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"Tanzverbot" versus "Orangemorange" Gamescom: Online-Streit zwischen Twitch-Stars eskaliert fast in wilder Prügelei

Tanzverbot Gamescom
Kilian Heinrich alias Tanzverbot bei einem Kampfsport-Event. Auf der Gamescom war der Youtuber und Twitch-Streamer nun selbst in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt. 
© IMAGO/Christoph Hardt
Ein seit einiger Zeit schwelender Online-Streit zwischen drei Twitch-Streamern wurde auf der Gamescom in Köln ziemlich handfest. Hinterher verlagerte sich der Beef wieder ins Netz – mit gemischten Erkenntnissen. 

Die Szene, die gerade in etlichen Videos massenhaft im Netz geteilt und diskutiert wird, erinnert wirft unweigerlich eine Frage auf: Blicken wir hier wirklich auf die größte Games-Messe der Welt oder auf den Parkplatz einer Großraumdisko in irgendeinem beliebigen Provinznest? 

Zu sehen zu hören ist folgendes: Eine Gruppe junger Menschen hat sich auf einem Platz auf dem Außengelände der Gamescom versammelt. Die findet nämlich nach zwei pandemiebedingten Digitalauflagen in diesem Jahr wieder vor Ort in Köln statt. Im Mittelpunkt stehen die beiden Branchenstars Tanzverbot (bürgerlich: Kilian Heinrich) und Orangemorange (Kevin Bongers), hunderttausenden bekannt durch ihre Twitch- und Youtube-Präsenz.

Tanzverbot pöbelt im Video erkennbar aufgebracht in Richtung seines Widersachers und versucht zu ihm zu gelangen. Andere versuchen, die beiden auseinanderzuhalten. Orangemorange schleudert einen Becher in Richtung Tanzverbot, worauf hin dieser völlig außer sich gerät und nur mit Mühe von weiteren Beteiligten zurückgehalten werden kann. Erst als er am Ende des Clips versehentlich eine Frau zu Boden schleudert, die ihn beruhigen möchte, scheint er das Ausmaß seines Handelns zu erfassen und wirkt entsetzt über sich selbst. Das Video ist hier zu sehen.

Hintergrund der Gamescom-Rangelei ist ein Online-Streit

Der Auslöser der hitzigen Szene blieb unklar. Hintergrund scheint ein Online-Streit zu sein, der seit einiger Zeit zwischen den beiden schwelt und in den als Dritter auch noch Streamer Scurrows (Theo Bottländer) involviert ist. Im Kern geht es darum, dass Tanzverbot den beiden anderen öffentlich vorwirft, dass sie sich von Online-Casinos sponsern lassen und sich dabei filmen, wie sie online Glücksspiele spielen. Dies könne Minderjährige in die Spielsucht treiben, lautet der (wohl nicht ganz unberechtigte) Vorwurf. 

Der Vorfall lauf der Gamescom verlagerte sich anschließend wieder ins Netz, wo hitzig über Schuldzuweisungen diskutiert wurde. Orangemorange postete bei Twitter noch ein Statement, in dem er ankündigte, das Gespräch mit Tanzverbot zu suchen. 

Den klügsten Beitrag zur Diskussion lieferte wohl Twitch-Kollege Marcel Eris alias MontanaBlack oder kurz Monte. Eris hatte mit Tanzverbot in der Vergangenheit einen ähnlichen Konflikt, die beiden legten den Streit jedoch bei. Zum Vorfall auf der Gamescom schrieb Monte bei Twitter nur kurz und treffend: "Gewalt ist ziemlich uncool". 

Quellen: Twitter, "Ingame.de"

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rös

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