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Erneuerbare Energien Windkraft statt Solaranlage: Diese Mini-Windräder benötigen kaum Wind und erzeugen effektiv Strom

Mini-Windräder der Marke Movea
Die kleinen Windkraftanlagen von Mowea können zu verschiedenen Formen kombiniert werden 
© Mowea
Das Berliner Start-Up Mowea entwickelt Windkraftanlagen in kleinem Maßstab, welche sich in der Stadt einsetzen lassen. Auch eine Kombination mit einer Solaranlage ist möglich.

Erneuerbare Energien sind im Aufwind. Im letzten Jahr war die Windkraft laut Statistischem Bundesamt erstmals die wichtigste Stromquelle in Deutschland. Momentan wird noch immer auf besonders große und - so monieren Kritiker - ineffektive Windkraftanlagen gesetzt. Das junge Berliner Unternehmen Mowea geht einen anderen Weg und hat Kleinwindräder entwickelt, die speziell für den Einsatz im urbanen Raum geeignet sein sollen.

Die einzelnen Module lassen sich demnach wie Bausteine zu unterschiedlichsten Formen von Windrädern zusammensetzen. Momentan wirbt Mowea mit drei verschiedenen Modellen: Net, String und Champ. Durch ihren kleinen Umfang und die Kombinationsmöglichkeiten erhofft sich das Unternehmen sowohl bei Privathaushalten, als auch bei größeren Stromverbrauchern, wie Fabriken oder Bürogebäuden, Anklang zu finden. Ein einzelnes Windrad hat zwar nur eine Leistung von einem halben Kilowatt, allerdings lässt sich bereits durch die Kombination aus vier Mini-Windrädern der Stromhaushalt einer Kleinfamilie decken. Mowea plant, die Windräder in diesem Jahr für einen Stückpreis von etwa 500 Euro auf den Markt zu bringen. 

Windkraftanlage benötigt nur geringe Windstärken

Strom aus Windkraft gibt es bereits seit mehreren Jahrzehnten. Um mehr Wind einzufangen wurden traditionelle Windkraftwerke bislang immer höher gebaut und besitzen größere Rotoren. Doch das führt nicht nur zu ästhetischer Abneigung in der Bevölkerung, sondern ist einer Studie zufolge auch nicht besonders effizient (Lesen Sie hier mehr dazu). Der simple Aufbau der Mini-Windräder von Mowea lässt, laut Aussagen des Unternehmens, eine kostengünstigere Produktion zu.

Zudem benötigen die kleinen Windräder in der Stadt, im Gegensatz zu großen Anlagen auf dem Feld, laut ihrem Entwickler vergleichsweise wenig Wind. Schon drei Meter pro Sekunde reichen angeblich aus, um die Anlage anlaufen zu lassen. Größere Windräder benötigen in der Regel eine deutlich höhere Windstärke. Hier sind mindestens Geschwindigkeiten von zehn Metern pro Sekunde erforderlich, um das Rad zum Laufen zu bringen und effektiv Strom zu produzieren.

Mini-Windkraftwerk

Sehen Sie im Video: Wissenschaftler eines chinesischen Forschungsinstituts haben eine weitere Methode vorgestellt, mit der man elektrische Energie auch aus einem schwachen Luftzug gewinnen kann.

Quellen: EFahrer.com, Tagesspiegel

jus

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