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Nach Angriff auf SchülerVZ: Wie sicher sind soziale Netzwerke?

Der Hackerangriff auf SchülerVZ bringt soziale Netzwerke insgesamt ins Gerede. Deutschlands oberster Datenschützer warnt davor, allzu viele Daten bereitwillige ins Netz zu stellen, und auch die IT-Branche selbst macht sich ihre Gedanken.

Der große Hackerangriff auf das Online-Forum Schüler VZ führt zu einer generellen Debatte über soziale Netzwerke und den dadurch möglichen Datenmissbrauch. Experten warnen davor, allzu bereitwillig persönliche Daten ins Internet zu stellen. Beispielsweise der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar: "Der Fall zeigt, dass man sich überlegen muss, wo man Daten preis gibt, speziell im Internet", sagte Schaar der "Berliner Zeitung". "Daten, die im Internet stehen und von einer großen Zahl von Menschen genutzt werden, können nur schwer gegen Missbrauch geschützt werden."

Auch der Branchenverband der Internetwirtschaft reagierte mit Besorgnis. "Beim Datenschutz von Kindern und Jugendlichen in Online-Netzwerken muss ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet sein. Das muss allerhöchste Priorität genießen", sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des IT-Verbandes Bitkom der Zeitung. Glücklicherweise gehe es bei SchülerVZ nicht um sensible Daten wie Kontonummern. Doch zeige der Fall, wie wichtig es sei, dass Eltern genau darauf achteten, was ihre Kinder in Online-Netzwerken tun.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass mindestens zwei Hacker persönliche Daten von bis zu einer Million Jugendlicher, die SchülerVZ nutzen, illegal kopiert und weitergeben haben.

DPA / DPA