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Internet-Kriminalität: Virus lauert in Telefonrechnung

Immer wieder lassen sich Autoren von Computerschädlingen neue Tricks einfallen, um ihre digitalen Plagegeister an den Mann zu bringen. Aktuell schwirren E-Mails mit gefälschten Rechnungen von Internet-Providern durchs Netz.

Internetnutzer müssen sich vor gefälschten Provider-Rechnungen in Acht nehmen. Betrüger verschickten derzeit verstärkt falsche Rechnungen per E-Mail, die zum Teil täuschend echt aussehen.

Das sagt Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Erst kürzlich hatte das BSI auch vor gefälschten GEZ-Rechnungen gewarnt, die per E-Mail in Umlauf kamen. Öffnet der Anwender die vermeintliche Rechnung im Anhang, so starte er eine als PDF-Dokument getarnte ausführbare Datei. Dadurch könnten sich schadhafte Programme auf dem Rechner installieren.

Rückfragen nur über teure Servicenummern

In der angeblich vom Internetanbieter 1&1 stammenden E-Mail heißt es, dass in Kürze ein Betrag von mehr als 100 Euro vom Konto des Empfängers abgebucht werde. Für Rückfragen werden 01805-Rufnummern angegeben, die sich von den Original-Nummern kaum unterscheiden. "Diese können aber hohe Kosten verursachen", warnt Gärtner. Auch eine falsche Internetadresse wird als Kontaktmöglichkeit angegeben. Nutzer sollten diesen Link auf keinen Fall anklicken - auch hier drohe dem PC sonst ein Virenbefall.

Grundsätzlich sollten Anwender sich nicht durch seriös klingende Absender dazu verleiten lassen, verdächtige E-Mail-Anhänge zu öffnen, rät Gärtner. "Gerade E-Mails, die Nutzer unaufgefordert erhalten, sind verdächtig." Im Zweifelsfall sei es ratsam, beim Absender nachzufragen.

DPA / DPA