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Messenger: Whatsapp: Diese drei Einstellungen sollten Sie laut Warentest unbedingt vornehmen

Jeder von uns nutzt Whatsapp - und verrät damit mehr über sich selbst, als den meisten bewusst ist. Das lässt sich einfach ändern, erklärt Stiftung Warentest. Und empfiehlt jedem Nutzer drei einfache Einstellungen, welche die Privatsphäre erhöhen.

Frau mit Handy, Whatsapp Logo

Mit wenigen Einstellungen ist Whatsapp deutlich weniger freizügig mit ihren Informationen

Getty Images

Ob Oma, Chef oder die Kinder: Nahezu jeder Smartphone-Besitzer in Deutschland nutzt auch Whatsapp. Die Facebook-Tochter hat sich vom Büro bis zum Schulhof längst als wichtigster Messenger etabliert. Doch die meisten ahnen nicht, dass sie in den Standard-Einstellungen viel mehr von sich verraten, als ihnen lieb sein dürfte, warnt Stiftung Warentest.

Das liegt an der Funktionsweise von Whatsapp. Hat jemand ihre Nummer, braucht er Sie nur im Messenger zu suchen - und hat schon Zugriff auf persönliche Informationen. Auch wenn Sie ihm dazu keine Berechtigung gegeben haben oder auch nur davon wissen. Mit drei einfachen Einstellungen, die sich alle in den Whatsapp-Einstellungen unter "Account" und "Datenschutz" finden, kann man das aber beheben. 

Wer darf was sehen?

Als erstes empfiehlt Warentest einzuschränken wer das Profilbild, die Informationen zur Person und die Statusmeldungen sehen kann. Als Nutzer kann man festlegen, ob jeder, nur die eigenen Kontakte oder niemand die Informationen zu Gesicht bekommt. Als mindeste Einstellung ist "Nur Kontakte" zu empfehlen. So haben Sie immerhin selbst im Griff, wem Sie etwas zeigen möchten, sperren die Funktion aber nicht ganz. Eine Unterscheidung zwischen privaten oder beruflichen Kontakten ist leider nicht möglich.

Als nächstes legt Warentest nahe, den Online-Status zu verbergen. In der Voreinstellung kann jeder sehen, wann man zuletzt den Messenger genutzt hat. In der Vergangenheit hatten Experten bereits gezeigt, dass sich so Nutzungsprofile anlegen lassen. Anders als die anderen Einstellungen hat diese Option aber einen Nachteil: Schaltet man sie aus, kann man auch bei anderen nicht mehr sehen, wann sie online waren.

Ein Smartphone zeigt einen WhatsApp-Chat, in dem nur Emoticons hin und her versendet werden.

Das Ende der blauen Häkchen

Als drittes empfiehlt Warentest die berüchtigten blauen Häkchen der Lesebestätigung abzustellen. Sie zeigen, ob eine empfangene Nachricht auch geöffnet wurde. Stellt man sie ab, erfährt das Gegenüber nur durch die beiden grauen Häkchen, ob die Nachricht angekommen ist, nicht ob sie gelesen wurde. Die Einstellung heißt bei Whatsapp "Lesebestätigungen" und lässt sich per Schalter ein- und abschalten. Auch hier gilt: Wer die Option abwählt, stellt sie auch für sich selbst ab. Von anderen Bestätigungen einfordern, sie aber selbst unterdrücken, geht also nicht.

Ganz verschwunden sind die blauen Haken aber nicht: In Gruppenchats erscheinen sie nach wie vor, wenn alle Teilnehmer die Nachricht gesehen haben. Hier lässt sich die Bestätigung nicht abschalten.

Warentest geht noch weiter

Zusätzlich zu den Privatsphäre-Einstellungen gegenüber Nutzern nennt Stiftung Warentest zudem Möglichkeiten, den Datenzugriff für Facebook zu beschränken. So kann man in den Privatsphäre-Einstellungen des Smartphones Whatsapp jeglichen Zugriff auf die Kontakte, die Bilder oder das Mikrofon entziehen. Dabei sollte man aber abwägen, dass dadurch einzelne Funktionen der App eingeschränkt werden.

Quelle: Stiftung Warentest