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Rechtsstreit Das Ende für "Fortnite"? Das Erfolgsspiel wird verklagt – aber nicht wegen der Gewalt

Kampfszene aus dem Videospiel
Fortnite lässt sich entweder allein, zu zweit oder im Team spielen
© steamXO/flickr
"Fortnite" ist derzeit das angesagteste Videospiel, vor allem bei Jugendlichen. Doch in Südkorea gibt es einen Konkurrenten, der es gar nicht mag. Er verklagt den Hersteller Epic Games wegen Copyright-Verletzungen.

Seit seinem Erscheinen im September 2017 ist das Videospiel "Fortnite: Battle Royale" mit mehr als 40 Millionen Spielern eins der erfolgreichsten der Welt geworden. Es lässt sich kostenlos auf den Computer, Konsolen sowie mobil herunterladen und verdient sein Geld mit Accessoires wie Kleidung und Rucksäcken. Einer urbanen Legende nach geht dieses Verkaufsmodell auf den erfolgreichen amerikanischen Rasiererhersteller King Camp Gilette zurück: "Give 'em the razor, sell 'em the blades."

Der "Fortnite"-Anbieter Epic Games verdiente damit allein im April dieses Jahres mehr als 250 Millionen Euro, wie der "Guardian" berichtet. Mit seiner wachsenden Popularität hat "Fortnite" seinem erfolgreichen, rund drei Monate älteren Vorgänger "PlayerUnknown's Battleground" das Wasser abgedreht. Dessen südkoreanischer Hersteller Bluehole hat nun eine Klage gegen den amerikanischen Ex-Partner Epic angestrengt: "Fortnite Battle Royale" soll "PUBG" kopiert haben – hinsichtlich Gameplay, Ingame-Gegenständen und der Bedienoberfläche.

Hat Epic bei "Fortnite" das Erfolgsmodell abgekupfert?

Ursprünglich war "Fortnite" bereits im Juli 2017 herausgekommen – als kooperatives Zombie-Shooting-Spiel. Nach dem großen Erfolg von "PlayerUnknown's Battleground", in dem sich 100 Spieler in einer schrumpfenden Umgebung bekämpfen bis nur noch einer übrig ist, veröffentlichte Epic Games eine neue Version seines Spiels, "Fortnite: Battle Royale". Von da an begann der Abstieg für "PUBG".

Der Rechtstreit ist kompliziert, Copyright-Verletzungen sind bei Videospielen schwer nachzuweisen. Während "PUBG" echter und realistischer wirkt, ist die Optik von "Fortnite" eher im Cartoon-Stil, mit Fantasie-Waffen und der Option, sich eigene Festungen zu bauen. Vermutlich müssten die Kläger eine Kopie ihres Codes nachweisen, um die Rechtsverletzung zu belegen. Der Streit wird in Südkorea ausgetragen – schon seit Januar 2018.

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