HOME

Online-Tauschbörsen: Die Vertreibung aus dem Paradies

Ein guter Tag für die US-Unterhaltungsindustrie, ein schlechter für Tauschbörsen: Nach einem Gerichtsentscheid können sie für illegales Verhalten ihrer Nutzer haftbar gemacht werden. Jetzt droht eine Klagewelle.

Illegal CDs kopieren? Das war gestern. In den USA werden ganze Kinofilme illegal verfielfältigt. Besonders ärgerlich für die Unterhaltungsindustrie: meist noch vor dem offiziellen Filmstart. Damit könnte jetzt erst einmal Schluss sein. Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten in Washington hat diesen Montag entschieden, dass amerikanische Internet-Tauschbörsen künftig für die Verfehlungen ihrer Kunden verantwortlich gemacht werden können - konkret für den daraus entstehenden Schaden durch Dritte. Damit werden die Tauschbörsen wie etwa "Morpheus" oder "Grokster" haftbar, wenn ihre Kunden gegen Urheberrechte verstoßen. Beobachter erwarten jetzt eine Klagewelle gegen die Internetportale.

Nicht genug gegen illegales Kopieren getan

Die amerikanische Musik- und Filmbranche wirft den Tauschbörsen vor, für das massenhafte illegale Kopieren von Filmen und Musik verantwortlich zu sein. Auch die obersten Richter waren der Ansicht, es gebe genügend Anhaltspunkte, dass die kostenlosen Tauschbörsen nicht genügend zur Abwehr des illegalen Kopierens getan haben. Damit ließen sie eine Klage der Musikindustrie grundsätzlich zu.

Die Richter in Washington hoben mit ihrem weit reichenden Beschluss eine gegensätzliche Entscheidung eines US-Berufungsgerichts auf. Dieses hatte damals argumentiert, die Betreiber könnten für derartige Verstöße nicht zur Verantwortung gezogen werden, weil ihre Plattformen genauso gut für legale Zwecke genutzt werden könnten. Nun geht es Börsen an den Kragen, die Tauschdienste anbieten und gezielt werben, dass damit Urheberrechte verletzt werden. Das Urteil zielt dabei vor allem auf Betreiber und Entwickler von P2P-Software - und ist damit ein alter Hut.

Urteil trifft die "neuen Bösen" nicht

Zwar dürfte auf das Urteil jetzt eine Klagewelle gegen P2P-Entwickler und Betreiber von Online-Börsen folgen. Doch die wirklichen "Bösewichter" sind die dezentral organisierten Auftritte wie BitTorrent oder eDonkey - die seit einigen Jahren die klassischen P2P-Börsen á la KaZaA abgelöst haben.

Kläger vor dem Supreme Court war das Hollywoodstudio MGM ("James Bond"), das von mehr als zwei Dutzend Firmen der Film- und Musikbranche unterstützt wurde. Während der Anhörungen machte die Klägerseite geltend, daß die Branche durch die Piraterie mit Hilfe der Online-Börsen einen Umsatzeinbruch von 25 Prozent erlitten habe. Grundsätzlich ging es der Unterhaltungsindustrie darum, ein Geschäftsmodell zu kriminalisieren, dass auf simpler Copyright-Verletzung basiert.

Klage an anderes Gericht verwiesen

Über die Klage selbst muss nun ein anderes Gericht entscheiden. Dort hatten sich die Richter auf ein Urteil des Obersten Gerichtes von 1984 bezogen. Damals hatten die Richter entschieden, Hersteller von Videorekordern dürften nicht verantwortlich gemacht werden, wenn mit ihren Geräten illegal Filme kopiert würden.

AP, Reuters / AP / Reuters
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.