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Kostenlose Onlinespiele: Reich durch Verschenken

Auf der Spielemesse Games Convention Online in Leipzig sorgt das "free to play"-Geschäftsmodell für Interesse. Kostenlose Onlinespiele bieten Alternativen für Gamer mit schwacher Hardware und leerem Geldbeutel. Zwei deutsche Unternehmen beherrschen die Kunst des Spieleverschenkens - und verdienen Millionen damit.

Von Ralf Sander

Das Geld ist knapp in Zeiten der Krise, der Bedarf nach Zerstreuung aber bleibt, ist vielleicht sogar noch gewachsen. Das Spielen mit und gegen andere über das Internet ist so populär wie nie. Doch viele kommerzielle #link;702270;Onlinespiele# wie das immens erfolgreiche "World of Warcraft" schlagen mit einer monatlichen Abogebühr von zwölf Euro und mehr zu Buche. In den meisten Fällen kommt außerdem ein einmaliger Kaufpreis für die Software von bis zu 70 Euro hinzu. Selbst wenn die notwendige Hardware bereits bezahlt zuhause steht, kann Daddeln ein teures Hobby sein.

Sind die Taschen leer, erscheint das Kostenlose attraktiver denn je. Und so erregt in der Spielebranche zurzeit ein Geschäftsmodell besondere Aufmerksamkeit: "Free to play" - "Spielen kostenlos". Auch auf der gerade in Leipzig stattfindenden Spielemesse Games Convention Online wird ein vielfältiges Angebot an solchen kostenlosen Internetspielen präsentiert. Das Geschäftsmodell ist seit mehr als zehn Jahren in Asien etabliert, vor allem im spieleverrückten Korea. Das Prinzip: Das Spiel selbst ist kostenlos und kann über das Internet mit anderen gespielt werden. Fast ausschließlich handelt es sich dabei um Onlinespiele mit sehr vielen Teilnehmern (Massively Multiplayer Online Games, MMOG). Inhaltlich decken die Titel das ganze Genrespektrum ab: vom Fantasy-Rollenspiel bis zur Strategie im Weltall, von Sportwettkämpfen bis zur Action mit schweren Waffen.

Doch wie lässt sich durch das Verschenken von Spielen Geld verdienen? "Wir leben vom Verkauf virtueller Güter und kostenpflichtiger Zusatzfunktionen", sagt Klaas Kersting, Geschäftsführer von Gameforge, einem der weltweit führenden Anbieter von "Free to play"-Titeln ("Metin2", "OGame", "Ikariam"). Wer möchte, kann sich für Cent- und geringe Euro-Beträge zum Beispiel eine hübschere Rüstung oder eine spektakulärere Waffe kaufen oder sich eine bessere Statistikfunktion mieten. "Der Großteil der Spieler wird niemals bei uns auch nur einen Euro ausgeben. Und das ist auch völlig in Ordnung so", sagt Kersting im Gespräch mit stern.de. Der Anteil der bezahlenden Teilnehmer liege bei rund zehn Prozent. Dennoch behauptet Kersting, dass das von ihm im Jahr 2003 mitgegründete Karlsruher Unternehmen vom ersten Tag an profitabel gewesen sei. Wie kann das sein?

65 Millionen Spieler

Die Masse macht's. Gameforge berichtet von derzeit 65 Millionen registrierten Spielern, von denen rund 15 Millionen aktiv seien. So viele Gamer haben sich auch bei der Hamburger Firma Bigpoint ("Seafight", "The Mafia", "Dark Orbit") registriert, dem zweiten deutschen Big Player in diesem Geschäft. Bigpoint-COO Nils-Holger Henning spricht außerdem von 200.000 Neuanmeldungen pro Tag. Wenn bei dieser Größenordnung jeder Zehnte zehn Euro monatlich springen lässt, klingeln Millionenbeträge in der Kasse. Hinzu kommen mögliche Einnahmen durch Werbeeinblendungen oder Auftragsarbeiten: Bigpoint hat beispielsweise Browser-Spiele zu TV-Sendungen wie "Germany's Next Topmodel" oder "Popstars" produziert.

Der Publikumserfolg dieser Spiele wirkt auf den ersten Blick paradox, denn sie können technisch nicht mit aktuellen PC- und Konsolenspielen mithalten. Ein Großteil der "Free to play-Games sind so genannte Browserspiele. Sie können direkt im Internet Explorer oder Firefox gespielt werden, ohne Installation. Browsergames haben sich in den vergangen Jahren rasant entwickelt, erreichen aber vor allem grafisch noch nicht das Niveau durchschnittlicher Games, von Spitzentiteln mit Multimillionenbudgets wie "Crysis" gar nicht zu reden. Und auch die so genannten client-basierten "Free to play"-Titel, die auf dem PC installiert werden, gehen nicht an die Grenzen des technisch Machbaren. Dadurch werden die Spiele interessant für Menschen mit älteren Computern, die dem Hardwarehunger moderner PC-Games nicht mehr gewachsen sind. "Mit niedrigen Hardwareanforderungen erreichen andere Zielgruppen. Menschen, die sich in Zeiten der Krise keine modernen Rechner leisten können oder wollen", so Kersting. Oder Menschen, die in Ländern leben, wo die IT-Infrastruktur noch nicht so weit entwickelt ist wie im reichen Westen. Gameforge bietet seine 14 Spiele in mehr als 50 Sprachen an. Bigpoints Portfolio umfasst 30 Spiele in 20 Sprachen. So werden auch Südamerika, Osteuropa und Asien bespielt. Kersting: " Es gibt überall Menschen, die nach Spielen dürsten, aber niemand gibt sie ihnen. Wir waren die ersten, die in vielen Ländern überhaupt Spiele angeboten haben." Nicht zu unterschätzen sei auch die Bedeutung von Internetcafés, so Kersting. "Besonders in den arabischen Ländern, der Türkei und China ist diese Kultur zum Spielen sehr wichtig."

"Kein Spieler muss sich Gedanken über das passende Gerät machen. Der Trend geht zu standort- und geräteunabhängigen Spielen", preist Bigpoint-Chef Heiko Hubertz die Vorteile des Browsergames. Konkurrent Kersting pflichtet bei: "Bald wird sich die Lücke schließen zwischen dem, was wir im Webbrowser machen können, und was die traditionelle Spieleindustrie herstellt." Bis es soweit ist, werden die Großen nicht tatenlos zusehen, wie Gameforge, Bigpoint und die vielen kleineren Anbieter wie Frogster, InnoGames, Gala oder K2 Networks die Branche aufmischen. Mit "Free Realms" hat gerade Unterhaltungsriese Sony eine kostenlose virtuelle Welt für Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Electronic Arts, der zweitgrößte Videospieleverlag der Welt, experimentiert schon seit Jahren mit "Free to play"-Modellen: Den Anfang machte 2006 eine nur in Korea erschienene kostenlose Version des Fußballspiels "Fifa". Und vor wenigen Tagen wurde das Strategiespiel "Battle Forge" auf kostenloses Spielen umgestellt - nachdem es erst im März auf üblichem Weg über den Einzelhandel veröffentlicht worden war.

Die Besonderheiten kennen

Sollte der Weg zum Erfolg so einfach sein? Einfach das Preisschild abmachen? Möglicherweise, aber nicht unbedingt. Denn der "Für lau"-Faktor bestimmt nicht allein den Erfolg eines Spiels. Gameforge-Chef Kersting sagt: "Die Spiele leben auch von einer aktiven und lebendigen Community. Dafür sind die nichtzahlenden Spieler ganz wichtig." Diese Gemeinschaften gilt es zu hegen und zu pflegen. Min Kim vom koreanischen Spielehersteller Nexon fasst in einem Interview mit "Gamasutra" die jahrelangen Erfahrungen seiner Firma mit Gratis-Games so zusammen: "Viele denken, diese Spiele seien wie ein Produkt, das man verkauft. Aber darum geht es nicht. Es handelt sich vielmehr um eine Dienstleistung. Man muss die Spieler ständig beschäftigen und mit Input versorgen. Es geht um soziale Erfahrungen. Das verstehen viele [in der Branche, d. Red.] nicht." Er weiß wo von er spricht. Das von Nexon betriebene und in Korea ungeheuer erfolgreiche Kinder-Rollenspiel "Maple Story" alleine hat 87 Millionen registrierte Teilnehmer.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(