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Drucken ab 0,3 Cent die Seite Perfekt fürs Homeoffice? Warentest prüft neue Drucker - und empfiehlt lieber ältere Modelle

Für's Arbeiten Zuhause braucht man leider ebenfalls einen Drucker (Symbolbild)
Für's Arbeiten Zuhause braucht man leider ebenfalls einen Drucker (Symbolbild)
© TommL / Getty Images
Das Urteil zu 13 neuen Multifunktions-Druckern fällt hart aus: Keiner ist gut, findet Stiftung Warentest. Entweder drucken die Geräte nicht ausreichend gut oder die Kosten fallen zu hoch aus. Die Kaufempfehlungen stammen aus früheren Tests.

Normalerweise erwartet man von neueren Geräten auch eine bessere Leistung. Schließlich gilt gerade bei Technologie das Gesetz des Fortschritts. Bei Multifunktions-Druckern scheint der Trend aber in die andere Richtung zu gehen, stellt Stiftung Warentest gerade fest. Von 13 Modellen ist kein einziges gut. Die Kaufempfehlung: ältere Geräte aus früheren Tests.

"Die Qualität beim Drucken, Scannen und besonders beim Kopieren nimmt eher ab als zu", bemängeln die Tester. Und fassen zusammen: "Keines der aktuellen Modelle druckt gleichzeitig gut und günstig." Beim Kopieren patzten gar alle. Die nachlassende Druckqualität ist besonders bei den neuen Flaschendruckern ärgerlich. Statt mit teuren Tintenkartuschen füllt man dort mit Flaschen manuell Farbe nach. Das drückt die Kosten: Ab 0,3 Cent die Textseite kommt man so bei ihnen weg, mindestens 2,5 Cent sind es bei herkömmlichen Druckern. Noch krasser ist der Unterschied bei A4-Fotos: Hier purzeln die Kosten von 1 Euro auf nur noch 6 bis 11 Cent. Eine drastische Ersparnis - wenn es bloß ein Flaschen-Modell mit gutem Druckergebnis gäbe.

Doch die wenigen Modelle im Test, die auch gut druckten - etwa der erstplatzierte Epson Expression Photo XP-8600 oder der Canon Pixma TS6350 - waren alle herkömmliche Drucker. Und sie patzten alle in anderen Disziplinen. Beim Epson sind die Druckkosten zu hoch, der Canon kopiert so mies, dass er abgewertet wurde. So zieht sich das durch das Testfeld. Selbst der Testsieger von Epson ist nur "befriedigend" (2,7), zwei Modelle sind gar nur "ausreichend".

Kaufempfehlung: ein älteres Modell

Dass es auch anders geht, zeigten frühere Tests - aus denen dann auch Warentests Kaufempfehlungen stammen. Der ebenfalls mit Flaschen befüllte Epson Ecotank ET-2750 druckt gut, scannt und kopiert immerhin mittelmäßig. Dank Druckkosten von nur 0,2 Cent pro Seite kann er bei den Druckkosten voll absahnen. Die Gesamtwertung fällt mit "gut" (2,2) entsprechend besser aus als bei den aktuellen Modellen. Der größte Nachteil ist der Preis: Ab 230 Euro Anschaffungskosten muss man für den Flaschendrucker rechnen. Das lohnt sich laut Warentest nur für Vieldrucker. Und für Umweltbewusste: Die Flaschendrucker produzieren nämlich auch deutlich weniger Müll.

Wer weniger ausgeben möchte, kann sich den Canon Pixma TR8550 ansehen. Er kostet in der Anschaffung nur 130 Euro, druckt aber genauso gut. Und trotz Kartuschen befindet Warentest die Druckkosten als mittelmäßig. Als Bonus gibt's noch eine bessere Kopierfunktion und ein Fax.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr bei test.de.

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