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Neuvorstellung Apple-Event: Ein Poliertuch für 25 Euro stiehlt den Spitzen-Notebooks die Show

Das Poliertuch schlug in sozialen Medien schnell Wellen
Das Poliertuch schlug in sozialen Medien schnell Wellen
© Apple
Neue Airpods, bis zu viermal schnellere Macbook Pros und ein neues Streaming-Angebot: Apple hatte bei seinem Event am Montag viel zu zeigen. Der Social-Media-Star des Abends wurde aber in der Keynote gar nicht erwähnt.

Es war ein Abend, wie ihn die Apple-Fans lieben: Bei seinem zweiten Herbst-Event zeigte der Konzern jede Menge neue Produkte, erfüllte Fanwünsche wie die nächste Generation der beliebten Airpods und die Rückkehr der Schnittstellen an den technisch wie optisch beeindruckenden Macbook Pros (hier erfahren Sie mehr zum Event). Doch in den sozialen Netzwerken schlug ein ganz anderes Produkt Wellen.

Das klingt zunächst so unscheinbar, wie es auf den ersten Blick aussieht. "Poliertuch" heißt es schlicht auf Apples Produktseite zu dem mit Macbook Pro und Co. neu im Apple Store aufgetauchten Produkt. Und weiter: "Das Poliertuch ist aus einem weichen, abrieb­freien Material und reinigt jedes Apple Display, auch Nano­textur­glas, schonend und gründlich." Die große Aufmerksamkeit verdankt das Tuch seinem Preis: Stolze 25 Euro ruft Apple dafür ab.

Flach, schick und flauschig

Das Tuch selbst wirkt unspektakulär. Ein weitgehend unscheinbares weißes Stoffquadrat mit abgerundeten Ecken. Schaut man genau hin, entdeckt man das kleine Apfellogo, das in einer der Ecken eingestickt wurde. Aus welchem Material genau das sehr weich aussehende Tuch gefertigt wird, ist auf der Produktseite nicht vermerkt. Der Lieferumfang ist schlicht: "Poliertuch", heißt es da. 

Neben dem Preis zieht vor allem eine andere Entscheidung des Konzerns den Spott des Netzes auf sich. Denn: Apple hat sich entschieden, das Tuch zu behandeln wie viele andere Zubehör-Artikel – und es mit einer Kompatibilitätsliste versehen. Die listet in großer Ausführlichkeit Unmengen an Apple-Geräten der letzten Jahre, nennt etwa sämtliche Apple Watches, einzeln aufgelistet natürlich, Macbooks und Macbook Pros bis in Jahr 2014 zurück und auch viele iPhone-Modelle als kompatibel.

Vollständig ist die Liste indes aber nicht. Und wirft so spöttische Fragen auf. "Kann ich das Tuch nicht mit meinem Android-Smartphone nutzen?" fragten etwa ein Nutzer bei Reddit. Anderen sprang sofort ins Auge, dass Apple keine iPhones vor dem iPhone 6 nannte – und kommentierten hämisch, ob die älteren Modelle bei Benutzung kaputt gingen. Die Frage ist nicht ganz unberechtigt. Schließlich listet Apple auch einen elf Jahre alten iPod als kompatibel.

Kein Wunder, dass die Witze sich schnell ins immer Absurdere steigerten. Ein Bild zeigt etwa das Profimodell, das "Poliertuch Pro Max". Das ist nicht nur größer und mit 99 Euro erheblich teurer als das einfache "Modell": Es bringt auch die vom iPhone und seit Montag auch vom Macbook Pro bekannte Kamera-Ausbuchtung ("Notch") am Rand mit.

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mma

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