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Apples neues Betriebssystem: So schlägt sich iOS 6 gegen Android

Apple hat die sechste Version von iOS vorgestellt. Doch wie schlägt sich das mobile Betriebssystem gegen den Dauerrivalen Android? Wir haben einige Kernfeatures miteinander verglichen.

Von Christoph Fröhlich

Apple hat am Montag sein mobiles Betriebssystem iOS 6 präsentiert: Mehr als 200 neue Funktionen verspricht der iPhone-Hersteller, darunter einen eigenen Kartendienst und neue Sprachen für den Sprachassistenten Siri. iOS 6 ist nicht nur ein Update des bisherigen Systems, sondern eine weitere Kampfansage an Googles Android. Im Herbst soll die sechste Auflage zum Download angeboten werden – doch schon jetzt ist Google in mancher Hinsicht besser. Wir haben die beiden Betriebssysteme miteinander verglichen.

Apps

Die Anzahl und Qualität der Apps ist das wohl entscheidendste Kriterium im Vergleich zwischen iOS und Android. Wie schnell ein mobiles Betriebssystem mit mangelnder App-Unterstützung bei den Kunden in Ungnade fällt, zeigte HP im vergangenen Jahr mit webOS. Obwohl das Softwarepaket in vieler Hinsicht punkten konnte, fehlten wichtige Programme bis zum Schluss – und besiegelten so das Schicksal der mobilen HP-Geräte. Bei der Anzahl der Apps hat Apple eindeutig die Nase vorn: Mit mehr als 650.000 Apps und 225.000 speziell für das iPad angepassten Anwendungen liegt Google mit 450.000 Programmen deutlich hinter dem iPhone-Hersteller.

Auch viele Hersteller bevorzugen Apple-Geräte: Populäre Apps wie der Fotodienst Instagram oder das Spiel "Tiny Wings" sind oder waren lange exklusiv für iPhone und Co. erhältlich. Android punktet allerdings mit mehr Gratis-Programmen und niedrigeren Preisen für kostenpflichtige Software. Ein weiterer Pluspunkt für das Google-System: Apps von externen Anbietern können relativ einfach installiert werden, bei Apple muss dafür das Gerät umständlich gehackt werden.

Telefon

Mit iOS 6 präsentiert Apple neue Funktionen fürs Telefonieren: Sitzt man gerade in einer Besprechung und kann deshalb den Anruf nicht annehmen, konnte der bislang nur weggedrückt werden. Mit der neuen "Bitte nicht stören"-Funktion werden störende Anrufer jetzt von vornherein geblockt, sie bekommen nur die Mailbox zu hören. Erwartet man dennoch wichtige Anrufe, können einige Kontakte zuvor als eine Art VIP festgelegt werden - sie können dann jederzeit anrufen. Wer fremde Anrufer nicht gleich verprellen möchte, kann nun auch eine vordefinierte schnelle Antwort wie "Ich rufe gleich zurück" senden.

Ähnliche Schnellantworten bietet auch Googles Android. Eine "Bitte nicht stören"-Funktion sucht man auf dem Google-Betriebssystem aber vergebens. Vermutlich wird eine ähnliche Funktion in Android 5.0 "Jelly Bean" nachgerüstet werden.

Kartendienste

Mit dem Apple-eigenen Kartendienst Maps hat der Konzern aus Cupertino das Rennen um die bessere App eröffnet. Doch der Kampf wird hart: Google ist seit Jahren der Platzhirsch bei mobilen Kartendiensten, daran konnte auch Microsoft mit Bing nichts ändern. Der Apple-Dienst beeindruckt in einem ersten Test mit 3D-Karten und einer integrierten Navigation mit dem Sprachassistenten Siri.

Doch auch Google hat in der vergangenen Woche nachgelegt. Der Suchmaschinenriese bietet nach seinem Rausschmiss auf Apple-Geräten demnächst ebenfalls dreidimensionale Karten, zudem sollen die Stadtpläne auch teilweise offline zur Verfügung stehen. Bei Apple wird bislang eine Internetverbindung zwingend vorausgesetzt. Und: Google hat bereits Museen, Shopping-Center und Messehallen kartographiert, mit Street View stehen zudem Millionen von abfotografierten Straßen und Nachbarschaften bereit. Bei den virtuellen Landkarten hat Apple jede Menge aufzuholen.

Sprachbefehle

Dienste zur Spracherkennung gibt es schon seit einigen Jahren, doch erst Apples Siri erreichte den Massenmarkt. Samsung zog beim Flaggschiff-Handy Galaxy S3 nach und präsentierte mit S-Voice einen Dienst mit mehr Funktionen, aber weniger Charme. Mit iOS 6 wird Siri noch einmal deutlich aufgewertet: So kann die Stimme aus dem Handy demnächst auch auf Twitter posten, Kinotrailer suchen oder Sportergebnisse nachschlagen. In unserem ersten Test konnte Siri sowohl die aktuelle Bundesliga-Tabelle aufrufen als auch ein nahegelegenes asiatisches Restaurant auffinden. Bis zum offiziellen Start im Herbst dürften noch weitere Lokale dazukommen.

Mit Google Voice Actions bietet der Android-Hersteller ebenfalls einen Spracherkennungsdienst. Zwar kann der nicht so viele Befehle ausführen wie Siri, ist dafür in einigen Disziplinen - beispielsweise beim Diktieren von Nachrichten - etwas schneller. Außerdem ist Google Voice Actions bereits für Tablets mit Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" verfügbar. Besitzer eines iPads müssen auf Siri noch bis zum Herbst warten. In punkto Humor und Funktionsumfang punktet aber Apple. Möglicherweise wird Google im Spätherbst nachziehen.

Anpassen des Systems

Vier mal vier Symbole, darunter eine Leiste mit den wichtigsten Funktionen - das Design von Apples iPhone-Oberfläche ist seit 2007 unverändert. Das iPad ist mit vier mal fünf Anwendungen nicht viel origineller und wirkt eher wie ein aufgeblasenes Handy. Wer sein Gerät individualisieren möchte, schaut bei Apple bislang in die Röhre, mehr als das Hintergrundbild anpassen ist nicht drin.

Android dagegen bietet seinen Nutzern zahlreiche Möglichkeiten, das Gerät an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Miniaturanwendungen, Widgets genannt, erlauben dem User schnelle Zugriffe auf Funktionen, beispielsweise dem Videoportal Youtube. Dabei werden auf Wunsch abonnierte Videos direkt auf dem Home-Screen angezeigt. Bei Apple dagegen müssen erst die jeweilige App geladen und die Videos gesucht werden. Bei einigen Android-Geräten kann sogar die Größe der Widgets verändert werden. Auch mit iOS 6 wird Apple an dem traditionellen Aufbau festhalten, womit Google seine größte Stärke weiterhin ungehindert ausspielen kann.

Teilen von Informationen

Sie haben im Web ein lustiges Foto gefunden und wollen es schnell auf der Facebook-Pinnwand ihren Freunden zeigen? Auf Android ist das kein Problem, auf iOS-Geräten dagegen kann das zum Abenteuer werden. Erst mit iOS 6 wird Facebook tief in das System verankert und ermöglicht das schnelle Teilen von Informationen. Das funktioniert im Alltag gut, so werden Facebook-Events beispielsweise auch in den Kalender eingetragen und Facebook-Daten im Adressbuch hinterlegt.

Bei Android ist das Teilen in sozialen Netzwerken schon jetzt kein Problem: Will man einen Link in Facebook und Co. stellen, reicht ein Klick, anschließend fragt das Betriebssystem, welche App man nutzen möchte. So kann man auch mehr Anwendungen als Facebook und Twitter verwenden, womit Google in dieser Kategorie die Oberhand behält. Die tiefgreifende Facebook-Integration in iOS 6 bietet aber auch einige Funktionen, die Google nicht kann.

Browser

Eine der Neuerungen in iOS 6 ist die bessere Synchronisierung zwischen den einzelnen Geräten. Öffnet man beispielsweise einen Tab im Apple-Browser Safari auf dem Mac, kann er auch auf dem Handy oder Tablet geöffnet werden. Auch gemeinsame Lesezeichen sind auf allen Geräten verfügbar. Das ist clever umgesetzt, aber: Kaum jemand nutzt Safari. Die meisten Internetnutzer am Mac surfen mit Mozillas Firefox oder Googles Browser Chrome, auf Mobilgeräten ist Opera Mini eine sehr beliebte Anwendung. Mittlerweile nutzen mehr als 170 Millionen den norwegischen Browser auf Handy und Tablet.

Lesezeichen zwischen Handy, Tablet und PC synchronisieren, das kann Google schon lange - zumindest für den hauseigenen Browser Chrome. Und im Gegensatz zu Safari wird Chrome auch auf PCs und Macs verwendet. Apples Update ist somit ein Schritt in die richtige Richtung, dürfte aber nur den Alltag der wenigsten Nutzer beeinflussen.

Mobiles Bezahlen

Das Bezahlen via Handy mit NFC ("Near Field Communication") wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Mit der App "Passbook" präsentierte Apple nun eine Anwendung, die sämtliche Tickets, Pässe oder Gutscheine in einer App bündelt. Dank eingebautem GPS-Chip soll Passbook die passenden Dienste starten, sobald der Nutzer in der Nähe ist - beispielsweise die virtuelle Stempelkarte, wenn man sich in einem Starbucks befindet. Bislang bietet Apple aber noch keine Mobilgeräte mit integriertem NFC-Chip, mit dem nächsten iPhone könnte sich das aber ändern.

Android setzt beim Bezahlen via Funk auf den Dienst Google Wallet. Damit kann man bereits in einigen Ladenketten oder Taxis bezahlen, doch den Durchbruch hat das Bezahlen mit dem Handy noch nicht geschafft. Das liegt nicht an Google, sondern an der geringen Verbreitung der passenden Geräte und der zurückhaltenden Bereitschaft der Kunden, bargeldlos mit dem Handy zu bezahlen. Zudem schränken einige Telekommunikationsanbieter das mobile Bezahlen in ihren Netzen ein. Apples Passbooks ist wesentlich schöner gestaltet als Google Wallet, dafür bietet Android bereits einige externe Apps mit NFC-Funktionen.

Fazit

Mit iOS 6 bietet Apple viele neue Funktionen und baut seine Stärken weiter aus. Vor allem der Sprachassistent Siri beeindruckt mit dem jüngsten Update, auch der eigene Kartendienst mit dem 3D-Modus "Flyover" macht Lust auf mehr. Ein Highlight ist die "Bitte nicht stören"-Funktion: Sie blockt ungewollte Anrufer und erlaubt Konferenzen ohne Störungen.

Doch in mancher Hinsicht geht auch die sechste Version nicht weit genug: Wünschenswert wäre, wenn man nicht nur in Twitter und Facebook, sondern auch in anderen installieren Apps schnell Informationen verbreiten oder öffnen könnte, wie es Google schon lange bietet. Auch auf Widgets warten die Fans seit Jahren vergeblich. Zwar bietet der Home-Screen bei Apple viel Übersicht, erlaubt aber nahezu keine Kreativität. Bis zum Start im Herbst dürften aber noch einige Verbesserungen den Weg in die endgültige Version finden.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(