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Datenschutz: Google verteidigt Speicherung von Nutzerdaten

Mit der Sammlung von Suchanfragen verletzt der Suchmaschinenanbieter Google möglicherweise die Datenschutzgesetze, so glauben EU-Datenschützer. Der Online-Dienstleister wehrt sich jetzt gegen die Vorwürfe.

Google hat nach einer Anfrage von EU-Datenschützern seine Speicherung von Nutzerdaten verteidigt. Der zuständige Experte des Internet-Konzerns, Peter Fleischer, sagte, die Daten würden aus Sicherheitsgründen und zur Verbesserung der Suchen benötigt. Google habe jedoch von sich aus beschlossen, die bei einer Suche gewonnenen Daten nach 18 bis 24 Monaten zu löschen.

"Die EU will sicherstellen, dass eine Firma die von ihr gespeicherten Daten nur so lange behält, wie sie sie braucht, aber nicht länger", sagte Fleischer. Google werde der Artikel 29 Datenschutzgruppe fristgerecht bis zum 19. Juni antworten.

Börsenkurs stabil

Google-Aktien zeigten sich von dem Streit unbeeindruckt und lagen im Verlauf um 1,6 Prozent höher bei 481,78 Dollar in einem freundlichen Umfeld.

Die Artikel 29 Datenschutzgruppe ist das unabhängige Beratungsgremium der Europäischen Union (EU) in Datenschutzfragen. Sie hatte sich besorgt gezeigt, dass Google die Nutzerdaten der Suchmaschine zu lange speichert.

Reuters