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Das Jahr des Cloud Computing: Der Alltag ist digital

Kein Schlagwort hat die Computerwelt 2009 so sehr geprägt wie die "Cloud". Diese wolkige Umschreibung für Anwendungen aller Art im Internet ist mehr als der neueste Hype einer schnelllebigen Branche. Sie steht auch für ein grundlegend verändertes Konzept im digitalen Alltag.

"Drei Bildschirme und eine Wolke" prägen künftig das Leben und Arbeiten im Netz, wie es der Microsoft-Vordenker Ray Ozzie formuliert. Die drei Bildschirme stehen für den PC, das Handy und den Fernseher. Die eigentliche Intelligenz befindet sich aber in der Wolke (englisch: Cloud), nämlich das allgegenwärtige Netz von Servern, Rechenzentren und Internet-Diensten, bei denen man nie so genau weiß, an welchem Ort sich diese gerade befinden. Zuerst hat das "Cloud Computing" die IT-Technik der Unternehmen beschäftigt, etwa auf der Cebit im März. Das Konzept verspricht erhebliche Kosteneinsparungen, wenn sich Unternehmen nicht mehr selbst um Wartung und Updates von Anwendungen und Diensten kümmern müssen.

Inzwischen aber prägen vor allem die kleinen quadratischen Symbole der iPhone-Apps das Bild vom Cloud Computing. In weniger als eineinhalb Jahren haben Programmierer mehr als 100.000 dieser kleinen Anwendungen für das Apple-Smartphone entwickelt. Viele von ihnen transportieren Informationen aller Art aus dem Netz auf das mobile Gerät.

Apple bedrängt Nokia

Wer die Programmierer für die eigene Plattform gewinnen kann, hat im Kampf um Marktanteile einen wesentlichen Vorsprung. Apple bedrängt bei Handys vor allem den Noch-Marktführer Nokia, der Anfang September in Stuttgart neue Geräte und Dienste vorstellte. Einen Monat danach folgte Microsoft, das nun mit "Windows phones" verlorenen Boden bei den Smartphones gutmachen will. Windows hat mit der im November eingeführten Version 7 etwas Glanz zurückgewonnen. Das beste Windows, das es je gab, ist stabiler, etwas schneller und frei von den Schwächen des wenig beliebten Vorgängers Vista. Schon vor Microsoft hat Apple sein Mac-System erneuert; Die Version 10.6 "Snow Leopard" will unter anderem mit der Unterstützung für die Microsoft-Mail-Technik Exchange neue Nutzer gewinnen.

Allerdings sind Betriebssysteme nicht mehr so wichtig, wenn sich das Schwergewicht des digitalen Fortschritts in die Cloud verlagert. Da kommt es vor allem auch auf den Browser an. Zumindest in Deutschland konnte der Firefox des Open-Source-Projekts Mozilla erstmals den Internet Explorer von Microsoft überholen.

Microsoft gegen Google

Sehr lebendig war es 2009 bei der Internet-Suche. Im Wettbewerb mit Marktführer Google startete Microsoft im Mai seine neue Internet-Suche "Bing" und vereinbarte im Juli eine enge Zusammenarbeit mit Yahoo. Ob die damit verbundenen Erwartungen in Erfüllung gehen, wird sich im neuen Jahr zeigen. Im Herbst lieferten sich die Suchmaschinenbetreiber dann einen Wettlauf bei der Einbindung von Twitter-Mitteilungen in ihre Datenbanken. Derweil eilte Google auch 2009 von einer neuen Internet-Anwendung zur nächsten. Die meiste Beachtung fand die neue Kommunikationsplattform Wave, die sich als moderne Alternative zur E-Mail versteht. Die ersten Reaktionen fielen allerdings zurückhaltend aus. Erfolgreich agierte Google mit seinem Handy-Betriebssystem Android, das bei einer wachsenden Zahl von Herstellern Anklang findet. Im neuen Jahr soll es mit Chrome OS auch ein PC-Betriebssystem von Google geben.

Das Internet-Unternehmen war auch 2009 wieder für etliche Kontroversen über den Daten- und Urheberschutz gut. Vor allem der juristisch komplizierte Streit über Google Books zog sich das ganze Jahr über hin und kulminierte kurz vor der Buchmesse in einer scharfen Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch verzögerte sich die Google Street View mit 3D-Ansichten ganzer Straßenzüge in deutschen Städten wegen der Kritik von Datenschützern. Beim Schutz der Privatsphäre rückten daneben die Sozialen Netzwerke zunehmend in den Blickpunkt, Höhepunkt war eine Erpressungsaffäre beim SchülerVZ.

Der Cloud gehen die Adressen aus

Bei der Hardware setzte sich 2009 der Trend zum Netbook weiter fort. Ein herausragendes Thema waren daneben die E-Books. Hier setzten Sony und Amazon die Akzente. Das Kindle ist seit Herbst auch in Europa verfügbar, das Buchangebot dafür ist allerdings noch überwiegend englischsprachig. Im neuen Jahr darf man gespannt sein, wie das Berliner Startup-Unternehmen txtr mit seinem E-Book ankommen wird - es bezieht seine Inhalte wie das Kindle direkt aus dem Netz.

Dort wird es langsam eng, was die Verteilung der IP-Adressen für jedes im Internet befindliche Gerät angeht. Spätestens 2011 sollen die mit dem bisherigen Internet-Protokoll IPv6 verfügbaren Adressen alle vergeben sein. Damit es in der Cloud zu keiner Torschlusspanik kommt, sollten die Bemühungen um Einführung des neuen Protokolls IPv6 jetzt entscheidend vorangebracht werden. Der erste Tag des neuen Jahres gibt schon mal Anlass zum Optimismus: In der Notierung 01.01.10 besteht es allein aus den digitalen Ziffern 0 und 1.

AP / AP
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.