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Vinyl im Trend: Plattenspieler sind nicht totzukriegen

Überlebt die Schallplatte die CD? Schwer hat es die Compact Disc angesichts vielseitigerer Nachfolgeformate wie DVD oder Blu-Ray in jedem Fall. Der Trend zur Digitalisierung verschafft nun dagegen den oft totgesagten Vinyl-Plattenspielern neuen Auftrieb.

Analog ist die Musikwelt schon lange nicht mehr. 1981 kam die CD, heute sind Musik-Serversysteme einer der Megatrends im Hifi-Bereich. Wie ein Fossil erscheinen manchem da die Plattenspieler. Doch eine Fangemeinde hat sich das alte Vinyl über die Jahre stets erhalten - DJs und Klangenthusiasten gehören dazu. Im Jahr 2009 wurden in Deutschland sogar wieder mehr Abspielgeräte mit den rotierenden Tellern verkauft: Immerhin 120.000 waren es nach Angaben der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (gfu), die die Funkausstellung IFA in Berlin (bis 8. September) mitveranstaltet. Die Compact Disc dagegen hat nach Expertenmeinung schlechtere Überlebenschancen.

"Der CD-Player ist vom Plattenspieler überlebt", sagt Holger Biermann, Chefredakteur des Magazins "Stereoplay". Doch es ist nicht das Vinyl, das dem Silberling und seinen Abspielgeräten den Garaus macht. Es sind jene Musik-Serversysteme, die nach Biermanns Einschätzung "immer highfideler werden". Hersteller wie Linn oder Olive hätten Geräte im Programm, die den Wandel zum Hochwertigen dokumentierten. Und Sonos ist auf der IFA mit dem drahtlosen ZonePlayer S5 vertreten, in dem fünf Lautsprecher und fünf Digitalverstärker für satten Sound sorgen.

Digitalisierung schreitet voran

An den Plattenspielern geht die Digitalisierung allerdings nicht spurlos vorbei. Mit USB-Schnittstelle rüsten Hersteller ihre Player schon länger aus - zum Beispiel Sony. Das japanische Unternehmen bietet seit 2008 ein Gerät an, das mit Computerunterstützung Vinyl in Daten umwandelt. Einfache Plattenspieler sind immer noch gefragt und deshalb weiterhin im Produktprogramm. Gleiches gilt für CD-Player. Allerdings wird das Portfolio ausgedünnt.

CD-Player, die nur die Silberlinge abspielen, gibt es kaum noch. Denons einfachster auf der Messe gezeigter CD-Spieler DCD-1510AE etwa hat bereits einen iPod-Direct-Modus und USB-Verbindung. Und Philips, einst Erfinder der CD, präsentiert unter seinen IFA-Neuheiten kein Abspielgerät - stattdessen steht ein Dockinglautsprecher fürs iPad im Rampenlicht.

In Sachen Vinyl sind gerade kleinere Hersteller findig: Die US-amerikanische Lifestylemarke Ion kombiniert beim iProfile (139 Euro) Plattenspieler und Dockingstation. Der Benutzer kann damit Musik von Vinyl direkt auf seinen iPod oder das iPhone laden. Im Ion-Topmodell für 399 Euro gehen auch Platte und CD eine Symbiose ein. Im integrierten CD-Laufwerk werden die konvertierten Daten auf einen Silberling gebrannt. Von Teac gibt es ein vergleichbares Gerät - den LP-R500 für 399 Euro - mit dem Daten sowohl von Vinyl als auch von Kassetten und aus dem Radio auf CD gebrannt werden können.

Der Hersteller Wörlein zeigt auf der IFA einen Retro-Plattenspieler in einem auf alt getrimmten Gehäuse, das selbstverständlich ein ungleich moderneres Innenleben hat: Integriert ist ein Laufwerk für CD und MP3-CDs, mit dem auch gebrannt werden kann. Lenco ist mit einem riemenbetrieben Plattenspieler vertreten, der über USB direkt MP3s auf Flash-Disks oder SD-Karten speichert.

Sterben CDs aus?

Die Verdrängung der CD indes geht nicht vom Erfindungsreichtum der Schallplattenhersteller aus, sondern von den Serversystemen und auch von ihren eigenen Nachfolgern wie DVD oder Blu-Ray. Stirbt sie nun aus? "Das würde ich nicht sagen", meint Sony-Sprecherin Silke Bernhardt. "Die Kassette ist ja auch rückläufig, aber ausgestorben ist sie nicht." Während Sony noch konventionelle Tapedecks anbietet, hat Ion ein kleines Abspielgerät im Programm, das digitalisiert. "Alte Kassetten können Sie über eine USB-Schnittstelle und eine Software in mp3-Dateien umwandeln", sagt Ion-Manager Christian Stahl. Highfideles darf bei einem Preis von 35 Euro allerdings nicht erwartet werden.

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DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.