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Ifa 2009: In Berlin wächst alles zusammen

Die diesjährige Ifa beweist einmal mehr: In der Welt der Unterhaltungselektronik verschwimmen die Grenzen zwischen den Geräten. Währenddessen überrascht der einst verspottete Bereich der Haushaltstechnik mit vielen Innovationen.

Von Gerd Blank, Berlin

Es ist eine symbolträchtige Stelle, an die Panasonic führt, um zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung der Ifa die neue Lumix GF1 zu vorzuführen. Direkt an der ehemaligen Grenze, an der Stelle, wo einst die Stadt geteilt war, darf fotografiert werden, was vor die Linse kommt. Der Ort ist perfekt gewählt, denn er steht für das Zusammenwachsen. Hier kam zusammen, was zusammen gehört. Berlin, die Konvergenz-Stadt.

Die Ifa ist seit einem Jahr nicht mehr nur die größte Messe für Unterhaltungselektronik. 2008 wurden erstmals auch Hersteller von Haushaltstechnik, also der so genannten "weißen Ware", aufs Messegelände gelassen. Es wurde im Vorwege viel gespottet über diesen Schritt. So wurde geschrieben, dass mit Kühlschränken nicht gebuchte Flächen kaschiert werden sollten. Doch die angebliche Rettungsmaßnahme erwies sich als genialer Schachzug. Was in der Kundenwirklichkeit durch große Elektromärkte schon längst gelebte Wirklichkeit war, fand nun auch auf der Ifa zu einer sinnvollen Symbiose. Zudem haben große Hersteller wie Philips und LG Produkte beider Sparten im Sortiment und können diese so besser präsentieren. Es ist eben kein Widerspruch mehr, eine Kaffeemaschine neben einen Computer oder einen Fernseher neben einen Kühlschrank zu stellen.

Früher hieß das "Kompaktanlage"

Das Zusammenwachsen liegt voll im Trend, Geräte müssen inzwischen alles können. Ein Handy muss nicht nur Telefonate ermöglichen, sondern auch von A nach B führen und Mails abrufen. Mit einem Fernseher soll gesurft werden, und ein Fotoapparat nimmt natürlich auch Filme in HD auf. Die Alleskönner, oder Konvergenz-Geräte, sind die Nachfahren der guten alten Kompaktanlage, die mit einer Kombination aus Radio, Kassettenrekorder und Plattenspieler punkten konnten. Doch heute sind die Geräte leistungsstärker, günstiger und vielseitiger. Oftmals lassen sie sich auch durch Softwareupdates um neue Features erweitern. Doch noch wichtiger als die neuen Geräte sind die Inhalte.

Sony will die Menschen wieder zum Lesen bringen. Mit einer neuen Generation von elektronischen Büchern, oder neudeutsch E-Books, können tausende digitalisierte Bücher gespeichert, herumgetragen und auf einem elektronischen Display gelesen werden. Die neuen Sony-Modelle unterstützen auch die Google Books, kostenlose Werke, die vom Suchmaschinenbetreiber angeboten werden. Jeder soll seine gesamte Bibliothek jederzeit zur Verfügung haben. Doch ob digitale Literatur einen ähnlichen Erfolg hat wie das Musikformat MP3 ist noch fraglich. Denn Musik lässt sich nebenbei hören, Lesen benötigt die ganze Aufmerksamkeit.

Dejà vu

Die TV-Hersteller räumen im Wohnzimmer auf. Künftig können Kunden darauf verzichten, einen Kabel-, DVB-T- oder Statelliten-Reciever unter den Fernseher zu stellen. LG und Sony bauen die Empfänger in die künftigen Modelle direkt ein.

Natürlich hat Sony auch neue flache Fernseher mit nach Berlin gebracht, denn eines scheint für alle Hersteller von Unterhaltungselektronik ganz klar zu sein: Die Welt ist ein Bildschirm. Und nicht nur das, das Bild muss natürlich hochauflösend sein. HD ist in aller Munde. Allerdings ist das nicht ganz neu, seit Jahren wird immer wieder darüber gesprochen, dass High Definition das "next big thing" ist. Ab 2010 könnte es in Deutschland endlich soweit sein, denn dann beginnen die Fernsehsender mit regelmäßigen TV- Übertragungen in HD. Für die Industrie kann es nicht früh genug beginnen, denn es sollen endlich in allen Haushalten ein LCD- oder Plasma-Fernseher stehen: Mehr als 50 Prozent aller Bundesbürger schauen noch in die Röhre.

Doch dem Kunden wird die Kaufentscheidung nicht leicht gemacht. Fast wöchentlich präsentieren Hersteller neue Features, von einheitlichen Standards ist weit und breit keine Spur. Frühkäufer von HD-Geräten mussten bei einigen Test-Übertragungen wie jüngst bei der Leichtathletik-WM draußen vor bleiben, weil die unterschiedlichen HD- Systeme nicht miteinander konnten. Nun soll alles besser werden und ein neuer Standard entstehen, aber schon steht die nächste Innovation vor der Wohnzimmertür: Internet und TV sollen verschmelzen. Und auch bei Kameras gehört es zum guten Ton, wenn sie Videos in High Definition aufzeichnen können. Immerhin können Käufer so wenigstens irgendwelche HD-Inhalte auf ihren TV-Geräten schauen.

Weiße Ware hilft sparen

Doch auf der Ifa werden auch Geräte vorgestellt, bei denen man gar nicht früh genug zugreifen kann. Gerade bei der weißen Ware gibt es einige Highlights zu bestaunen. LG präsentiert Waschmaschinen mit zehn Jahren Garantie, die geräuscharm sind, wenig Wasser und Strom verbrauchen und so Geldbeutel und Ressourcen schonen. Philips sorgt mit neuen Beleuchtungskonzepten dafür, dass Energiesparlampen nicht wie eine Ökobeleuchtung aussehen. Und Dyson saugt nicht nur mit effizienteren Motoren, sondern tut auch was für Allergiker. Während also bei der Unterhaltungselektronik endlich die Produkte in Serie produziert werden, von denen die Industrie bereits seit Jahren spricht, kommen die echten Innovationen aus einem Bereich, der jahrelang als unsexy galt. Doch inzwischen machen Kühlschränke die Messeveranstalter richtig heiß: Die Fläche für Haushaltsgeräte wurde im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.