"Sasser"-Entwickler Für 30 Stunden ins Heim


Der Programmierer des "Sasser"-Computervirus', Sven J., ist glimpflich davon gekommen: Der 19-Jährige wurde auf Bewährung verurteilt und muss sich zudem gemeinnützig betätigen.

Der 19 Jahre alte Programmierer des verheerenden Computervirus "Sasser" ist zu einem Jahr und neun Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Verden sprach ihn am Freitag der Datenveränderung in vier Fällen und der Computersabotage in drei Fällen für schuldig. Das teilte Gerichtssprecherin Katharina Krützfeld nach der Urteilsverkündung im Landgericht mit. Außerdem muss Sven J. 30 Stunden gemeinnützige Arbeit in einem Krankenhaus oder Altenheim leisten.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahren Jugendstrafe auf Bewährung gefordert sowie eine Auflage von 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Der Verteidiger hatte am Donnerstag auf eine Jugendstrafe unter zwölf Monaten plädiert. Beide Seiten nahmen das Urteil sofort an, das damit rechtskräftig wurde. Der Gericht verzichtete darauf, J. die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.

Der Angeklagte Sven J. hatte zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Verden ein umfassendes Geständnis abgelegt. "Sasser" hatte vor einem Jahr weltweit Millionen Computer lahm gelegt und große Schäden verursacht. Zuschauer waren vom Prozess ausgeschlossen, weil der Angeklagte zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war.

AP AP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker