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Wegen mieser Verkaufszahlen Microsoft arbeitet an Gratis-Windows 8.1


Miese Verkaufszahlen und harsche Kritik: Windows 8.1 ist alles andere als ein Publikumsliebling. Microsoft reagiert nun auf die Schelte - und plant angeblich eine Gratis-Version von Windows 8.1.

Immer wieder muss Microsoft wegen Windows 8 Schelte einstecken: Erst ließen die Kritiker an der neuen Modern-UI-Oberfläche kein gutes Haar, dann straften die Nutzer das Betriebssystem ab und ließen es in den Regalen der Händler versauern. Vor Kurzem trat der Windows-Experte Paul Thurrott öffentlichkeitswirksam nach: Er bezeichnete Windows 8 als "Frankensteins Monster". Windows 8 sei nicht nur schlecht designt, konstatierte der Fachjournalist, es habe Probleme an allen Ecken und Enden. Sein vernichtendes Fazit: "Windows 8 ist ein Desaster in beinahe jeder Hinsicht."

Windows 8.1 auf Bing-Basis

Nun betritt Microsoft offenbar neues Terrain: Der Konzern arbeitet laut dem US-Technikportal "The Verge" an einer Gratisversion von Windows. Demnach bastelt Microsoft momentan an "Windows 8.1 mit Bing", wie US-Medien aus Unternehmenskreisen erfahren haben wollen. Die Windows-Version soll auf der Suchmaschine Bing basieren. "The Verge" zufolge wird es sowohl eine kostenlose und über Werbung finanzierte als auch eine Niedrigpreis-Version von Windows 8.1 geben. Damit sollen vor allem Nutzer von Windows 7 zum Umstieg bewogen werden.

Ein Grund für den plötzlichen Strategiewechsel könnten die Verkaufszalen sein, die hinter den Erwartungen liegen: Vor knapp zwei Wochen gab das Unternehmen bekannt, in den 15 Monaten seit Markteinführung mehr als 200 Millionen Windows-8-Lizenzen verkauft zu haben. Der Vorgänger Windows 7 verkaufte sich in den ersten zwölf Monaten noch 240 Millionen Mal.

Kommen die Bingbooks?

Auch Hersteller von Laptops und Tablets dürften sich freuen: Bislang treibt Microsoft durch relativ hohe Lizenzkosten die Preise für Geräte mit dem neuen Windows-Betriebssystem in die Höhe. Um höhere Gewinne zu erwirtschaften, setzt manches Unternehmen deshalb seit einiger Zeit auf alternative und kostenlose Software wie Linux oder Googles Chrome. Bislang sei Windows 8.1 mit Bing noch ein Experiment, schreibt "The Verge". Doch mit der Integration eigener Apps und Dienste in das Betriebssystem könnte Microsoft den beliebter werdenden Chromebooks von Google mit eigenen "Bingbooks" Paroli bieten.

cf

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