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PC-Sicherheit: Trojaner lauert im WM-Spielplan

Wie gerufen kommt auch für Kriminelle die Fußball-Weltmeisterschaft. Sie nutzen das Großereignis, um Viren auf PCs oder auf Handys unachtsamer Nutzer zu schleusen. Die Verbraucherzentrale weiß Rat.

Ereignisse wie die Fußball-WM nutzen Virenautoren gerne, um arglosen Internetnutzern ihre versteckten Schadprogramme unterzujubeln. Meist sind sie einer E-Mail mit einer attraktiven Betreffzeile angehängt. Erst im Mai tauchte ein Trojaner auf, der sich als WM-Spielplan tarnte. Bereits 2005 nutzte ein Computervirus die Vorfreude der Fußballfans auf die WM. Damals tarnte sich der Schädling als Benachrichtigung zur WM-Ticketauslosung.

Wird der Anhang geöffnet, installiert sich das Schadprogramm unbemerkt. Auf solche Fälle machen jetzt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern sowie das Bundeskriminalamt aufmerksam.

Wenn ein solcher Schädling - wie beispielsweise ein Virus oder ein Trojaner - erst einmal auf dem PC ist, kann er Daten wie Kontonummer und Zugangscodes fürs Online-Banking ausspionieren, Dateien verändern sowie löschen oder den PC fernsteuern.

Warnung vor "La-Ola-Wellen" von Handy-Viren in Stadien

Eine weitere Gefahr lauert in den Stadien: Vor einer drastischen Verbreitung von Handy- Virenattacken haben heute in Hannover Experten gewarnt. Zur WM könnten sich in den Stadien solche Viren schnell wie eine große "La-Ola-Welle" ausbreiten, warnt das Computer-Fachmagazin "c’t". Allein durch die schiere Ansammlung der vielen Handys könnten sich entsprechende Viren rasant ausbreiten.

"Wenn zum Beispiel auf dem Handy eine Botschaft wie 'Installieren: Free-WM-After-Party-Ticket?' auftaucht, werden vermutlich viele die OK-Taste drücken und sich damit einen Virus einfangen", sagte "c’t"- Redakteur Jürgen Schmidt. "Wir raten dazu, den Bluetooth-Funk zu deaktivieren." Noch wichtiger sei es, keine unerwarteten Meldungen oder Anfragen zu bestätigen, keine Programme auszuführen und keinerlei Software oder Spiele aus Tauschbörsen herunterzuladen.

Verbrauchertipps

Die Verbraucherzentrale mahnt alle Internetnutzer aufzupassen, welche Dateien und Mail-Anhänge sie öffnen. Auf der Plattform verbraucher-gegen-spam.de stehen ihnen zahlreiche Informationen zur Verfügung. Außerdem werden Verbraucher auf den Seiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bsi-fuer-buerger.de oder buerger-cert.de über neue Sicherheitslücken informiert.

DPA/DDP / DPA