VG-Wort Pixel

Abschied von Marissa Mayer Yahoo benennt sich nach mehr als 20 Jahren um

Seit 2012 arbeitet Marissa Mayer für den Internet-Pionier Yahoo
Seit 2012 arbeitet Marissa Mayer für den Internet-Pionier Yahoo
© Julie Jacobson/Picture Alliance
Yahoo verkleinert und verändert sich: Mit dem Online-Geschäft geht wohl auch Chefin Marissa Mayer zu Verizon. Zudem ändert das Unternehmen nach mehr als 20 Jahren seinen Namen.

Die Zeit von Marissa Mayer als Konzernchefin bei Yahoo geht zu Ende. Das Unternehmen teilte mit, dass die 41-Jährige den Verwaltungsrat der Firma verlassen werde. Anlass dafür soll der geplante Verkauf des Webgeschäfts von Yahoo sein. Der Internet-Pionier will sich nach dem Deal in Altaba umbennen.

Yahoo-Deal ist noch unsicher

Altaba wird vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen. Der Name sei eine Wortschöpfung aus "alternate" und "Alibaba", schrieb das "Wall Street Journal". Es wird erwartet, dass Marissa Mayer zusammen mit dem Internet-Geschäft unter das Dach des Telekom-Konzerns Verizon geht.

Zugleich bestehe das Risiko, dass Verizon den Deal wegen des massiven Daten-Diebstahls bei dem Internet-Konzern platzen lasse, räumte Yahoo ein. Nach Vereinbarung des Verkaufs für 4,8 Milliarden Dollar im Juli wurden zwei Online-Attacken aus den Jahren 2013 und 2014 bekannt, bei denen jeweils die Daten von 500 Millionen und einer Milliarde Yahoo-Nutzer entwendet worden waren. Verizon kündigte bereits an, den Deal auf den Prüfstand zu stellen, laut Medienberichten wird über eine Änderung der Konditionen verhandelt.

Nicht nur Marissa Mayer geht

Neben Mayer sollen auch unter anderem Yahoo-Mitgründer David Filo und der aktuelle Vorsitzende Maynard Webb den Verwaltungsrat der Rest-Firma verlassen. Das habe nicht Meinungsverschiedenheiten mit dem Unternehmen zum Hintergrund, betonte Yahoo. Mayer war 2012 von Google zu Yahoo gekommen, um das Geschäft beim schwächelnden Internet-Pionier anzukurbeln. Doch trotz massiver Investitionen ins Medien-Angebot und teuren Zukäufen wie die Blog-Plattform Tumblr hinkte Yahoo bei Online-Werbung Google und Facebook hinterher.

Der Verkauf des Webgeschäfts wurde beschlossen, nachdem der Plan scheiterte, den Alibaba-Anteil steuerfrei abzuspalten. Die Beteiligungen machen rund 90 Prozent des Yahoo-Marktwerts von rund 42 Milliarden Dollar aus.

fri DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker