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iOS 16.3 Das neue iPhone-Update bringt die meisterwartete Funktion auch nach Deutschland

Die Kamera-Pille wird von Apple zur Dynamic Island umgedeutet und zeigt Zusatzinformationen wie hier zur abgespielten Musik an
iOS 16.3 steht für alle unterstützten Geräte zum Download bereit
© Malte Mansholt / stern.de
Seit Montagabend steht iOS 16.3 zum Download bereit. Und bringt die wichtigste Apple-Sicherheitsfunktion seit Jahren. Der Zeitpunkt für das Update dürfte aber einen anderen Anlass haben.

Wie immer kommen die Updates auf einen Schlag. Am Montagabend hat Apple neue Systeme für iPhone, iPad und seine Mac-Rechner veröffentlicht. Die enthalten nicht nur Fehlerbehebungen. Sondern bringen gleich mehrere neue Funktionen mit sich. Die wichtigste: Apples Ende-zu-Ende-Verschlüsslung seiner Cloud-Dienste ist nun auch in Deutschland verfügbar.

iOS 16.3: Verschlüsselung nun auch in Deutschland

Was vielleicht unspektakulär klingt, ist wohl eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen des Konzerns in den letzten Jahren. Lädt ein Nutzer seine Daten, Kontakte der Fotos in Apples Cloud-Angebot iCloud, sind diese dort zwar grundsätzlich gut geschützt. Verschlüsselt sind sie aber bislang nicht. Verschafft sich ein Unbefugter - oder die Strafverfolgungsbehörden - Zugriff auf die Daten, haben sie vollen Zugriff darauf. Mit der "Erweiterter Datenschutz" genannten Funktion ändert sich das nun. Sämtliche Daten lassen sich dann nur noch von Geräten öffnen, die dem Account zugeordnet sind. 

Die Funktion war zunächst auf wenige Länder beschränkt, mit dem Update funktioniert sie auch in Deutschland. Um sie einzurichten, müssen Sie zunächst Einstellungen öffnen und dann "Apple-ID", die "iCloud" und dort die Option auswählen. Beim ersten Einschalten muss man zudem einen speziellen Code generieren oder eine vertrauenswürdige Person bestimmen. Der Hintergrund: Geht der Zugang zum Account verloren, kann nicht mal Apple die Daten zurückholen. Der über die Rettungsfunktion generierte Schlüssel erlaubt es dann aber dennoch. 

Das steckt außerdem im Apple-Update

Zum Muss wird das System durch die geschlossenen Sicherheitslücken. Apple listet ein Dutzend von Fehlern in den älteren Systemversionen, die sich von Angreifern ausnutzen lassen und nun behoben wurden. 

Der Anlass für das Update dürfte allerdings der neue Homepod sein. Der gerade vorgestellte smarte Lautsprecher erscheint nächste Woche im Handel und benötigt für die Einrichtung ein Update für die verknüpften Geräte. Toll: Auch ältere Geräte erhalten durch die neue Software Funktionen wie die Erkennung von Rauchalarmen und den Zugriff auf das verbaute Thermometer. Was der neue Lautsprecher taugt und ob er tatsächlich so gut klingt, wie Apple verspricht, lesen Sie demnächst beim ausführlichen Test auf stern.de.

iOS 16.3: Viele Neuerungen im Detail

Neben den beiden großen Neuerungen hat Apple aber auch allerlei Kleinkram überarbeitet. So muss zum Auslösen der Notruf-Funktion nun die Einschalt-Taste sowie eine der Lautstärke-Tasten gedrückt gehalten und dann auch wieder losgelassen werden. Dadurch will Apple die Anzahl an Fehlalarmen etwas reduzieren. 

Auch Fehler behebt das Update. Apple nennt ein Problem, bei dem Hintergrund-Bilder als nahezu vollständig schwarz gezeigt werden. Besitzer eines iPhone 14 Pro Max klagten über Querstreifen nach dem Einschalten des Geräts. Auch in der Smarthome-App Home gab es offenbar Darstellungsfehler. Und zu guter Letzt soll Siri Verständnisprobleme gehabt haben, wenn über die Autosteuerung Carplay Musikwünsche an sie gestellt wurden. Diese Fehler sollen durch das Update behoben werden. 

So installieren Sie das Update

Haben Sie automatische Updates eingeschaltet, lädt sich das System die neue Version automatisch herunter und installiert sie bei bestehender Strom- und Wlan-Verbindung über Nacht selbstständig. Wollen Sie manuell prüfen, ob ein Update bereit steht, finden Sie diese Option in den Einstellungen unter "Allgemein" und "Softwareupdate".

Quelle: Apple

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