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Alternativen zur Glühbirne im Test: Welche Sparlampen die besten sind

Licht aus für die klassische Glühbirne. Die Stiftung Warentest hat Alternativen in Kerzenform auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Auch bei den kleinen Wattzahlen gehört der LED die Zukunft.

Von Ralf Sander

Nun heißt es endgültig Abschied nehmen von der klassischen Glühbirne: Die vierte und letzte Stufe der EU-Verordnung, die seit 2009 schrittweise alle Energiefresser unter den Leuchtmitteln verbannt, tritt in Kraft. Vom 1. September an gilt ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für alle Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt. Die geringste gängige Stärke für Haushaltslampen ist 25 Watt. Die Varianten mit 60, 75 und 100 Watt sind bereits in den vergangenen Jahren ausgemustert worden.

Doch Alternativen zur alten Glühbirne gibt es längst, auch für geringe Wattzahlen. Die Stiftung Warentest hat acht Kompaktleuchtstofflampen ("Energiesparlampen"), vier Halogenglühlampen und acht LED-Lichter auf den Prüfstand gestellt, allesamt in Kerzenform und mit E14-Schraubsockel. Das Fazit: Produkte mit LED-Technik liefern die besten Ergebnisse. Und der Preis sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität aus. Vorsicht beim Kauf ist geboten.

Stärken und Schwächen der Nachfolger

Am weitesten verbreitet sind die sogenannten Energiesparlampen oder Kompakt-Leuchtstofflampen mit leuchtenden Röhren. Sie verbrauchen bei gleicher Lichtleistung mindestens 75 Prozent weniger Strom als eine Standardglühlampe. Daneben gibt es Halogenlampen und Leuchtdioden (LED). Herkömmliche Glühlampen nutzen nur fünf Prozent des verbrauchten Stroms für die Lichterzeugung, der Rest verpufft als Wärme. Bei Halogenlampen geht auch noch mehr als 90 Prozent der Energie als Wärme verloren. Energiesparlampen und Leuchtdioden wandeln dagegen rund 25 Prozent des Stroms in Licht um. (Wie die verschiedenen Lampentypen im Detail funktionieren, erklärt der Artikel "Energiesparlampen & Co.")

Alle drei Varianten energiesparender Lampen sind beim Kauf teurer als die Glühbirne. Laut Stiftung Warentest lohnt sich der Kauf von Sparlampen aber nicht nur wegen sinkender Energiekosten, sondern auch, weil sie deutlich länger halten. Es gibt allerdings sehr große Preisunterschiede - eine teure Lampe lohnt sich laut Stiftung Warentest nur dort, wo sie häufig und lange eingeschaltet ist und so die Stromkosten deutlich senkt.

Ein Kritikpunkt an den Alternativen zur klassischen Glühlampe ist die Qualität des abgestrahlten Lichts. Das Licht von Halogenlampen kommt dem der Glühbirne besonders nah. Bei den Energiesparlampen empfiehlt es sich, auf Lichtfarbe und Farbwiedergabe zu achten. Die Helligkeit wird in Lumen (lm) gemessen. Je höher der angegebene Lumenwert, desto heller das Licht. Bei der in Kelvin (K) gemessenen Lichtfarbe gilt: Je niedriger der Wert, desto wärmer die Lichtfarbe. Energiesparlampen sind im Gegensatz zu LED- und Halogenlampen meist nicht dimmbar.

LED-Lampen - Dioden für die Zukunft

Die sechs besten Lampen im gesamten Testfeld waren LED-Modelle. Sie schafften alle die Bewertung "gut". Testsieger (Note 1,6) wurde die Osram LED Superstar Classic B25 für rund 18 Euro. Die Tester lobten vor allem ihre "lichttechnischen Eigenschaften" und ihre Farbtreue. Doch es gab auch zwei LED-Flops: Das mit 26,30 Euro teuerste Modell im Test - 16east Crystal LED Series Power Candle - schaltete im Test zwischendurch einfach mal ab, um sich abzukühlen. Letzter im Test wurde die Paulmann LED, die weniger Licht lieferte als vom Hersteller angegeben und außerdem bei der Haltbarkeit schwächelte. Insgesamt aber stellt die LED-Technik für die Tester die Leuchttechnik der Zukunft dar.

Kompaktleuchtstofflampe - sparsam, aber langsam

Die getesteten Energiesparlampen mit den geringen Wattzahlen und dem schlanken E14-Sockel sind laut Stiftung Warentest weniger haltbar als ihre größeren Geschwister. Außerdem brauchten alle getesteten Modelle lange, um ihre maximale Helligkeit zu erreichen - manche mehr als zwei Minuten.

Viele Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber. Zunehmend wird das giftige und flüchtige Schwermetall laut Warentest aber durch das feste Amalgam ersetzt. Fürs Kinderzimmer gibt es Energiesparlampen mit Silikonmantel, der im Falle einer Beschädigung die Bruchstücke auffängt.

Die besten Noten (2,7, "befriedigend") der getesteten Modelle erhielten die Osram Duluxstar Mini Candle, Paulmann Energy Saver und die Real/Quality Energiesparlampe, die mit sechs Euro ein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Halogenglühlampe - sanfter Stromfresser

Die vier getesteten Halogenglühlampen bekamen allesamt nur das Gesamturteil "ausreichend", wobei das günstigste Modell - LightMe Ecohalogen - mit knapp 2,50 Euro sogar noch etwas besser abschnitt als die zum Teil doppelt so teure Konkurrenz.

Das Licht dieses Lampentyps kommt dem der Glühbirne besonders nah, doch diese Stärke bezahlt man mit hohem Stromverbrauch. Die Tester bewerteten durchweg die Lichtausbeute als mangelhaft und die Haltbarkeit als ausreichend. Ihre Empfehlung: Halogenlampen nur vereinzelt dort einsetzen, wo die Lichtqualität besonders wichtig ist.

Die kompletten Ergebnisse des Tests können Sie gegen eine Gebühr unter www.test.de/lampen herunterladen.

mit Agenturen

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