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Tauschbörsen: Bis nach ganz oben geklagt

Der Rechtsstreit zwischen der US-Musikindustrie und zwei Herstellern von P2P-Tauschprogrammen ist vor dem Obersten Gericht der USA angekommen. In allen vorigen Instanzen hatten die Softwareanbieter gewonnen.

Der Kampf zwischen der amerikanischen Unterhaltungsindustrie und den Tauschbörsen im Internet hat die letzte juristische Instanz erreicht. Der Oberste Gerichtshof der USA nahm sich am Dienstag der Klage von 28 Film- und Musikkonzernen gegen die beiden Tauschbörsen Grokster Inc. und StreamCast Networks an. Diese ermöglichen mit ihrer Software, auch urheberrechtlich geschützte Filme und Musikstücke kostenlos im Internet zu kopieren.

Ein Urteil wird frühestens im Juli erwartet. Die angeklagten Tauschbörsen hatten alle bisherigen Verfahren in den anderen Instanzen gewonnen.

Die Positionen sind bekannt

Die Musikindustrie macht in der Klage geltend, in den vergangenen Jahren schwere Verluste durch Tauschbörsen erlitten zu haben. Zwar sind mehrere Konzerne inzwischen dazu übergegangen, das legale Herunterladen ihrer Musik über das Internet anzubieten. So verkaufte der Online-Dienst iTunes des Computerkonzerns Apple seit seinem Start vor knapp zwei Jahren mehr als 300 Millionen Musikstücke. Die Zahl der kostenlos herunter geladenen Titel aber liegt nach Meinung der Industrie aber immer noch beim einem Vielfachen.

Hersteller der dazu benötigten Download-Software haben sich in der Vergangenheit erfolgreich damit verteidigt, dass sie für den Missbrauch ihrer Produkte durch Verbraucher nicht verantwortlich sind.

DPA / DPA
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