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Erstes Tablet, neue Smartphones Nokias Lumia-Familie wächst in jeder Hinsicht


Nun wagt sich auch Nokia in den Tablet-Markt vor. Der Handyriese setzt dabei weiter auf das Betriebssystem des künftigen Besitzers Microsoft. Auch neu: zwei große Lumia-Smartphones.

Nokia will sein Geschäft mit einem ersten Tablet-Computer ankurbeln und springt auf den Trend zu extra-großen Smartphones auf. Die am Dienstag vorgestellten Computer-Handys Lumia 1520 und 1320 haben Displays mit einer Diagonale von 6 Zoll (15,2 cm). Mit solchen großen Smartphones konnten zuletzt Rivalen wie Samsung in der Gunst der Kunden punkten. Nokia setzt bei den neuen Geräten zudem verstärkt auf Kamera-Technik und Bildschirme mit hoher Auflösung. Das Lumia 1520 bekam eine Full-HD-Bildschirmauflösung und eine 20-Megapixel-Kamera spendiert.

Das Tablet Lumia 2520 läuft mit dem aufgefrischten Betriebssystem Windows RT 8.1 des Nokia-Partners Microsoft. Es lehnt ans Design der Lumia-Smartphones an und hat einen großen Zehn-Zoll-Bildschirm sowie schnellen LTE-Datenfunk. Das Tablet kommt zunächst nur in Finnland, Großbritannien und den USA auf den Markt, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft für 499 Dollar.

Zudem wird das App-Angebot größer. So kommt demnächst eine Anwendung der beliebten Fotoplattform Instagram auf Geräte mit dem Microsoft-System Windows Phone. Das App-Angebot für das System Windows Phone ist bisher schmaler als für konkurrierende Apple-Geräte und die Google-Plattform Android. Für die großen Smartphones hat Nokia die eigene Foto-App "Storyteller" entwickelt, die abwechslungsreichere Bildergalerien erlaubt.

Drei neue Modelle der günstigen Asha-Reihe

Zusätzlich zu den Lumia-Geräten schickt Nokia drei neue Modelle seiner Asha-Handys ins Rennen. Sie treten unter anderem gegen billige Android-Smartphones an. Die Asha-Geräte sind für die Internet-Nutzung ausgelegt, Marktforscher betrachten sie aber nicht als Smartphones, weil auf ihnen keine Apps installiert werden können.

Elop als Microsoft-Chef im Gespräch

Nokias Gerätesparte wird gerade von Microsoft übernommen. Der frühere Nokia-Chef Stephen Elop, der am Dienstag die neuen Modelle in Abu Dhabi vorstellte, soll im Zuge dessen die Gerätesparte von Microsoft übernehmen. Er wird auch als Kandidat für die Konzernspitze gehandelt.

Nokia, der einstige Handy-Marktführer, ist im Smartphone-Geschäft auf Aufholjagd. Zuletzt ist der Absatz der Lumia-Handys zwar stetig gewachsen, der Marktanteil ist aber nach wie vor gering. Im vergangenen Quartal seien mindestens acht Millionen Smartphones der Marke Lumia verkauft worden, schrieb das "Wall Street Journal" am Montag. Das wäre ein neuer Bestwert. Allerdings setzt Samsung stabil um die 70 Millionen Computer-Handys pro Vierteljahr ab und Apple um die 30 Millionen iPhones.

san/DPA DPA

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