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Auswertung von Fitness-Trackern: Wie das Erdbeben San Francisco um den Schlaf brachte

Fitness-Tracker zählen Schritte, Kalorien und analysieren den Schlaf. Eine Grafik zeigt, wie sich das kalifornische Erdbeben auf den Schlaf auswirkte und wie viele Träger im Bett hochschreckten.

Am Sonntagmorgen wurde Kalifornien vom stärksten Erdbeben seit 25 Jahren erschüttert. Es hatte eine Stärke von 6,0 auf der Richterskala. Nach Schätzungen der US-Erdbebenwarte USGS liegt die Schadenssumme bei etwa einer Milliarde Dollar (etwa 760 Millionen Euro), wie die "Washington Post" berichtete. Laut Medien wurden mindestens 150 Menschen in Krankenhäusern behandelt, die Aufräumarbeiten sollen noch etwa eine Woche andauern. Eine Datenanalyse der Firma Jawbone zeigt, wie sich das Erdbeben auf den Schlafrhythmus Fitnessarmband-Trägern auswirkte. Anhand der Aktivitätskurven erkennt man den Zeitpunkt des Erdbebens - gegen 3.20 Uhr bebte der Boden.

Je weiter weg, desto ruhiger der Schlaf

Außerdem belegen die Tracker die nicht sonderlich überraschende These, dass die Träger umso seltener aufwachten, je weiter sie vom Zentrum des Erdbebens entfernt waren. So wachten knapp 80 Prozent der Nutzer im Bereich von 25 Meilen (knapp 40 Kilometer) um das Epizentrum auf, im 100 Meilen entfernten Modesto waren es nur zehn Prozent.

Am stärksten war das Beben demnach in der Stadt Napa im bekannten Weinbaugebiet Napa Valley, dort wurden einige historische Gebäude schwer beschädigt. Auch viele Weingüter meldeten Schäden - Weinfässer stürzten um und Flaschen wurden aus den Regalen geschleudert. Wohnhäuser, Straßen und Gasleitungen gingen kaputt. Laut "CNN" konnte die Stromversorgung mittlerweile vielerorts wiederhergestellt werden.

Christoph Fröhlich/mit DPA
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