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Diablo 3: Schlechter Tag für Dämonen

Der Start von Diablo 3 lief etwas holprig: Während bei uns die Server ächzten und zwischenzeitlich den Dienst aufgaben, haben drei Koreaner den Fürst der Hölle bereits erlegt - nach nur sechs Stunden.

Von Christoph Fröhlich

Stell dir vor, die Hölle bricht los, und niemand kann hin: So ähnlich fühlten sich gestern Millionen Spieler, die sehnsüchtig auf den PC-Blockbuster Diablo 3 gewartet haben und endlich zocken wollten. Punkt 00:01 Uhr sollte das Spielvergnügen losgehen, doch es kam, wie es kommen musste: Die Server gingen in Folge des großen Ansturms in die Knie. Es war ein Absturz mit Ansage.

Kurze Auszeit für die Server

Dass der Ansturm groß werden würde, war abzusehen. Doch selbst die hohen Erwartungen der Entwickler wurden noch einmal übertroffen: Versandhändler wie Amazon waren bereits vor dem Verkaufsstart restlos ausverkauft und schickten das Spiel bereits einen Tag vor Veröffentlichung an die Kunden. Dementsprechend waren bereits viele Hobby-Dämonenjäger auf das neueste Abenteuer vorbereitet - und verbrachten die ersten Minuten des neuen Tages vor dem Login-Bildschirm.

Via Facebook teilte das Entwicklerstudio den wartenden Fans mit, dass die Probleme schnellstmöglich behoben werden sollen. Kurzfristig wurde sogar die firmeneigene Battle.net-Seite vom Netz genommen, um weitere Kapazitäten für die Server einzuräumen. Und tatsächlich: Rund eineinhalb Stunden nach dem holprigen Start liefen die Server wieder rund.

Schnell, schneller, Korea

Auch in Asien dürfte es nur wenige Probleme gegeben haben: Drei begeisterte Diablo-Gamer aus Korea haben das erst um Mitternacht veröffentlichte "Hack & Slay"-Abenteuer bereits durchgespielt, bevor bei uns die Server liefen. Doch nicht, weil sie wesentlich talentierter sind als die europäischen Fans, sondern aufgrund des Zeitvorsprungs von sechs Stunden. Ihr Beweis für den schnellen Erfolg: Ein Screenshot mit dem erlegten Endgegner.

Langweilig dürfte es ihnen trotzdem nicht werden, denn für sie hat das Abenteuer gerade erst begonnen: Erlegt man den Fürst der Finsternis, geht das Abenteuer wieder von vorne los, allerdings im nächsten Schwierigkeitsgrad. Der dürfte die Jungs aus Korea auch eine Weile länger beschäftigen.

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