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Apple-Gerüchte: Morgen kommt das iPhone 11: Das wissen wir bereits darüber

Am 10. September stellt Apple seine neuen iPhones vor. Wir fassen zusammen, was zum Namen, der Ausstattung und den Preisen bekannt ist – und wo noch Überraschungen kommen könnten.

So stellt sich Leaker OnLeaks die Kameras des iPhone XI anhand der Beschreibungen vor

So stellt sich Leaker OnLeaks die Kameras des iPhone 11 anhand der Beschreibungen vor

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Es hat Tradition: Seit dem iPhone 5 im Jahr 2012 lädt Apple Jahr für Jahr im September in die Heimat Kalifornien ein und präsentiert auf der großen Bühne seine neuesten Smartphones. Dieses Jahr werden wieder nicht nur eines, sondern gleich drei Modelle erwartet. Und es dürfte nicht nur beim iPhone bleiben.

Wie heißt das neue iPhone?

Über den Namen wird bis zum Ende spekuliert. Nachdem lange iPhone XI (Römisch 11) als am wahrscheinlichsten galt, kam im Sommer das Gerücht auf, dass Apple die Bezeichnungen ganz streichen möchte. Und stattdessen wie bei Mac-Rechnern und iPads nur das Jahr der Vorstellung nennt. Die teureren Modelle – also die Nachfolger von XS und XS Max – sollten demnach den Zusatz „Pro“ erhalten. In den letzten Tagen kam noch mal Bewegung in die Namen: Interne Apple-Dokumente zur Test-Version von iOS 13 verrieten die wohl finalen Namen. Es ist eine Mischung: Der XR-Nachfolger soll iPhone 11 heißen, die Spitzenmodelle iPhone 11 Pro und 11 Pro Max. Aber vielleicht fällt Apple noch etwas ganz anderes ein.

Wann erscheinen die neuen Modelle?

Die internen Dokumente verrieten auch den Verkaufsstart: Am 20. September sollen die neuen iPhones demnach im Handel stehen. Das entspricht der Tradition der letzten Jahre: Vorstellung am Dienstag (mit Ausnahme 2018, als es ein Mittwoch war), Verkaufsstart am Freitag der darauf folgenden Woche. Vorbestellungen wären dann vermutlich ab diesen Freitag möglich.

Was kostet das iPhone 11?

Bei den Preisen soll Apple sich bei den Vorgängern orientieren. Die neuen iPhones würden demnach wieder ab 850, 1150 und 1250 Euro kosten.

Was ändert sich beim Design?

Grundsätzlich sehen die neuen iPhones aus wie die bisherigen. Mit Ausnahme des Max-Modells ändert sich die Größe nicht. Das größte iPhone soll beim Display aber noch mal um 0,2 Zoll auf nun 6,5 Zoll zulegen. Die markanteste Änderung findet sich auf der Rückseite: Aus dem Kameraloch (iPhone Xr) und dem Kamera-Balken (Xs und Xs Max) wird ein großes Quadrat mit abgerundeten Ecken. Damit die Rückseite nicht so überladen wirkt, wandert das Apple-Logo von der oberen Hälfte direkt in die Mitte.

Zudem gibt es Gerüchte, nach denen Apple den einfarbigen Apfel durch den in Regenbogen-Farben ersetzen möchte, der bis Ende der neunziger Jahre die Mac-Rechner zierte. Tatsächlich ludt Apple mit einen Regenbogen-Apfel zum Event. Der könnte aber auch einfach auf neue Farben hindeuten: Gegenüber dem iPhone Xr sollen das blaue und das orangene Modell wegfallen, statt dessen sollen Lavendel und ein helles Grün als neue Töne hinzukommen. Zu neuen Farben der Pros gibt es keine Gerüchte.

Was kann die Kamera?

Hinter dem Kamera-Quadrat verbergen sich die wohl wichtigsten Neuerungen der neuen iPhones. Erstmals bringt schon das kleinste Modelle eine Doppelkamera mit, die Pro-Varianten sogar eine Dreifach-Knipse. Neben einem regulären und einem Teleobjektiv soll nun noch eine Weitwinkellinse hinzukommen. Zusätzlich sollen die Pros einen Time-of-Flight-Sensor erhalten. Der misst die Distanz zu den fotografierten Objekten und ist vor allem für Augmented-Reality-Anwendungen spannend. Eventuell kommt die Funktion aber auch erst 2020. Alle Modelle sollen zudem deutlich besser bei schlechtem Licht fotografieren. Hier hat Apple Nachholbedarf: Vor allem Huawei und Google konnten im letzten Jahr stark vorlegen.

Was ändert sich unter der Haube?

Mit dem A13 wird Apple natürlich – mal wieder – den schnellsten iPhone-Prozessor aller Zeiten vorstellen. Da schon der A12 aus dem letzten Jahr selten an seine Grenzen stößt, wird es spannend sein, wie Apple dieses Plus an Rechenleistung sinnvoll nutzen will. Für viele Nutzer viel relevanter dürfte der Sprung beim Speicher sein: Erstmals sollen zumindest die Pro-Modelle mindestens 128 GB mitbringen. Das iPhone 11 bleibt wohl bei 64 GB. Dafür erhält es erstmals wie die teuren Varianten 4 GB Arbeitsspeicher.

Weitere Neuerungen

  • Nachdem FaceID seit dem iPhone X unverändert verbaut wird, soll es mit den neuen iPhones zum ersten Mal verbessert werden. Die Gesichtserkennung soll demnach schneller und zuverlässiger werden. 
  • Ebenfalls neu ist die Unterstützung für Apples Bedienstift Apple Pencil. Der war bisher den iPads vorbehalten. Welche Version des Stiftes unterstützt wird, ist noch nicht bekannt.
  • 3D Touch fällt weg. Die mit dem iPhone 6s vorgestellte Zusatzsteuerung per festem Druck fehlte schon im iPhone Xr, mit iOS 13 hat Apple fast alle Funktionen auf einen langen Druck umgestellt.
  • Dafür gibt es vermutlich mehr Laufzeit: Der Akku soll gegenüber allen Vorgängern noch einmal zulegen. Wie etwa Smartphones von Huawei und Samsung sollen nun auch iPhone, die am Kabel hängen, andere Geräte kabellos laden können. Und: Erstmals soll ein stärkeres Netzteil beiliegen. 
  • Wie sich das mit dem iPhone verbindet, ist in der Gerüchteküche umstritten. Während einige Quellen ein Jahr nach dem iPad auch beim iPhone den Wechsel zu USB-C sehen, glauben andere weiter an den Einsatz des Lightning-Anschlusses. USB-C könnte aber trotzdem kommen: Die Kabel selbst sollen demnach vom USB-2-Anschluss auf den neuen Standard wechseln. 
  • Eine weitere Neuerung ist eher längerfristig gedacht: Mit Wifi 6 sind die iPhone bereit für den neuen Wlan-Standard. Der wird sich vermutlich erst in den nächsten Jahren durchsetzen, dann aber für schnellere Netzwerke sorge. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Was kommt noch?

Als sicher kann neben dem iPhone noch die neue Apple Watch gelten. Zu der ist bisher noch recht wenig bekannt. Der Formfaktor dürfte nach der Überarbeitung letztes Jahr derselbe bleiben. Neu sollen unter anderem zusätzliche Sensoren sein. Gerüchte gibt es etwa zu Meldungen zur Luftqualität, zur Blu-Glukose oder auch zur verbesserten Messung des Schlafs.

Eine weitere recht wahrscheinliche Neuheit sind kleine Tracker, die etwa an Schlüssel oder den Rucksack angebracht werden können, um sie besser wiederzufinden. Ein ähnliches Produkt bietet der Hersteller Tile bereits an. Apples Variante soll aber noch besser mit der "Wo ist" getauften Suchapp integriert sein.

Weniger wahrscheinlich sind dagegen neue Airpods oder das erwartete Macbook Pro in 16 Zoll.

Wo könnte Apple uns überraschen?

Als größte Überraschung könnte Apple nicht weniger als den Nachfolger des iPhones an sich vorstellen: Bereits seit Jahren bastelt der Konzern an einer Brille, die das Smartphone ersetzen könnte. Kurz vor dem Event kamen nun erneut Gerüchte auf, dass der Konzern sie endlich präsentieren will. Man darf also gespannt sein.