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Windows 8.1: Das kann das neue Betriebssystem

Windows 8.1 ist da - und mit ihm kehrt der lang ersehnte Start-Button auf den Desktop zurück. Microsoft hat seinem neuen Betriebssystem viele Neuerungen spendiert, doch das Grundproblem bleibt.

Von Christoph Fröhlich

Windows 8.1 steht ab Donnerstag für alle Windows-8-Nutzer kostenlos zum Download bereit

Windows 8.1 steht ab Donnerstag für alle Windows-8-Nutzer kostenlos zum Download bereit

Vor der Kachel gab es kein Entkommen: Ob in Hochglanzzeitschriften oder überlebensgroß auf Häuserwänden, im Fernsehen oder als blinkendes Onlinebanner - vor einem Jahr warb Microsoft auf so ziemlich jedem verfügbaren Werbeplatz für sein Betriebssystem Windows 8. Mehr als eine Milliarde US-Dollar soll die Werbeoffensive verschlungen haben. Doch der Erfolg ließ zu wünschen übrig: Das Tablet Surface lag monatelang wie Blei in den Regalen, das Handy-Betriebssystem Windows Phone 8 fristet nach wie vor ein Nischendasein. Und Windows 8? Schreckt viele Nutzer ab. Zu bunt und zu umständlich sei die Software, kritisieren viele User. Die "Financial Times" bezeichnete Windows 8 sogar als den größten Fehler seit der Einführung der "New Coke" von Coca Cola im Jahr 1985.

Nun gelobt Microsoft Besserung: Ab Donnerstag 13 Uhr können Windows-8-Nutzer kostenlos die Erweiterung Windows 8.1 installieren. Wir stellen die neuen Funktionen vor und verraten ein paar praktische Tipps.

Der Start-Button ist zurück

Der Start-Button ist zurück

Der Start-Button kehrt zurück

Es war ein Schock für Windows-Veteranen: Der Start-Button in der linken unteren Ecke des Bildschirms fehlte in der achten Windows-Inkarnation. Der Aufschrei war groß und Microsoft blieb nichts anderes übrig, als sich zu beugen: Mit Windows 8.1 feiert der Start-Button sein Comeback. Doch richtig nachgegeben hat Microsoft nicht, denn ein Klick auf die Schaltfläche öffnet kein Auswahlmenü, sondern den Kachelbildschirm, auch "Modern UI" genannt. Ganz unpraktisch ist der neue Knopf dennoch nicht: Ein Klick mit der rechten Maustaste öffnet ein Popup-Menü mit vielen praktischen Funktionen, etwa zum schnellen Herunterfahren des Computers oder die Systemsteuerung.

Die Lösung ist besser als beim Vorgänger, doch alles andere als perfekt. Der Übergang zwischen Desktop und Kachelmenü wirkt nach wie vor sehr abrupt. Auch der ständige Wechsel zwischen zwei fundamental verschiedenen Bedien- und Anwendungskonzepten nervt auf Dauer. Vor allem für Nutzer von Maus und Tastatur fühlt sich die für Finger optimierte Kachelwand fremd an.

Direkt auf den Desktop booten

Auch ein weiteres Ärgernis hat Microsoft in der neuen Version ausgeräumt: Wer einen PC mit Windows 8 startete, kam ohne Zusatz-Tools nicht an der Kachelleiste vorbei. Bei Windows 8.1 kann nun der Desktop wieder als Startbildschirm verwendet werden.

So geht's: Auf dem Desktop klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Taskleiste. Es öffnet sich ein Menü, dort wählen Sie "Eigenschaften", dann "Navigation". Dort setzen Sie einen Haken bei "Beim Anmelden anstelle der Startseite den Desktop anzeigen". Im gleichen Menü können Sie festlegen, dass der Desktop-Hintergrund auch der Hintergrund des Kachelmenüs wird. Dadurch wird der optische Bruch zwischen der Desktop- und Modern-UI-Welt zumindest etwas gemindert.

Der Cloud-Dienst Skydrive ist tief in Windows 8.1 integriert

Der Cloud-Dienst Skydrive ist tief in Windows 8.1 integriert

Skydrive-Integration

Microsofts Cloud-Speicher Skydrive ist nun tief in das Betriebssystem integriert. Dieser ist zudem automatisch aktiviert, wenn Windows 8.1 in Verbindung mit einem Microsoft-Account genutzt wird. Wer den Onlinespeicher nicht nutzen will, sollte die Funktion deshalb deaktivieren. Skydrive ist eine Art Online-Laufwerk und wird wie jede andere Festplatte im linken Menü des Windows Explorers angezeigt. Jeder Kunde bekommt kostenlos sieben Gigabyte Speicherplatz, für ein größeres Kontingent muss gezahlt werden.

Vorsicht: Einige Apps bieten von Haus aus die Möglichkeit, Bilder und Dateien in der Cloud abzulegen. Das kann praktisch sein, unter Umständen landet die wichtige Präsentation dann aber im "Dokumente"-Verzeichnis in der Cloud und nicht auf der lokalen Festplatte. Hat man unterwegs keinen Internetzugang, fehlt möglicherweise die wichtige Datei. Deshalb sollte man beim Speichern genau hinschauen, in welchem Verzeichnis die Datei abgelegt wird.

Der Microsoft-Browser Internet Explorer geht mit Windows 8.1 in die elfte Auflage.

Der Microsoft-Browser Internet Explorer geht mit Windows 8.1 in die elfte Auflage.

Internet Explorer 11

Neues Windows, neuer Internet Explorer: Mit Version 8.1 startet die elfte Auflage des Microsoft-Browsers, der voll auf Leistung getrimmt ist. Zwar ist er schneller als sein Vorgänger, an den Speed der aktuellen Versionen von Chrome, Firefox und Opera kommt der Internet Explorer 11 aber nicht heran. Hier besteht Nachholbedarf. Praktisch: In der neuen Browser-Version können bis zu hundert Tabs gleichzeitig geöffnet sein. Damit sich das nicht in der Performance niederschlägt, werden inaktive Fenster in einen Ruhezustand versetzt.

Bis zu vier Apps können parallel in Windows 8.1 auf einem Bildschirm genutzt werden

Bis zu vier Apps können parallel in Windows 8.1 auf einem Bildschirm genutzt werden

Verbessertes Multitasking

Bei Windows 8 konnten zwei Apps parallel auf einem Bildschirm genutzt werden, allerdings nur mit Einschränkungen: ein Programm war nur in einem schmalen Streifen zu sehen, das andere im deutlich breiteren Rest des Bildschirms. Diese starre Einteilung wurde nun aufgehoben: Je nach Auflösung des Bildschirms können nun bis zu vier Apps parallel genutzt werden, mit mehreren Monitoren sogar acht. Zudem können die Trennbalken zwischen den Anwendungen flexibel verschoben werden.

Klein, mittel, breit, sehr groß: Kacheln können nun individueller erstellt werden.

Klein, mittel, breit, sehr groß: Kacheln können nun individueller erstellt werden.

Neue Kacheln

Das Herzstück von Windows 8 bleibt das Modern UI. Dort gibt es nun zwei neue Kachelgrößen: Ein Rechtsklick auf eine Kachel zeigt, dass neben "Breit" und "Mittel" nun auch die Optionen "Groß" und "Klein" möglich sind. Eine große Kachel ist doppelt so groß wie eine breite, eine kleine ist ein Viertel einer mittleren. Auch der Microsoft Store, der mittlerweile knapp 100.000 Apps bereithält, wurde optisch generalüberholt. So tauchen in den Übersichten nun auch Kurzbeschreibungen auf, zudem gibt es auf Wunsch auch die Funktion "Auswahl für Sie", die empfehlenswerte Apps anhand der eigenen Installationen heraussucht. Updates für Apps werden nun automatisch installiert.

Umfangreichere Suche

Die Suchfunktion von Windows 8.1 wurde überarbeitet. Sie unterscheidet die Ergebnisse nicht mehr nach Apps, Dateien und Einstellungen, sondern bündelt alle Informationen in einer Liste. Hinzu kommen Ergebnisse verschiedenen Webseiten, unter anderem Microsofts Suchmaschine Bing.

Fazit

Microsoft hat einige Fehler von Windows 8 ausgebessert. Der Browser ist schneller, der Store aufgeräumter, die Suche liefert mehr Ergebnisse. Die tiefe Skydrive-Integration ist für Nutzer des Cloud-Dienstes sehr praktisch. Eine der größten Neuerungen ist der neue Startbutton, der zwar nicht an das Original herankommt, aber einige lästige Klicks erspart. Wer Windows 8 nutzt, sollte das Update installieren.

Wer kein Fan von Windows 8 war, dürfte aber auch an Version 8.1 keinen Gefallen finden: Das touch-optimierte Modern UI mit seinen vielen bunten Kacheln ist für Maus-und-Tastatur-Nutzer umständlich und macht eher auf Tablets als auf Desktop-PCs Sinn.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.