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Frist der EU läuft 2012 ab Spieleindustrie fürchtet um Steuerentlastungen


Die Spieleindustrie befürchtet das Schlimmste, wenn die europaweiten Steuerentlastungen für Spiele dieses Jahr auslaufen. In Frankreich ist die Frist bereits ohne Erneuerung abgelaufen.

Die Spieleindustrie befürchtet das Schlimmste, wenn die europaweiten Steuerentlastungen für Spiele dieses Jahr auslaufen. In Frankreich ist die Frist bereits ohne Erneuerung abgelaufen.

Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Europäische Gemeinschaft die Steuerentlastungen erneuern wird. Mit der Regelung können Spieleentwickler und -verleger jährlich bis zu 20 Prozent an Steuern sparen.

Viele europäische Hersteller nehmen den Steuernachlass in Anspruch und haben damit gerechnet, dass die Regelung von der EU erneuert wird.

Die repräsentative Organisation für britische Spieleentwickler TIGA gab an, dass bereits 10 Prozent der Arbeitskräfte der Industrie ins Ausland verlegt werden mussten, um auf dem wettbewerbsstarken Markt mithalten zu können. Sollte der Steuernachlass nun entfallen, könnte das weitreichende Folgen für die Industrie in Europa haben.

In Frankreich ist die Frist bereits abgelaufen. Frankreichs Vorzeigespielestudio Quantic Dream, das für das von Kritikern gelobte Spiel "Heavy Rain" verantwortlich ist, überlegt seine Mitarbeiter ins Ausland zu verlegen, sollte die EU den Steuernachlass nicht verlängern.

Guillaume de Fondaumière, Co-CEO von Quantic Dream, sagte gegenüber der Europäischen Kommission: "Die Abschaffung dieser so wichtigen Maßnahme, die vielen europäischen Studios so viel Hoffnung gibt und sich in Frankreich als äußerst effektiv erwiesen hat, wäre ein historischer Fehler."

Laut eines Sprechers der Europäischen Kommission wurde über die Zukunft der Steuerentlastungen für die Spieleindustrie noch keine Entscheidung getroffen.

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