind. Ubisoft bedient sich dabei aus dem eigenen Portfolio bekannter Spieleserien: "Wir haben bereits ein Browsergame namens 'Might and Magic Heroes: Kingdoms' gestartet. Außerdem befindet sich "Die Siedler Online" gerade in der Beta-Testphase", so Habakuck. Und auch ein Spiel für Facebook sei in Arbeit.

Gegenseitiger Einfluss

Die sozialen Netzwerke beeinflussen aber auch ganz traditionelle Konsolen- und PC-Spiele. Die Grenzen verschwimmen. Wer auf der Playstation 3 Erfolge feiert, kann die erworbenen Trophäen automatisch in seinem Profil auf Facebook posten. Die Community-Funktionen, die schon länger in fast allen Videospielen Einzug halten, werden immer ausgefeilter: Im kommenden Rennspiel "Need for Speed: Hot Pursuit" beispielsweise kann sich der Hobbyraser automatisch über die Bestzeiten seiner Kumpels informieren und sofort zur Revanche auffordern lassen. Eine Funktion, die auch viele Facebook-Spiele bieten.

Angriff der Klon-Spiele

Auch in die andere Richtung werden Ideen getragen, und wenn die Großen zu langsam sind, preschen halt die Kleinen vor. "InstantJam" beispielsweise ist "Guitar Hero" im Web, das im Original für Konsole erschienen ist und vom US-Startup InstantAction einfach nachgebaut wurde. In verblüffend guter Qualität funktioniert das Gitarren-Wettspielen direkt im Browser, natürlich auch auf Facebook. Gesteuert wird das ganze mit den "Guitar Hero"-Plastikgitarren oder der Tastatur. Die eigenen High-Scores können direkt im sozialen Web verbreitet werden.

Oder ein Beispiel aus Deutschland: Die Hamburger Firma Mikestar veranstaltet Karaoke im Web. Mit Mikro und vor laufender Webcam wird gesungen und getanzt. Die Ergebnisse können sofort im Web veröffentlicht werden. Auf StudiVZ und den anderen VZ-Netzwerken ist das Singspiel ein Hit, eine Facebook-Version wird nicht lange auf sich warten lassen. Die Grundidee erinnert an die "Singstar"-Reihe, mit der Sony seit sechs Jahren gutes Geld verdient - auf seinen Konsolen.

Der Hardware treu bleiben

Dass erfolgreiche Ideen kopiert werden, ist in jeder Branche normal. Doch während sich andere munter bei ihnen bedienen, können die drei Konsolenhersteller nicht aus ihrer Haut. Für sie gilt: Wir folgen nicht den Spielern ins Web, wir müssen sie zurück zu uns holen. "Spiele müssen so konzipiert sein, dass die Menschen dafür auch Hardware kaufen wollen", sagt Bernd Fakesch, Deutschland-Chef von Nintendo, Hersteller der Konsolen Wii und Nintendo DS. Neue Technik wie die Bewegungssteuerungen Kinect für Microsofts Xbox 360 und Playstation Move von Sony soll einzigartige, im Web nicht zu kopierende Spielerlebnisse ermöglichen. Für jedermann.

"Wir müssen in die Breite gehen und sowohl den Hardcore-Gamer als auch die Gelegenheits- und Partyspieler abholen", sagt Uwe Bassendowski, der das Deutschland-Geschäft von Sony Computer Entertainment leitet. Einmal abgeholt, sollen sie ihren Spaß vor dem Fernseher haben, gerne auch gemeinsam. Nintendo-Chef Fakesch sagt: "Besonders für die Familie ist ein Wohnzimmer als sozialer Kontaktpunkt nicht zu ersetzen, auch nicht durch soziale Netzwerke."

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.