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Megaupload-Gründer: Kim Dotcom muss in Neuseeland vor Gericht erscheinen

US-Ankläger wollen Kim Dotcom den Prozess machen, der Internetunternehmer kämpft gegen die Auslieferung. Nachdem ein Gerichtstermin in Neuseeland immer wieder verschoben worden war, haben die Richter nun kein Nachsehen mehr.

Kim Dotcom werden massive Verletzungen von Urheberrechten vorgeworfen

Kim Dotcom werden massive Verletzungen von Urheberrechten vorgeworfen

Wie geplant muss der umstrittene Internetunternehmer Kim Dotcom am 21. September in Neuseeland vor Gericht erscheinen, wo ein Auslieferungsantrag der USA gegen den Megaupload-Gründer geprüft werden soll. Der Termin war immer wieder verschoben worden - auch dieses Mal hatte der 41-Jährige einen entsprechenden Antrag gestellt. Doch das Berufungsgericht in Wellington lehnte diesen laut einer am Montag veröffentlichten Erklärung ab. 

Dotcoms Rechtsanwälte hatten argumentiert, dass kein faires Verfahren möglich sei, da dem Unternehmer und seinen Kollegen die Mittel vorenthalten worden seien, sich US-Experten an die Seite zu holen. Diese Frage könne bei der Anhörung erörtert werden, so der Richter. 

Millionenschaden durch Dotcom?

US-Ankläger werfen Dotcom vor, Internetnutzer mit seiner Tauschplattform Megaupload zu Urheberrechtsverletzungen verleitet zu haben. Er habe dabei Millionengewinne gemacht. Sie wollen ihm den Prozess machen und fordern seine Auslieferung. 

Nach einer Razzia bei dem deutschen Internetunternehmer im Jahr 2012 hatte die US-Justizbehörden die Auslieferung beantragt. Dotcom wehrt sich dagegen. Die Behörden in Neuseeland waren damals auf Antrag der US-Behörden mit Dutzenden Beamten auf Dotcoms Anwesen bei Auckland vorgedrungen und hatten Dotcom festgenommen. Sie beschlagnahmten Luxusgüter und Vermögenswerte. Dotcom kam auf Kaution frei. 

kis / DPA