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Überraschung Eklig statt gefährlich: Das steckt hinter dem Whatsapp-Kettenbrief mit dem Boxer

Überraschung: Eklig statt gefährlich: Das steckt hinter dem Whatsapp-Kettenbrief mit dem Boxer
In einem Blogpost kündigte Whatsapp in der vergangenen Woche neue AGBs an, wonach man künftig Daten mit Facebook teile. Welche Daten das genau umfasse, teilte der beliebte Messengerdienst nicht mit und sorgte so dafür, dass viele User verunsichert zurückblieben. In einer FAQ zu dieser Frage ist nämlich lediglich von "einigen deiner Account-Informationen" die Rede. Als Beispiel werden nur die Zeit der letzten Whatsapp-Nutzung und die Telefonnummer genannt.
Erst beim Lesen zwischen den Zeilen des Blogposts deutet sich etwas genauer an, was gemeint sein könnte. So will Facebook etwa gezielt Werbung für Firmen einspielen, mit denen man schon Kontakt hatte.
Für einige Whatsapp-Nutzer war die Ankündigung indes Anlass genug, sich nach Alternativen wie beispielsweise Threema umzuschauen. Der Schweizer Anbieter jedenfalls verzeichnete nach dem AGB-Wirbel um Whatsapp eine deutlich Zunahme der Downloadzahlen
Der stern hat Threema und zwei weitere Alternativen zu Whatsapp einmal genauer beleuchtet:
Threema
Vorteile:
Threema ist durch einen QR-Code geschützt, den man bei der Anmeldung bekommt. Nur der Code wird dann an Kontakte weitergegeben. Email-Adresse und Handynummer spielen damit keine Rolle.
Nachrichten werden verschlüsselt gesendet.
Es fallen nur wenige Metadaten an, was eine Rückverfolgung durch Geheimdienste schwierig macht.
Nachteile:
Threema kostet 2,99 Euro.
Der Quellcode ist nicht vollständig publik. Man weiß also nicht, ob die Versprechen wirklich eingehalten werden.
Sprach- und Videotelefonate kann Threema bislang nicht.
Signal
Vorteile:
Alle Nachrichten, Fotos und Videos werden end-to-end-verschlüsselt verschickt und empfangen.
Die App ist kostenlos.
Edward Snowden empfiehlt Signal. Was will man mehr?
Signal ist sogar so sicher, dass es unsere Bildschirmaufnahme unterbunden hat.
Nachteile:
Geheimdienste können dank Metadaten dennoch nachvollziehen, wer die App mit welcher Nummer nutzt – allerdings nicht, mit wem man schreibt.
Telegram
Vorteile:
Daten werden nicht im Gerät sondern auf Servern gespeichert. So kann man einen Chat auf mehreren Geräten synchronisieren.
Es können Daten von einer Größe von bis zu 1,5 GB verschickt werden.
Telegram hat eine „Geheimer Chat“-Funktion. Hier entstehen kaum Metadaten und die Nachrichten werden vollkommen verschlüsselt gesendet.
Die App ist kostenlos.
Nachteile:
Telegram ist gekoppelt an eine Handynummer.
Die „Geheimen Chats“ werden nur auf dem Handy gespeichert, was zunächst gut klingt. Doch so gehen Texte und Bilder bei einem Handywechsel verloren.
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Obwohl über Kettenbriefe bei Whatsapp immer wieder fieseste Abzock-Maschen verbreitet werden, sterben sie nicht aus. Diesmal sollte ein zwei Monate alter Boxer vermittelt werden. Doch mit dem, was dann kam, hatte wohl keiner gerechnet.

Bei Kriminellen sind Whatsapp-Kettenbriefe extrem beliebt. Von Trojanern bis zu Abofallen: Immer wieder verbreiten jede Menge Nutzer die vermeintlich harmlosen Nachrichten. In einem aktuellen Kettenbrief soll nun einem zwei Monate alten Boxer ein neues Zuhause vermittelt werden – doch dann kommt eine Überraschung.

Die Nachricht beginnt eigentlich ganz harmlos: "Falls wer interessiert ist ein Boxer zu ‚adoptieren, weiss, mit braunen flecken. Ist ausgesetzt worden, ca 2 monate alt- Foto: http://media22.elsiglodetorreon.com/mx/i/2012/08/421194.jpeg und sonst schicks weiter wenn du jemanden kennst", so der Text in gewöhnungsbedürftigem Deutsch. 

Was steckt hinter dem "Boxer"?

Die Nachricht wird laut "Mimikama" gerade häufig geteilt. Viele Nutzer würden irritiert anfragen, ob der Inhalt gefährlich ist, erklärt der auf Internet-Abzocke und Fakes in sozialen Netzwerken spezialisierte Blog. Schließlich ist es durchaus verdächtig, dass das Bild verlinkt wird, statt es einfach als Anhang mitzuschicken. Die Abzock-Experten ließen es sich natürlich trotz der Gefahren nicht nehmen, auf den Link zu klicken, und können Entwarnung geben. Zumindest teilweise.

Denn statt der üblichen Schädlinge, Abofallen oder Porno-Links steckt hinter dem Link schlicht ein ekliger Scherz. Das verlinkte Bild zeigt nämlich tatsächlich einen Boxer – nur eine völlig andere Art. Zu sehen ist schlicht und einfach eine Unterhose. Sonst hält die Anfrage aber, was die Beschreibung verspricht: Die Boxershorts ist braun und weiß gefleckt, zwei Monate könnte sie ebenfalls alt sein. Kein schöner Anblick, aber deutlich harmloser als die üblichen Kettenbrief-Maschen. Ob man es lustig findet, ist dann Geschmackssache. Mittlerweile ist das Bild von der verlinkten Seite verschwunden. Bei "Mimikama" ist es noch zu sehen.

Sich an die Experten zu wenden, statt einfach dubiose Links anzuklicken, ist jedenfalls eine gute Idee. Viele Kettenbriefe sind gefährlicher, als man denkt. Warum das so ist und wie man sich verhalten sollte, wenn man in die Falle getappt ist, erklären wir in diesem Text.

mma

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